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Hirschhausen schaut auf den Schmerz

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Der Schmerzmittel-Markt wächst und gedeiht. Doch sind solche Schmerzmittel überhaupt ratsam?

Nach der Arbeit einen Schrank zusammenbauen, Rückenschmerzen bekommen und schnell eine Tablette nehmen? Ob das so ratsam ist, klärt Dr. Eckart von Hirschhausen in der neuen Dokumentation «Hirschhausen und der Schmerz» von Kristin Siebert. Die Recherchen führen Hirschhausen zu erschütternden Patientenschicksalen, kritischen Fragen an die Pharmaindustrie und ermutigenden therapeutischen Alternativen. Die Produktion wurde im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks von Bilderfest gedreht.

Durch die Opioid-Krise in den USA wurden viele Menschen auf das Thema aufmerksam. Gibt es in Deutschland auch ein Problem mit diesen starken und verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln? Ja! Eckart von Hirschhausen spricht mit der ehemaligen Krankenschwester Sybille (77), die von Fentanyl abhängig wurde. Aufgrund ihrer Arthrose erhielt sie von ihrer Hausärztin das Siebenfache der empfohlenen Höchstdosis an Opioiden. Sie wog nur noch 45 Kilo und litt unter Halluzinationen. Hirschhausen begleitet sie in ihre Entzugsklinik.

„Schmerzmittel sind ein Segen. Und manchmal ein Fluch. Mich hat sehr beeindruckt, wie viele Ebenen Schmerzen haben können. Und wie vielen Patienten mit chronischen Schmerzen die beste Behandlung vorenthalten wird“, sagt Hirschhausen. „Viel von dem, was ich noch vor 30 Jahren im Studium gelernt habe, ist längst widerlegt. Und wenn ich das nächste Mal ‚Rücken‘ habe, greife ich nicht zu einer Tablette, sondern zu den Turnschuhen!“

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