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Netflix baut Werbegeschäft aus und kündigt riesige Programmoffensive an

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Der Streamingdienst will sein Anzeigenmodell ab 2027 in 15 weiteren Ländern starten und stellte bei seiner vierten Upfront-Präsentation zahlreiche neue Serien, Filme, Live-Events und Verlängerungen vor.

Netflix hat im Rahmen seiner vierten Upfront-Präsentation deutlich gemacht, dass der Streamingdienst sein Werbegeschäft nicht länger nur als Experiment versteht. „Wir verfügen über modernste Technologie, wir bieten großartige Unterhaltung in Form von Serien, Filmen, Podcasts und Live-Veranstaltungen, und wir haben das engagierteste und aufmerksamste Publikum. Wir haben bewiesen, dass wir erfolgreich sind, und jetzt weiten wir unsere Werbung auf weitere Bereiche aus und sind bereit, es mit jedem aufzunehmen“, sagte Reinhard.

Nach Angaben des Unternehmens erreicht Netflix mit seinem werbefinanzierten Angebot inzwischen mehr als 250 Millionen monatlich aktive Zuschauer weltweit. Mehr als 80 Prozent der Mitglieder im Anzeigenmodell würden jede Woche aktiv Inhalte schauen. Der Streamingdienst verweist dabei auf starke Marken wie «Wednesday», «The Night Agent», «Happy Gilmore 2» und «Stranger Things». Im Jahr 2025 habe Netflix mehr Nielsen-Top-10-Originals platziert als jeder andere Streamingdienst – fast fünfmal so viele wie der nächstplatzierte Wettbewerber.

Ab 2027 will Netflix sein werbefinanziertes Modell in 15 weiteren Märkten starten. Dazu zählen Österreich, Belgien, Kolumbien, Dänemark, Indonesien, Irland, die Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Peru, die Philippinen, Polen, Schweden, die Schweiz und Thailand. Damit sollen einerseits günstigere Abo-Optionen für weitere Nutzer entstehen, andererseits erhalten Werbekunden zusätzliche Reichweite. Zugleich kündigte Netflix neue Werbeinventare bei Video-Podcasts und vertikalen Videos an, die 2027 weltweit verfügbar werden sollen.

Ein Schwerpunkt lag zudem auf künstlicher Intelligenz im Werbegeschäft. Netflix will KI nutzen, um Mediapläne stärker an den Zielen der Werbekunden auszurichten, Anzeigenformate für verschiedene Flächen wie Vertical Video oder Pause Ads automatisch anzupassen und Werbemittel besser mit Serien- und Filmwelten zu verbinden. Parallel dazu baut Netflix seine technische Werbeplattform aus. Mit der Netflix Ads Suite sollen Planung, Buchung und Erfolgsmessung vereinfacht werden. Neue Schnittstellen wie die Audience Insights API und Reach Curve API sollen Werbekunden helfen, Zielgruppen und Reichweiten besser zu verstehen.

Auch programmlich nutzte Netflix die Upfront für eine breite Offensive. Chief Content Officer Bela Bajaria kündigte neue Serien wie «The Retrievals», «Barbaric», «Myron Bolitar», «Calabasas» und eine noch unbetitelte Doku-Serie über Nick Cannon an. Bei den Filmen wurden unter anderem «Grown Ups 3» («Kindsköpfe») und «A Matter of Time» angekündigt. Als neues Live-Event kommt «The Westminster Dog Show» hinzu. Zudem baut Netflix seine NFL-Rechte aus: 2026 zeigt der Dienst unter anderem ein Regular-Season-Spiel aus Australien zwischen den Los Angeles Rams und den San Francisco 49ers, ein Spiel am Vorabend von Thanksgiving zwischen den Green Bay Packers und den Los Angeles Rams, zwei Weihnachtsspiele, ein Spiel in Week 18 sowie 2027 die «NFL Honors» während der Super-Bowl-Woche.

