Interview

Marisa Burger: ‚Jeder Zuagroaste ist herzlich willkommen‘

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Am Dienstag endet mit der 482. Episode die aktuelle Staffel der «Rosenheim-Cops». Quotenmeter sprach mit der guten Seele des Kommissariats über die Corona-Pandemie, die daraus steigenden Einschaltquoten und über den Tod von Joseph Hannesschläger.

Sie haben mit Joseph Hannesschläger im Januar 2020 einen beliebten und bekannten Kollegen verloren. Wie geht man mit einem solchen Verlust um? Hatten Sie auch Supervisionen, um die Trauer zu bewältigen?
Joseph Hannesschläger hat die Serie mit seiner Rolle als Korbinian Hofer mitgeprägt. Wir wussten schon lange, dass es ihm gesundheitlich nicht gut ging. Dass er nicht mehr da ist, macht uns sehr traurig. Aber in unseren Herzen ist er noch lebendig. Ich konnte mich damit auseinandersetzen und für mich gut verarbeiten. Und wir wollen in seinem Sinne mit der Serie weitermachen.

«Die Rosenheim-Cops» stehen für blühende Wiesen und bestes Wetter zwischen München und den Alpen. Wann wird in und um Rosenheim gedreht?
Wir drehen in den Sommermonaten vornehmlich draußen und natürlich in Rosenheim.

Sie verkörpern mit Miriam Stockl die gute Seele des Kommissariats. Wie sind Sie an diese Rolle gekommen?
Durch ein Casting wurde ich für die Rolle besetzt. Zwar hat es erst im 2. Anlauf geklappt, dafür habe ich mich dann umso mehr gefreut.

Würden Sie gerne auch mal aus dieser Rolle ausbrechen und eine Verbrecherin verkörpern?
Die Schauspielerei ist mein absoluter Traumberuf und ich bin immer offen für neue Herausforderungen.

Zugegeben, die «Rosenheim-Cops» sind teilweise eine Parodie einer ernstgemeinten Serie. Macht die Serie deshalb so viel Spaß?
Bei einer Parodie habe ich das Gefühl, etwas satirisch nachzuahmen – das tun wir bei den «Rosenheim Cops» nicht. Wir nehmen unsere Figuren sehr ernst und haben einen feinen Wortwitz mit vielen kleinen bayerischen Feinheiten in Gestik und Mimik. Ich glaube, viele Menschen sehen uns gerne, weil sie sich mit den einzelnen Charakteren identifizieren.

Mit dem Start der Corona-Pandemie sind die Reichweiten und Quoten der «Roseheim-Cops» am Nachmittag massiv gestiegen. In meinem Umfeld schauen viele Menschen inzwischen die Serie, um sich von den Schlagzeilen abzulenken. Eine Freude, dass die Menschen mit Ihrem Format abschalten wollen?
Ich denke, in dieser schwierigen Zeit tut es gut, Erhellendes, Freundliches und Lustiges zu sehen. Wenn wir mit den «Rosenheim Cops» den Menschen eine Freude machen können, ist das doch wunderbar.

Bei den «Rosenheim-Cops» schauen immer wieder Vertretungskommissare vorbei. Baran Hêvîs Charakter kommt aus Passau, der Kollege Igor Jeftić stammt aus Hamburg. Zeigen die «Rosenheim-Cops» auch, wie umgänglich die Bayern mit den Kollegen sind?
Jeder „Zuagroaste“ ist herzlich willkommen mit der Bereitschaft, den einzelnen Rosenheimer Gepflogenheiten zu folgen.

Bavaria Fiction lässt derzeit nicht nur ein Primetime-Special drehen, sondern auch fast 30 neue Episoden. Ein Ende ist weder bei den «Rosenheim-Cops», noch bei Ihnen in Sicht?
Solange ich noch jeden Morgen gerne aufstehe, um ans Set zu fahren, bin ich mit meiner ganzen Freude dabei.

Zu guter Letzt: Inwieweit erschwerte und erschwert die Corona-Pandemie die Dreharbeiten? Kommen Sie trotz Testungen, Abstand und Maske gut voran?
Hier geht ein großes Lob an die Produktion. Wir haben ein sehr gutes Hygienekonzept. Klar, mag es für den einen oder anderen Zuschauer befremdlich wirken, wenn wir Abstandsregeln vor der Kamera einhalten müssen. Aber wir befinden uns gerade in einer besonderen Situation und Zeit.

Dankeschön!

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