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Das «NCIS»-Universum: Einst ein Hit, heute eins von vielen

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Das «NCIS»-Franchise hat seine besten Zeiten hinter sich. Zwei der drei Serien verbleiben beim Sender Sat.1, eine aber muss nun schon den Weg zu kabel eins antreten.

Verstärkung geholt für seinen Freitagabend hat sich kabel eins. Der kleine Münchner Sender wird ab Ende der Woche die dritte Staffel von «Navy CIS: New Orleans» zeigen. Die 46 in Deutschland schon gezeigten Episoden liefen immer in Sat.1. Allzu großer Erfolg stellte sich dort aber nicht an. 8,3 und 8,4 Prozent Marktanteil holten die jeweils 23-teiligen Staffeln im Durchschnitt. Staffel zwei war in zwei Teile zerstückelt: Im ersten Lauf kamen von elf Folgen immerhin noch vier auf zweistellige Quoten – in der Spitze lag man sogar bei mehr als zwölf Prozent. Der zweite Durchgang aber holte zwischen Oktober 2016 und Januar 2017 maximal 9,1 Prozent und lief für Sat.1-Verhältnisse schlicht zu schwach.

Da kommt es ganz gelegen, dass auch kabel eins einen erhöhten Bedarf an guter Ware für den Krimi-Freitag hat. Beim Münchner Sender lief es auf diesen Slots zuletzt ziemlich suboptimal. Seit Jahresbeginn kamen nur vier 20.15-Uhr-Sendungen überhaupt auf Quoten über Senderschnitt – eine dieser Sendungen war der an einem Feiertag programmierte Tierfilm «Die lustige Welt der Tiere». «Navy CIS»-Re-Runs, die jüngst den Freitag bei kabel eins eröffnet hatten, lagen zuletzt konsequent unter der Marke von vier Prozent. Die Erwartungen an die frischen Fälle aus New Orleans dürften also nicht so hoch. Alles, was in Richtung fünf Prozent bei den Umworbenen geht, wäre wohl schon eine Art Achtungserfolg.

Nur: Hat die Marke überhaupt noch so viel Kraft? Selbst das Mutterformat, das über Jahre hinweg eines der Glanzlichter von Sat.1 war, ist heute eher ein Schatten seiner selbst. Die 14. Staffel erreichte montags in Sat.1 bisher nur zwei Mal Werte oberhalb von zehn Prozent. Mit gut neun Prozent läuft es bestenfalls durchwachsen für das Format mit Mark Harmon. Die Quoten befinden sich somit weiter auf Sinkflug. Kam Staffel 12 noch auf durchschnittlich elf Prozent (und das sonntags!), holte Staffel 13 9,5 Prozent.

Montag? Lieber nicht!


In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass die Fangemeinde des Formats möglicherweise auch den Sendeplatzwechsel nicht für gut befunden hat. Die Folgen der 13. Season, die noch sonntags liefen, kamen im Schnitt auf etwas mehr als zehn Prozent, am Montagabend fielen die Geschichten auf weniger als acht Prozent. Zumindest in dieser Sicht hat sich das Format nun in der 14. Runde mit bis dato rund achteinhalb Prozent etwas gefangen. Dass man 2010 etwa noch durchschnittlich auf über 16 Prozent kam, ist eine andere Geschichte…

So passt es ins Bild, dass das «Navy CIS»-Universum inzwischen deutlich schlechter angenommen wird als früher. Dritte Serie im Bunde ist «Navy CIS: Los Angeles», das die zweitälteste der drei. Auch hier krankten die Quoten zuletzt – mit 8,9 Prozent nach 18 Episoden der achten Staffel landete man aber immerhin in etwa auf Höhe der Sat.1-Norm. Unklar ist, wo die Serie fortgesetzt wird. Vielleicht geben die Freitags-Quoten der New Orleans-Geschichten ja einen ersten Hinweis auf die künftige Heimat.

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