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Gewinner des Jahres: Kevin Feige

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Jahr für Jahr wählt die Quotenmeter.de-Redaktion die Gewinner des Jahres – das können Personen sein, aber auch Firmen oder Konzepte. Einer unserer Gewinner des Jahres 2019: Marvel-Produzent Kevin Feige.

Über sein Privatleben können wir nur mutmaßen. Aber zumindest beruflich dürfte Kevin Feige seit 2008 kein schlechtes Jahr mehr erlebt haben: Der Produzent, Baseballmützen-Liebhaber und Präsident von Marvel Studios ist der Kitt, der hinter den Kulissen das Marvel Cinematic Universe zusammenhält. Das derzeit 23 Filme umfassende Kino-Franchise ist eine nunmehr elf Jahre lange Erfolgsgeschichte, die in Hollywood ihresgleichen sucht: Seit die Marvel Studios mit ihrer Formel, miteinander verknüpfte Filmreihen in die Kinos zu entlassen, immer und immer größere Kassenschlager hinlegen, versuchen zahlreiche Studios, ebenfalls dieses Konzept zu verfolgen – was oft genug gescheitert ist. Mal kommerziell, mal bei der Kritik, die andere Versuche, ein Filmuniversum zu erstellen, hölzerner und verkrampfter empfindet. Und mal scheiterten sie durch und durch.

Das MCU dagegen? Das steigerte sich zu neuen Superlativen: «Avengers || Endgame» ist mit 2,798 Milliarden Dollar Einspielergebnis zum weltweit erfolgreichsten Film der Kinogeschichte aufgestiegen (jedenfalls, wenn man die Inflation ignoriert). «Avengers || Endgame» ist zudem der erfolgreichste Film der Geschichte in weiterhin expandierenden (für die Zukunft des Kinos also bedeutsamen) Märkten wie Chile, Hong Kong und Brasilien geworden. Im noch wichtigeren Markt China ist «Avengers || Endgame» immerhin der erfolgreichste nicht-einheimische Kinofilm der bisherigen Geschichte – und im Vergleich zum Rest der Welt eher muffelig gegenüber Marvel eingestellten Deutschland hat das Superheldenepos die magische Grenze von fünf Millionen Ticketverkäufen durchbrochen.

Zuvor räumte dieses Frühjahr schon «Captain Marvel» an den Kinokassen ab: Bemerkenswerte zwei Millionen Menschen sahen den Film in Deutschland, global brachte es der in den 1990er-Jahren spielende Actionfilm auf 1,128 Milliarden Dollar. Derzeit befindet sich das Brie-Larson-Vehikel auf Rang 24 der weltweit erfolgreichsten Filme – direkt hinter «Spider-Man: Far From Home». Die von Kevin Feiges Marvel Studios für Sony Pictures produzierte Superhelden-Actionkomödie ist mit 1,132 Milliarden Dollar der erfolgreichste Sony-Film der bisherigen Kinohistorie. Und als erster MCU-Film nach «Avengers || Endgame» konnte «Spider-Man: Far From Home» zudem lautstark beweisen, dass das Kinopublikum auch nach diesem gigantischen Film weiterhin Lust auf das Marvel-Filmuniversum hat.

Feiges Führungsfähigkeiten und sein Gespür dafür, wie man dem Publikum gibt, was es will, aber ebenso sehr Erfolgsformeln frisch hält und stilistische oder inhaltliche Neuerungen bietet, von denen das Franchisepublikum noch nicht weiß, dass es sie will, haben ihm auch eine Beförderung eingebracht: Im Oktober dieses Jahres wurde Kevin Feige zum Kreativchef von Marvel Entertainment befördert. Damit wird der seit Jahren bestehende, logistische Graben zwischen den Marvel Studios auf der einen Seite und Marvel Comics, Marvel Television und Marvel Animation auf der anderen Seite überwunden.

Feige erhielt dieses Jahr einen verdienten David O. Selznick Achievement Award von der US-Produzentengewerkschaft, womit er mit vergleichsweise jungen 46 Jahren bereits eine Auszeichnung für sein Lebenswerk in den Händen hält. In den kommenden Jahren wird er sein Schaffen ausweiten und die auf kreativer Ebene bisher kränkelnde TV-Sparte Marvels mit neuen, ambitionierteren Serien aufpeppen. Und als lebenslanger «Star Wars»-Fan darf er sich einen Kindheitstraum erfüllen und einen Film in einer weit, weit entfernten Galaxis produzieren. Erfolgreicher konnte man im Medienjahr 2019 kaum sein. Herzlichen Glückwunsch, Kevin Feige!

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