Quotennews

«Staying Alive»: Der Patient hat keinen Puls mehr

von

ProSieben wird das umstrittene Konzept als verfehltes Experiment abhaken müssen.

Letzte Woche Samstag am 25. April debütierte eine neue Musik-Show bei ProSieben. In «Staying Alive - Stars singen mit Legenden» performten Musikstars der Gegenwart im Duett mit toten Künstlern wie Whitney Houston, Elvis Presley, Amy Winehouse und Freddie Mercury. Erzeugt wird der Effekt durch eine Nachbearbeitung mit KI-Avataren. Der Auftakt der kontrovers diskutierten Prämisse sicherte sich allerdings nur enttäuschend blasse 6,2 Zielgruppen-Prozent durch 0,19 Millionen . Insgesamt standen nur 0,69 Millionen (3,6 Prozent) auf dem Papier. Will die Sendung ihre Zukunftsperspektive verbessern, wird sie sich mit ihrer zweiten Ausgabe deutlich steigern müssen.

Doch auch die zweite Folge der neuen Show war nun mangelhaft unterwegs: Die Sendung sicherte sogar noch deutlich niedrigere 4,6 Prozent durch weiter nachgelassene 0,14 Millionen Fernsehzuschauer in der Zielgruppe - das ist eine Blamage für ProSieben. Die Sendung wird vor diesem Hintergrund sicherlich keine Zukunft haben. Insgesamt standen auch nur 0,51 Millionen auf dem Papier, das führte zu völlig desolaten 2,8 Prozent. Im Anschluss sendete ProSieben die erste Folge aus der letzten Woche. Diese holte nur 0,04 Millionen umworbene Zuschauer und brutal mickrige 2,2 Prozent. Bei den Älteren standen reduzierte 0,22 Millionen auf dem Papier, der Marktanteil lag bei sehr zähen 2,5 Prozent.

Schwestersender Sat.1 hatte an diesem Samstag hingegen immerhin ein paar Zugewinne zu verzeichnen - für die Morgen-Schiene gesprochen. Dort wurde erneut das «Frühstücksfernsehen am Samstag» auf Sendung gelassen. Das Einschaltverhalten der Umworbenen belief sich auf gestiegene und letztlich solide 8,7 Prozent bei 0,06 Millionen Werberelevanten, die im Gegensatz zu den Vorwochen vom Anteil wieder deutlich über der Sendernorm lagen - zuletzt war die Sendung deutlich eingebrochen auf schlechte bis mittelmäßige Dimensionen zwischen vier und sieben Prozent. Allerdings trug sehr sonniges Wetter wohl auch dazu bei, dass bereits eine überschaubare Reichweite langte. Bei der Gesamtzuschauerschaft belief sich die Performance auf ebenfalls optimierte 6,7 Prozent - 0,28 Millionen insgesamt waren dabei.

© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/171391
Finde ich...
super
schade
Teile ich auf...
Kontakt
vorheriger ArtikelNitro-Sensation: Schalke-Aufstieg sichert Markführerschaft vor «DSDS» nächster ArtikelLeon Windscheid fragt: Wie gelingt gutes Altern?
Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel

Letzte Meldungen


Mehr aus diesem Ressort


Jobs » Vollzeit, Teilzeit, Praktika


Surftipp


Surftipps


Werbung