Köpfe

Chris 'Mr. Pumpernickel' Howland ist tot

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Der legendäre Discjockey, Radio- und Fernsehmoderator ist am Wochenende im Alter von 85 Jahren verstorben.

Das Schwerste an einer Idee ist nicht, sie zu haben, sondern zu erkennen, ob sie gut ist.
Chris Howland übers Arbeiten in den Medien
Die deutsche Fernseh- und Radiowelt hat eine Legende verloren: Wie am Montagmittag bekannt wurde, verstarb in der Nacht von Freitag, dem 29. November, auf Samstag, den 30. November, der Schauspieler, Sänger und Moderator Chris Howland. Der in London geborene Entertainer wurde 85 Jahre alt. Er starb in seinem Wohnort Rösrath bei Köln.

Howlands Karriere begann im Jahre 1946, als er einen Job beim Radiosender der Britischen Armee im besetzten Hamburg annahm. Rasch erarbeitete er sich eine treue Fangemeinde in der deutschen Bevölkerung, die ihm 1952 auch zum NWDR folgte, wo er als Discjockey tätig war. Durch seinen markanten Akzent und seine knarzige Stimme stach Howland, der sich selbst den Spitznamen „Heinrich Pumpernickel“ gab, aus dem sonstigen Programm heraus und bestach zudem mit einem ganz eigenen Humor.

Es folgten Auftritte in zahlreichen Filmproduktionen und auch Gehversuche als Schlagersänger, zudem brachte er 1961 das britische Format «Vorsicht Kamera» nach Deutschland, womit er den Vorläufer für «Versteckte Kamera», «Verstehen Sie Spaß?» und Co. präsentierte. Bis zuletzt moderierte er eine eigene Sendung bei WDR 4.

WDR-Intendant Tom Buhrow äußert sich mit großem Bedauern über den Tod Howlands: „Der Begriff ,Legende’ wird oft und viel zu häufig benutzt, doch Chris Howland war wirklich eine. Unzählige Deutsche haben durch ihn in den 1950er Jahren die neuen Hits aus der internationalen Musikszene kennengelernt, er hat sie zum Lachen und zum Tanzen gebracht. Mit seiner Sendung «Spielereien mit Schallplatten» hat er WDR-Geschichte geschrieben. Es ist schwer vorstellbar, dass wir fortan auf seinen markanten Akzent, seinen britischen Humor und seine exquisite Musikauswahl verzichten müssen.“ 

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