
Die «Glee» fasziniert Menschen rund um den ganzen Globus. Singles des «Glee»-Casts verkauften sich dabei mehr als 13 Millionen Mal, Alben wurden mehr als fünf Millionen Mal an den Mann oder die Frau gebracht. Drei Soundtrack-Alben gab es zu Staffel eins, darüber hinaus auch zwei EPs. Bei iTunes wurde zudem ein großes Album mit allen 100 Studio-Songs der ersten Runde veröffentlicht und während Staffel zwei wurde diese Schlagzahl bislang nicht verringert.
Neben CDs gibt es von «Glee» inzwischen auch zahlreiche DVDs und Blu-Rays – die Macher decken wirklich jede noch so kleine Nische ab. Zu den bekanntesten Songs der ersten «Glee»-Staffel zählt sicherlich das Cover des Hits „Don’t stop believing“ von Journey, das seine Premiere in der «Glee»-Version am Ende des Piloten feiert. Bei YouTube gibt es entsprechende Videos dazu in vielfältiger Ausführung; die meisten von ihnen wurden mehr als eine Million Mal angeklickt. Ähnlich erging es der Cover-Version von Katy Perrys Hit „Teenage dream“. Die «Glee»-Variante schaffte es binnen sechs Wochen auf weit mehr als sechs Millionen Aufrufe.

Die Musik von «Glee» verzaubert viele; unter anderem auch Madonna, der sogar eine ganze Episode gewidmet wurde. Eine Minderheit störte sich aber auch daran; wobei nicht ganz klar ist, ob entsprechende Bands durch einen Boykott nicht einfach nur in die Presse wollten. Bryan Adams und Coldplay beispielsweise verboten den Machern im Jahr 2009 ihre Songs zu interpretieren. Im Jahr 2010 nahmen die Musiker diese Entscheidung immerhin wieder zurück.
Für die zweite Staffel hatte Serienschöpfer Ryan Murphy angekündigt noch mehr populäre Musik zu verwenden, um die Serie somit noch mehr auf die werberelevanten 18- bis 49-Jährigen zuzuschneiden. Für die musikalischen Ergüsse wurde der Cast in den vergangenen Monaten mit Preisen überschüttet. Jüngst gewann man gleich zwei „People Choice Awards“, wurde für die NAACP Image Awards nominiert und darf auch auf einen der renommierten Brit Awards hoffen. Hier ist «Glee» in der Kategorie „International Breakthrough Act“ vorgesehen.
Kurzum: Dank des riesigen musikalischen Erfolgs von «Glee» - mitsamt Tournee – ist die Serie für die Macher eine wahre Goldgrube. Denn: Eine Episode der Serie kostet rund drei Millionen Euro – sie ist aber wegen der cleveren Verwertungskette ein Vielfaches wert. Ähnlich gut verdient nur der Disney-Konzern mit seinen Formaten wie «Hannah Montana».