Benjamina Mirnik-Voges, die als VP Original Productions für Disney in Deutschland tätig und damit für die lokalen Originals zu ständig war, wird das Unternehmen im April verlassen - das berichtete das Medienmagazin "DWDL". Insgesamt war sie etwa fünf Jahre für deutschen Serien des amerikanischen Streamers verantwortlich, ihren Posten trat sie ursprünglich im Januar 2021 an. Auch wenn noch keine explizite Nachfolge-Regelung feststeht, gab das Medienunternehmen gegenüber "DWDL" zumindest an, ab sofort nach geeigneten Namen zu suchen. Laut dem Medienmagazin wollen die Bosse aus Amerika zukünftig allerdings wieder größeren Einfluss auf die deutschen Entscheidungen nehmen, weshalb die Nachfolgerin/der Nachfolger möglicherweise weniger Handlungsmacht haben wird - dies könnte im Umkehrschluss auch zum Austritt der bisherigen Deutschland-Chefin geführt haben.
Ohnehin liegt aktuell so einiges in der Schwebe bei Disney+ Deutschland - wichtige Entscheidungen stehen noch aus. Der Fall ist dies etwa bezüglich einer möglichen Fortsetzung der Serie «Call my agent: Berlin», die nach ihrer Premierenstaffel bisher noch nicht für eine zweite Runde verlängert wurde. Ob hier eine Zukunftsperspektive besteht ist offiziell nicht klar. Fünf hiesige Projekte konnte Mirnik-Voges als letzte Amtshandlung aber noch anschieben: «Yacht Deals Monaco» (Reality), «City of Blood» (SciFi), «Vienna Game» (Historienstoff), «Monster» (Miniserie in Kooperation mit ZDF) und «Westwell» (New-Adult). Von außen betrachtet, wird es in Zukunft spannend zu beobachten sein, ob Disney vermehrt in lokalen deutschen Content investiert, in der Überzeugung seine Abonnentenzahlen damit hierzulande weiter ausbauen zu können, oder mit der Überlegung spielt, die deutschen Original-Produktionen wieder zurückfahren, wie es teils bei anderen Streamern (bspw. Paramount+) zu beobachten war. Klar ist zumindest, dass diesbezüglich sowohl in Quantität, als auch in Qualität noch Luft nach oben besteht - der große (auch internationale) Aufschlag mit einem deutschen Stoff gelang Disney im Gegenteil zu Amazon oder Netflix bisher noch nicht.







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