Seit fast 20 Jahren sendet VOX die Show «Das perfekte Dinner», die am 6. März 2006 startete. Bereits im November 2005 lief eine zweiwöchige Pilotphase, mit der man das Konzept erproben wollte. Im Laufe der Jahre baute die Kölner Fernsehstation die Sendung weiter aus und nahm dafür beispielsweise die tägliche Fernsehsendung «Prominent!» aus dem Programm. Seit vielen Jahren dauert die Show 75 Minuten, angefangen hatte der damalige VOX-Chef Frank Hoffmann jedoch mit lediglich 45 Minuten.Das Original «Come Dine with Me» startete beim britischen öffentlich-rechtlichen Sender Channel 4 bereits im Januar 2005 und wurde zuletzt im März 2025 ausgestrahlt. In Großbritannien betrug die Sendezeit rund 23 Minuten, da der Sender zusätzlich etwa sieben Minuten Werbung ausstrahlte. Die Laien-Kochshow wurde in zahlreiche Länder exportiert. In den Vereinigten Staaten versuchten sich sowohl TLC als auch Lifetime an dem Format, in Südafrika lief die Sendung bei BBC Lifestyle, in Kanada wurde die Show beim Sender W ausgestrahlt. Insgesamt wurde das Format von Argentinien bis Neuseeland adaptiert.
Auch in der Schweiz versuchte sich der Fernsehsender TeleZüri vor über 15 Jahren an dem Konzept. Damals hieß das Projekt «Swiss Dinner», ehe es einen neuen Anlauf beim öffentlich-rechtlichen Sender SRF1 gab. Zwischen 2014 und 2019 produzierte ITV Studios Germany für das Schweizer Fernsehen «Mini Beiz, dini Beiz», eine an «Mein Lokal, dein Lokal» angelehnte Variante. Später folgte «Mini Schwiiz, dini Schwiiz». Inzwischen setzt SRF1 jedoch auf «Mini Chuchi, dini Chuchi», das in nur 15 Minuten jeweils einen Tag von «Das perfekte Dinner» abbildet.
Obwohl die Schweizer Version im Vergleich zum deutschen Pendant stark gekürzt ist, fallen die Quoten für SRF1 mittelmäßig bis gut aus. Am Montag, den 12. Januar 2026, schalteten um 18.08 Uhr rund 0,19 Millionen Fernsehzuschauer ein, was einem Marktanteil von 25,1 Prozent entsprach. Die Ausgabe zum Thema „Gerschte“ verbuchte 0,034 Millionen Zuschauer im Alter von 15 bis 59 Jahren, was einem Marktanteil von 14,5 Prozent entsprach.
Die Sendung aus der Schweiz ist eine Stunde kürzer als «Das perfekte Dinner» und verzichtet auf zahlreiche bekannte Elemente. Ein ausführliches Kennenlernen der Kandidaten findet vor der Kamera kaum statt, die Interviews mit den Teilnehmern werden meist direkt auf dem Bordstein vor dem Haus des Gastgebers geführt. In der deutschen Version werden dagegen verschiedene Locations in den Städten besucht. Auch die Hometour ist stark verkürzt, da in nur einer Viertelstunde immerhin zwei Gänge serviert werden müssen.
Produktionstechnisch ergibt das Format von ITV für SRF1 nur bedingt Sinn, da pro Tag lediglich eine Sendung hergestellt wird. Allerdings läuft im Anschluss bereits «Zu Tisch», das immerhin auf 0,157 Millionen Zuschauer kommt. Der Marktanteil lag bei 22,5 Prozent, bei den jüngeren Zuschauern wurden 15,7 Prozent erreicht. Die Informationssendung «Schweiz Aktuell» verbucht ab 19.00 Uhr bereits rund 400.000 Zuschauer, die Schweizer «Tagesschau» sehen sogar fast 750.000 Menschen.
«Mini Chuchi, dini Chuchi» erreichte am Dienstag, den 13. Januar, etwas mehr als 0,18 Millionen Zuschauer, der Marktanteil verharrte jedoch bei 19,0 Prozent. Dennoch schlug man beispielsweise die Sendung «Zu Tisch», die an diesem Tag in Nordbaden unterwegs war. Am Mittwoch kam die Schweizer Version von «Das perfekte Dinner» auf 0,195 Millionen Zuschauer und starke 26,5 Prozent Marktanteil, im Anschluss erreichte eine Dokumentation aus dem griechischen Meteora immerhin 0,145 Millionen Zuschauer und 20,8 Prozent. Am Donnerstag wollten 0,175 Millionen Zuschauer das «Dinner» sehen, der Sender SRF1 erzielte 23,2 Prozent Marktanteil. Das Nachfolgeformat kam auf 0,149 Millionen Zuschauer und 21,4 Prozent. Angesichts dieser Zahlen dürfte «Mini Chuchi, dini Chuchi» noch länger im Programm von SRF1 verbleiben.







Quotencheck: «Brisant»
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