Unmittelbar vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft setzt das ZDF am Sonntag, 7. Juni 2026, um 23.45 Uhr auf Nostalgie und nationale Fußballgeschichte. Die Dokumentation «Terra X History» „Rudi Völler – Eine deutsche Fußball-Legende“ widmet sich einem Mann, der den deutschen Fußball über Jahrzehnte geprägt hat – auf dem Platz, an der Seitenlinie und in den Funktionärsetagen.Im Zentrum steht Rudi Völler, dessen Karriere vom bodenständigen Talent aus Hanau bis zur nationalen Identifikationsfigur reicht. Die Doku zeichnet seinen Weg chronologisch nach und kombiniert Archivmaterial mit Erinnerungen prominenter Weggefährten wie Sepp Maier, Thomas Berthold und Klaus Augenthaler.
Völlers Karriere beginnt bei den Offenbacher Kickers, wo er früh als Torjäger auf sich aufmerksam macht. Bereits Anfang der 1980er-Jahre gehört er zu den besten Stürmern des Landes, wird Torschützenkönig und als „Deutschlands Fußballer des Jahres“ ausgezeichnet. Der Durchbruch in der Nationalmannschaft lässt nicht lange auf sich warten.
Besonders prägend sind die Weltmeisterschaften 1986 und 1990. 1986 steht Völler mit der deutschen Mannschaft im Finale gegen Argentinien. Nach einem dramatischen Spielverlauf gelingt es Deutschland zwar, einen Rückstand aufzuholen – am Ende reicht es jedoch nur zum Vize-Titel. Vier Jahre später folgt der große Triumph: Deutschland wird Weltmeister. In Erinnerung bleibt dabei auch die berüchtigte Szene mit dem niederländischen Spieler Frank Rijkaard, der Völler anspuckt – eine der ikonischsten Episoden der WM-Geschichte.
Doch die Dokumentation zeigt nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch die Ecken und Kanten des Protagonisten. Legendär ist etwa der TV-Wutausbruch von 2003 gegen Moderator Waldemar Hartmann, der Völlers Image als emotionaler, manchmal impulsiver Charakter prägte. Gerade diese Authentizität scheint ein Schlüssel zu seiner anhaltenden Popularität zu sein: Völler wirkt nie geschniegelt, sondern immer nahbar – ein „Typ zum Anfassen“.
Nach seiner aktiven Karriere bleibt er dem Fußball eng verbunden. Als Teamchef führt er die deutsche Nationalmannschaft 2002 überraschend ins WM-Finale und wird erneut Vize-Weltmeister. Es folgen Stationen als Trainer und Manager, insbesondere bei Bayer Leverkusen, wo er über Jahre hinweg eine prägende Figur bleibt. Immer wieder kehrt Völler in entscheidenden Momenten zurück – als Krisenmanager, als Übergangslösung, als „Mann für alle Fälle“. Seit 2023 ist er Sportdirektor der deutschen A-Nationalmannschaft und damit erneut in einer Schlüsselrolle tätig. Die Dokumentation greift auch die Frage auf, welche Zukunft ihm noch bevorstehen könnte – bis hin zu Spekulationen über ein mögliches Amt an der Spitze des DFB.







«Fleisch»: Neues Drama in der Nacht

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