Verlängert wurden unter anderem «Love is Blind», «Big Mistakes», «My Life With the Walter Boys», «Quarterback» und «Running Point». Außerdem kündigte Netflix eine weltweite «KPop Demon Hunters World Concert Tour» an, die 2027 durch 150 Städte führen soll. Im Bereich Live-Events stehen «FIFA Women’s World Cup 2027», «MLB Field of Dreams Game», «MLB Home Run Derby», «NFL on Netflix», «Six Kings Slam» und «The Westminster Dog Show» auf dem Plan.

Bei den zurückkehrenden Serien nannte Netflix «3 Body Problem» (Staffel 2), «America’s Sweethearts: The Dallas Cowboys Cheerleaders» (Staffel 3), «Avatar: The Last Airbender» (Staffel 2), «Big Mistakes» (Staffel 2), «Black Doves» (Staffel 2), «Bridgerton» (Staffel 5), «Emily in Paris» (Staffel 6), «The Diplomat» (Staffel 4), «The Four Seasons» (Staffel 2), «The Gentlemen» (Staffel 2), «The Hunting Wives» (Staffel 2), «Leanne» (Staffel 2), «Love is Blind» (Staffel 11), «Lupin» (Staffel 4), «My Life With the Walter Boys» (Staffel 4), «Nobody Wants This» (Staffel 3), «Outer Banks» (Staffel 5), «Quarterback» (Staffel 3), «Running Point» (Staffel 3), «Survival of the Thickest» (Staffel 3), «Sweet Magnolias» (Staffel 5), «Tires» (Staffel 3) und «The Ultimatum: Marry or Move On» (Staffel 4).

Bei den neuen Drama-Serien listete Netflix «Alexander», «The Altruists», «Barbaric», «The Body», «The Boroughs», «Calabasas», «The Corrections», «East of Eden», «I Will Find You», «Kennedy», «Little House on the Prairie», «Lovesick», «Myron Bolitar», «Nemesis», «Pride & Prejudice», «The Retrievals», «The Roman», «Scooby Doo: Origins», «Trigger Point» und «Unaccustomed Earth».

Im Comedy-Bereich kündigte Netflix «A Different World», «The Hawk», «A Hundred Percent», «I Suck at Girls», «Minimum Wage» und «Uncorked» an. Bei den neuen Nonfiction-Serien und -Filmen stehen «Calabasas Confidential», «Earle Meets World», «The Golden Ticket», «Let’s Marry Harry», die noch unbetitelte Nick-Cannon-Dokuserie und «Win the Mall» auf dem Programm.

Auch im Stand-up-Bereich wurde die Liste erweitert: Geplant sind «Louis C.K.: Ridiculous», «Mike Tyson: The Return of Mike», «Stavros Halkias: Uncle Stav» und «Wanda Sykes: Legacy». Bei den Filmen nannte Netflix «The ’99ers», «Best of the Best», «Eloise», «Enola Holmes 3», «Extraction 3», «The Fifth Wheel», «Good Sex», «Grown Ups 3», «Little Brother», «A Matter of Time», «Narnia: The Magician’s Nephew», «Office Romance», «Protecting Jared», «Quasimodo» und «Yeti».

Auf der Bühne präsentierte Netflix zudem zahlreiche prominente Namen aus kommenden Projekten, darunter Jennifer Lopez und Brett Goldstein für «Office Romance», Florence Pugh für «East of Eden», Brittany Snow und Malin Akerman für «The Hunting Wives», Mia Hamm, Julia Foudy, Brandi Chastain, Michelle Akers, Carla Overbeck und Joy Fawcett für «The ’99ers», Millie Bobby Brown für «Enola Holmes 3», Michelle Buteau für «Survival of the Thickest», John Cena und Eric Andre für «Little Brother», Alix und Ashtin Earle für «Earle Meets World», Tina Fey und Will Forte für «The Four Seasons», Pete Davidson für «The Pete Davidson Show», Chase Stokes, Madison Bailey, Jonathan Davis und Carlacia Grant für «Outer Banks», Hasan Minhaj für «Best of the Best» sowie Leanne Morgan für «Leanne».

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