Erwachsene Frauen machen einen drauf? In der britischen Serie «Hullraisers», die in Deutschland bei ZDFneo ausgestrahlt wird, ist das einfach nur peinlich.
Mit 34 Jahren ist das Leben vorbei – keine Partys mehr, keine durchtanzten und durchzechten Nächte und Vormittage, an denen einem der Schädel brummt und man sich wegen der Exzesse des vorherigen Abends übergeben muss. Stattdessen eigene Kinder, denen man abends etwas vorsingen muss, Hypotheken bis ans Lebensende und nervende Ehemänner. So sieht auch das Leben von Toni (Lea Brotherhead) aus, aber das soll sich jetzt ändern. Sie will endlich mal wieder feiern gehen, zusammen mit ihrer besten Freundin und Partymaus, die nachts die Straßen unsicher macht, nur um sie in ihrem Dayjob als Polizistin bei Tag wieder sicher zu machen.
Zusätzlich scheitert «Hullraisers» leider vollends daran, die Kulisse der Stadt Hull als interessanten Schauplatz zu nutzen. Obwohl die Serie auf den schlechten Ruf der Stadt anspielt, bleibt die Umgebung farblos und unbedeutend. Es fehlt an einer Atmosphäre, die die Handlung unterstützt und die Zuschauer in das Setting hineinzieht. So scheitert die Serie leider daran, eine interessante und mitreißende Geschichte über das Erwachsensein und den nie versiegenden Wunsch nach Freiheit zu erzählen. Die flachen Charaktere, der mangelnde Humor und die fehlende Tiefe trüben den ersten wie den letzten Eindruck leider erheblich. Die Party ist vorbei, bevor sie angefangen hat. 

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