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«Will & Grace»

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Der Fernsehsender ProSieben strahlte die zehnte Staffel der US-Sitcom unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Als Reaktion setzte man die elfte Season hinterher.

Die Geschichte von «Will & Grace» ist herzzerreißend. ProSieben strahlte die Serie lange Jahre am Nachmittag aus, ehe Sat.1 die letzten Folgen gegen 04.00 Uhr ausstrahlte. Als NBC eine Fortsetzung angekündigte, waren die Programm-Macher von früher schon lange aus Unterföhring verschwunden, weshalb 2018 allen Ernstes eine Ausstrahlung in der Primetime angekündigt wurde. Am Freitag, den 5. Januar 2024, begann ProSieben mit der Wiederholung der zehnten Staffel am Morgen. Das ist die zweite Revival-Staffel.

„Der Westside Griesgram“ kam auf verhältnismäßig tolle 0,08 Millionen Zuschauer ab drei Jahren, die Ausstrahlung ab 07.50 Uhr fuhr zwei Prozent Marktanteil ein. Mit 0,05 Millionen Werberelevanten fuhr man sagenhafte 5,8 Prozent Marktanteil ein. Das hört sich gut an? Das ist mit das Beste, was die Serie bei ProSieben holte. Am Montag sendete ProSieben kein «Will & Grace», weshalb die zweite Folge erst am Dienstag um 07.40 Uhr auf dem Programm stand. 0,03 Millionen Menschen sind schon eher das, was die Sitcom meist brachte. 0,8 Prozent Marktanteil waren die Folge. 0,01 Millionen 14- bis 49-Jährige schalteten ein, es wurden eineinhalb Prozent Marktanteil generiert.

Die Folge drei hieß „Tex and the City“ und wurde am Mittwoch, den 10. Januar, um 07.40 Uhr wiederholt. Rund 0,07 Millionen Menschen sahen zu, wovon 0,03 Millionen zwischen 14 und 49 Jahre alt waren. Der Zielgruppen-Marktanteil wurde auf 3,7 Prozent beziffert. Die übrigen zwei Episoden der zweiten Woche schnappten sich 2,4 und 1,0 Prozent Marktanteil.

Die dritte Woche begann mit der Geschichte „Schwul wie Lincoln“ und sicherte sich ab 07.15 Uhr 40.000 Zuschauer und daraus waren 10.000 zwischen 14 und 49 Jahre alt. Der Zielgruppen-Marktanteil wurde auf 1,5 Prozent beziffert. Am Mittwoch waren 20.000 Werberelevante dabei, sodass sich der Marktanteil auf 2,9 Prozent „verbesserte“. Der Donnerstag brachte gerundet gar keine Werberelevante, was den Verfall von ProSieben in die Bedeutungslosigkeit aufzeigt. Immerhin wurden 0,5 Prozent Marktanteil gemessen. Der Freitag brachte 6,2 Prozent in der Zielgruppe.

Die Wiederholungen der zehnten «Will & Grace»-Staffel erreichte im Durchschnitt 0,04 Millionen Zuschauer und 1,1 Prozent Marktanteil. Am Morgen schalteten 0,02 Millionen Zuschauer ein, der Marktanteil belief sich auf 2,1 Prozent. ProSieben-Chef Johannes Hiller scheint sich dem Debakel nicht bewusst zu sein, denn seit 7. Februar wiederholte man auch die elfte «Will & Grace»-Staffel. Zum Glück löst «Fresh of the Boat» die Homosexuellen-Sitcom ab 7. März 2024 ab. Schließlich schaut ohnehin keiner zu.

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