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«The Big Bang Theory» - nächster Glückstreffer für ProSieben?

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In dem Format aus der Feder von Erfolgsproduzent Chuck Lorre treffen geekhafte Wissenschaftler auf eine hübsche Blondine. ProSieben zeigt die dritte Staffel erneut.

Dass US-Sitcoms auch in der Primetime erfolgreich sein können und nicht nur im Mittags- und Nachmittagsproramm versendet werden müssen, hat der Privatsender ProSieben bereits mehrfach eindrucksvoll unter Beweis gestellt. «Two and a half Men» machte den Anfang und wurde zum Quotengigant am Dienstagabend, der sogar den lange Zeit unschlagbaren Serien-Formaten wie «Dr. House» Paroli bieten konnte und auch noch tut. Einen Ausflug in das Spätabendprogramm hatte «Scrubs – die Anfänger» bereits erfolgreich hinter sich und somit durfte auch die letzte, neunte Staffel bis vor Kurzem am Dienstag um 22.15 Uhr ran. Auch «How I Met Your Mother» sorgt derzeit am Mittwochabend für gute Einschaltquoten und hält selbst bei der starken Fußball-Konkurrenz wacker durch. Nun erhält eine weitere US-Sitcom den Ritterschlag von ProSieben. Nachdem «The Big Bang Theory» bei dem Sender aus Unterföhring ein Jahr lang pausierte, hatte man die dritte Staffel bereits ab dem 7. Februar 2011 am Mittag – quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit – gezeigt. Da die neuen Folgen von «Scrubs» mit dem Staffelfinale in der letzte Woche erschöpft sind, wiederholt ProSieben jetzt die dritte Staffel von «The Big Bang Theory» dienstags um 22.15 Uhr und verhilft auch diesem US-Format zu einer höheren Relevanz beim deutschen Publikum.

Dr. Leonard Leakey Hofstadter (Johnny Galecki), Dr. Dr. Sheldon Lee Cooper (Jim Parsons), M. Eng. Howard Joel Wolowitz (Simon Helberg) und Dr. Rajesh Ramayan “Raj” Koothrappali (Kunal Nayyar) sind so strebsam, dass sie auf eine geekhafte Art und Weise dargestellt werden. Nebenan wohnt die hübsche Blondine Penny, gespielt von Kaley Cuoco. Sie steht mit ihrem gesunden Menschenverstand im krassen Gegensatz zu den vier Wissenschaftlern, doch auch sie ist klischeehaft überzeichnet.

«The Big Bang Theory» handelt dabei von einem Quartett von Naturwissenschaftler, von denen zwei in einer Wohngemeinschaft zusammenleben. Die US-Serie, die von dem Produzenten Chuck Lorre erfunden und entwickelt wurde, setzt dabei wie schon Lorres Erfolgshit «Two and a half Men» auf den einfachen, manchmal auch plump wirkenden Humor. Denn die Wissenschaftler in «The Big Bang Theory» sind als so intelligent charakterisiert, dass sie aufgrund ihrer Leidenschaft für die physikalischen Naturgesetzte jegliche sozialen Kompetenzen vermissen lassen und dabei auch vor allem mit Naivität glänzen. Letztlich war die Serie inhaltlich auch preiswürdig. Hauptdarsteller Jim Parsons gewann 2009 den «Television Critics Association Award» und ein Jahr später den Emmy. In diesem Jahr gewann er den Golden Globe Award in der Kategorie „Bester Serien-Hauptdarsteller – Komödie oder Musical“. Die Serie wurde ebenfalls 2009 mit dem «Television Critics Association Award» sowie 2010 mit dem «People’s Choice Award» jeweils als beste Comedy-Serie ausgezeichnet. Beste Voraussetzungen also, dass das Lorre-Format auch am Comedy-Dienstag von ProSieben mit Erfolg abschneiden kann. Die US-Serie kann dabei auch auf viele Gastrollen zurück blicken, formatübergreifend hat Chuck Lorre gar Charlie Sheen von «Two and a half Men» einen Episodenauftritt in der zweiten Staffel besorgt.

«The Big Bang Theory» wurde 2007 erstmals auf dem US-Network CBS ausgestrahlt. Dort blickt sie bereits auf eine rasante Erfolgsgeschichte zurück. Die ersten beiden Staffeln kamen richtig gut an, so dass das Format bereits im März 2009 um zwei weitere Staffeln verlängert wurde. Die dritte Staffel, die nun abermals bei ProSieben zu sehen ist, lief dann ab September 2009. Ein Jahr später folgte dann 2010 die vierte Staffel, die momentan noch auf CBS gezeigt wird. Doch bereits im Januar 2011 verlängerte CBS die Serie erneut frühzeitig um ganze drei (!) weitere Staffeln. Die Serie kommt damit auf insgesamt sieben Staffeln und wird mindestens bis zur Season 2013/2014 zu sehen sein. In Deutschland war «The Big Bang Theory» zwei Jahre nachdem die erste US-Folge ausgestrahlt wurde angekommen. Sie kam durchschnittlich auf 510.000 Zuschauer und hatte am Abend einen Marktanteil von 11,1 Prozent in der jungen Zielgruppe erreicht. Damit lag man damals jedoch unter dem Senderschnitt von ProSieben, das aber dennoch die zweite Staffel direkt anknüpfte. Die dritte Staffel war nun erstmals im Februar 2010 in Doppelfolgen zu sehen gewesen. Die Gesamtbilanz fiel positiv aus. In der Zielgruppe kam man durchschnittlich auf zwischen 12,9 Prozent und 11,9 Prozent Marktanteil. ProSieben hat die US-Sitcom nun ins Abendprogramm geholt. Wird auch dieser Ritterschlag gelingen?

Ein Einstieg mit der dritten Staffel der US-Serie dürfte dem deutschen Publikum nicht gänzlich leicht fallen, auch wenn die Episoden nur geringfügig aufeinander aufbauen und wie auch bei «Two and a half Men» & Co. sehr einfach gestrickt und leicht verdaulich daher kommen. Für die Fans der mehrfach ausgezeichneten Comedy-Serie dürfte eine Fortsetzung in der vierten Staffel schon eher gefallen, doch wird diese auch in Übersee gerade erst ausgestrahlt. In den neuen Folgen der dritten Staffel stehen für die vier Naturwissenschaftler und die Kellnerin Penny neue Herausforderungen an. Dabei ist es vorteilhaft zu wissen, dass Leonard und seine beiden Freunde Rajesh und Howard am Ende der zweiten Staffel kurzerhand beschlossen haben, den Vierten im Bunde, Sheldon, bei einem Experiment in der Arktis zu unterstützen – und das obwohl sie sich der Schwierigkeit bewusst waren. Die Blondine Penny entdeckte derweil Gefühle für Leonard. Aus diesem Grund setzte sie auch alles daran, dass er bei der Exkursion erst gar nicht teilnimmt.

Doch am Ende der zweiten Staffel brachte sie es nicht übers Herz, um genau dies zu sagen, dass er nicht fahren solle. Zu Beginn der dritten Staffel kehren die vier Wissenschaftler somit aus der Arktis zurück. Doch bald darauf stellen sie fast, dass ein wichtiges Experiment von Sheldon sabotiert wurde. Penny ist derweil sauer auf Leonard, der versucht die Wogen zu glätten. Der perfekte Start für die dritte Staffel der genialen Nerd-Sitcom, die jetzt im Abendprogramm ran darf. Ein zweiter Anlauf, der mit dem „Nordpol-Plan“ beginnt.

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