Quotencheck

«I Can See Your Voice»

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Im vergangenen Sommer präsentierte RTL ein neues Format. Zwischen März und Mai gab es sechs neue Folgen der Tresor-Produktion. Wie lief es auf dem Quotenmarkt?

Daniel Hartwich ist ein vielbeschäftigter Mann. Er ist an diversen Erfolgsformaten aus dem Hause RTL beteiligt. Ob «Let’s Dance», «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» oder «Das Supertalent», er ist omnipräsent im Programm des Kölner Senders. Dabei hat er die Moderationen in den genannten Shows übernommen und war nie von Beginn an mit dabei. Im vergangenen August starte RTL mit «I Can See Your Voice» ein neues Format und übergab die Moderation an Hartwich. Im Schnitt verfolgten die ersten beiden Folgen des südkoreanischen Formats zwei Millionen Zuschauer. Die Marktanteile in der Zielgruppe lagen mit 13,1 und 11,1 Prozent auf einem soliden Niveau.

RTL gab der Show eine Chance und spendierte Hartwich und Co. eine zweite Staffel. Diese begann am 30. März vor 2,30 Millionen Zuschauern – Rekord für das junge Format. Von den 14- bis 49-Jährigen schalteten 1,11 Millionen ein. Daraus ergaben sich gute 14,3 Prozent am Markt, insgesamt belegte die Tresor-Productions-Produktion 7,6 Prozent.

Folge zwei und drei, in denen Barbara Schöneberger und Maite Kelly erraten sollten, wer singen kann und wer nur vortäuscht, hielten sich weiterhin oberhalb der Zwei-Millionen-Marke und verzeichneten Reichweiten von 2,03 und 2,04 Millionen. Die Quoten nahmen dennoch spürbar ab und landeten bei 6,4 und 6,5 Prozent beim Gesamtpublikum, in der Zielgruppe ging es runter auf 11,0 und 11,4 Prozent. Dort sahen 0,96 und 0,98 Millionen zu. Mit der vierten Folge war es dann endgültig vorbei mit den guten Quoten.

Im Vorlauf zeigte RTL am 20. April ein «RTL Aktuell Spezial», sodass sich «I Can See Your Voice» um eine Viertelstunde verzögerte. Schon die Sondersendung holte keine guten Werte, weshalb die Gesangsshow ebenfalls nur schwach performte. Insgesamt blieben 1,51 Millionen dran, wovon 0,64 Millionen aus der werberelevanten Gruppe stammten. Die Marktanteile beliefen sich auf schwache 5,0 und 7,4 Prozent – alle Werte bedeuteten Negativrekorde. Die letzten beiden Folgen der zweiten Staffel sorgten zum Abschluss für solide Werte, auch wenn das Niveau vor dem Einbruch nicht wieder erreicht wurde. 1,84 und 1,90 Millionen schalteten ein. Bei den Umworbenen standen jeweils 0,83 Millionen auf dem Papier. Die Sehbeteiligungen betrugen 6,0 und 6,3 Prozent insgesamt und 10,2 und 10,9 Prozent bei den Jüngeren.

Somit kann man den Erfolg der ersten Runde nicht ganz wiederholen, was aber auch an der katastrophalen vierten Folge lag. Im Schnitt sahen die sechs Ausgaben 1,94 Millionen Zuschauer ab drei Jahren, wovon 0,89 Millionen aus der Zielgruppe stammten. Auf dem Gesamtmarkt waren Anteile von 6,3 Prozent möglich, bei den Jüngeren belief sich das Ergebnis auf 10,9 Prozent. Lässt man die vierte Folge außer Acht, kommt man auf Durchschnittswerte von 2,02 Millionen Sehern und einen Zielgruppeanteil von 11,6 Prozent. Zahlen, mit denen RTL sicherlich eher zufrieden sein kann.

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