Hintergrund

Buchclub: ‚Dann zittere ich halt‘

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Showmaster Frank Elstner schreibt über seine Parkinson-Erkrankung.

Die moderne Medizin hat dafür gesorgt, dass sich unsere Lebenserwartung signifikant verbessert hat. Während die Lebenserwartung im 19. Jahrhundert noch zirka bei 35 Jahren lag, so liegt diese heutzutage in Deutschland schätzungsweise bei 78 Jahren. Ein Meilenstein für die Medizin und für die Gesellschaft. Doch es hat dennoch auch Schattenseiten. Infolge der erhöhten Lebenserwartung, haben sich neue Krankheiten etabliert, welche das Alter erschweren. Alzheimer und Parkinson sind weitverbreitete Alterskrankheiten. Dabei ist Parkinson die zweithäufigste Krankheit nach Alzheimer, wenn es um neurodegenerative Krankheiten geht.

Somit geht die erhöhte Lebenserwartung auch mit neuen Herausforderungen einher. Das Essverhalten, die tägliche körperliche Betätigung und vieles mehr beeinflussen die Gesundheit im Alter. Doch gerade in der westlichen Himmelsphäre herrscht Bewegungsmangel, was oftmals mit einer ungesunden Lebensweise einhergeht. Deshalb ist es wichtig, sich eingehender mit der Thematik zu befassen, um präventive Maßnahmen zu ergreifen. Deshalb ist das Buch von Frank Elstner "Dann zittere ich halt" eine ideale Möglichkeit, sich präventiv über ein Krankheitsbild zu informieren. Aber auch Betroffene können mit dem Buch den richtigen Umgang mit ihrer Krankheit lernen.

Frank Elstner: ein betroffener Buchautor
Die Besonderheit des Buches ist, dass Frank Elstner selbst an Parkinson erkrankt ist. In Deutschland sind es mehr als 350.000 Menschen, die an der Krankheit leiden. Dennoch sind Menschen der Krankheit nicht hilflos ausgeliefert. Der medizinische Fortschritt kommt auch hier den Menschen zugute, sodass es möglich ist, die Krankheitssymptome zu lindern. Deshalb hat es sich der Autor Frank Elstner zum Ziel gemacht, Betroffenen Mut zu machen. Für die Erstellung des Buches hat er mit dem Neurologen Jens Volkmann zusammengearbeitet. Jens Volkmann leitet erfolgreich die neurologische Universitätsklinik in Würzburg. Zusammen haben sie, neben der Buchpublikation, weitere Projekte ins Leben gerufen. Im Jahre 2020 haben Frank Elstner und Jens Volkmann eine Parkinson Stiftung gegründet.

Der Autor hat in großer Mühe und in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Neurologen essenzielle Informationen zusammengestellt. Hier können Betroffene und Interessierte wichtige Informationen einholen. Es hilft dabei, die Krankheit zu akzeptieren und um Mut zu machen. Denn mit der aktuellen Medizin lässt sich die Erkrankung behandeln, auch wenn eine Heilbarkeit nicht möglich ist. Wer jedoch frühzeit reagiert, kann die Krankheitsentwicklung bremsen und die Symptomatik lindern. Im Buch werden wichtige Fragen beantwortet. Die Leser erfahren etwa, wie sich erste Anzeichen äußern, die auf eine Erkrankung hindeuten können. Vor allem geht es darum, die Krankheit in den Alltag zu integrieren. Betroffene bringen in Erfahrung, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und welche Medikamente helfen können und vieles mehr.

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