Im Winter 2024 wanderten Sonja Zietlow und Jan Köppen wieder aus – und führten zu den Festspielen im Bereich Reality. Das muss weitergehen, meint Fabian Riedner.
Seit 20 Jahren fliegt RTL mit Sonja Zietlow und nach Dirk Bach und Daniel Hartwich ihrem inzwischen dritten Co-Moderator Jan Köppen mit Unterbrechungen in den australischen Dschungel. Im ersten Jahr waren die Verantwortlichen der Programmplanung so begeistert, dass 2004 gleich zwei Staffeln realisiert wurden. Nachdem Deutschland in einer Wirtschaftskrise steckte, musste der Ausflug nach Australien sogar pausieren.
Dabei begann die Staffel doch sehr spannend: Die Ex-Frau von Ralf Schumacher, Cora, ebenfalls bekannt durch zahlreiche Reality-TV-Shows, packte mit privaten Details zu Oliver Pocher aus. Außerdem deutete sie immer wieder an, dass sie sich dem Schumacher-Clan beugen musste. Dieser – in Form ihres Ex-Mannes und dem vor Jahren verunglückten Michael mitsamt Familie – ließ sich aber auf das Spiel nicht ein. Für den Zuschauer waren diese Details dennoch ausgesprochen spannend.
Die gesamte Crew in Australien liefert einen verdammt guten Job ab. Aufgrund der NFL-Übertragungen dauerte das Camp am Sonntagabend nur 30 Minuten. Auf der Brücke riefen Sonja Zietlow und Jan Köppen nur „Raus“, ehe eine High-Speed-Sendung produziert wurde. Das führte dazu, dass Leyla bei der Dschungelprüfung-Auswahl fragend in die Kamera starrte, ob das denn Zietlows und Köppens ernst gewesen sei, so schnell wie die beiden Moderatoren das Camp wieder verlassen hatten. Die frühere «Bachelor»-Kandidaten wusste scheinbar nicht, dass RTL auf die Tube drückt. Zugegeben: Bei der ersten Schnelldurchlauf-Sendung lief nicht alles glatt, schließlich wurde der Auszug von Cora Schumacher kurz vor der Show nicht wirklich thematisiert. Eine gute Quote hatte dann aber eben nicht nur der Sonntag, sondern vor allem auch die Montagssausgabe.
Schon vor dem Finale lichtet sich das Feld: Sarah Kern hat nicht ihre Krallen ausgefahren und musste deshalb nach Cora als Zweite gehen. «Topmodel»-Gesicht Anya Elsner vollführte keine Wandlung wie einst Larissa Marolt, der Auszug war ihr sicher. Fußballer David Odonkor blieb in seiner Leistung zu blass und fiel zum Schluss mit seltsamen T-Shirt-Forderungen auf, weshalb der Fernseh-Schiri die rote Karte hob. Felix von Jascheroff musste am Mittwoch gehen. Nachdem sich zwischen Mike und Layla eine Romanze entwickelt, musste nun Kim Viriginia Hartung gehen. Am Wochenende werden die Reality-Stars plus «No Angels»-Star Lucy unter sich das Game ausmachen.

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