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Israels «ESC»-Show «Der nächste Star» verliert an Zugkraft

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Mit «Rising Star» setzt Israel erneut auf eine große Talentshow für den Eurovision Song Contest, doch die jüngste Staffel verlor gegenüber dem Vorjahr spürbar an Reichweite.

Der Eurovision Song Contest findet am 16. Mai in der Wiener Stadthalle statt. Für Deutschland zieht Sarah Engels ein, die vor allem größere Bekanntheit durch ihren Ex-Mann Pietro Lombardi erhielt. In Deutschland, in dem rund 85 Millionen Menschen leben, entschieden sich am Samstag im Durchschnitt 3,65 Millionen Menschen für die dreistündige Show, die einen starken Marktanteil von 18,1 Prozent holte.

In Israel vertraut man auf eine sehr bekannte Show: «Rising Star» (In Israel: «Der nächste Jahr») , die einst bei RTL getestet wurde. Die Auftaktsendung Ende August 2014 sahen 2,25 Millionen Fernsehzuschauer, der Marktanteil lag mit 8,4 Prozent weiter unter dem Senderschnitt. Auch beim werberelevanten Publikum lief es für damalige Verhältnisse mit 1,39 Millionen und 14,2 Prozent nur mittelmäßig. In Israel ist die Zahl der Fernsehsender deutlich geringer, dort leben auch nur zehn Millionen Menschen. Vergleichbar ist das Land mit Österreich, lokale Ableger wie «Pop Idol» oder «Popstars» gab es zum Zeitpunkt der interaktiven Show nicht.

Die Talentshow «Der nächste Star» ist eine Produktion von Keshet und Teddy Productions und startete beim Fernsehsender Keshet, ehe das Format im Jahr 2017 auf Keshet 12 landete. Es ist eine Fortsetzung der Show «Kohav Nolad» und soll vor allem Gesangstalente fördern. Aus diesem Grund wird die Sendung für die Qualifikation für den Eurovision Song Contest genutzt. Als der Fernsehsender die Show ausfallen ließ, versuchte der Mitbewerber Kan 11, die Vorreiterrolle zu übernehmen. Keshet 13 versuchte mit «X Factor Israel» den Zuschlag zu bekommen.

Die Show unterteilt sich in sechs Phasen: Es gibt einen Test vor Juroren, ehe im zweiten Teil die Kandidaten live auf der Bühne singen. Die Zuschauer müssen via App mindestens mit 70 Prozent „Ja“-Stimmen votieren, damit ein Kandidat weiterkommt. Schließlich kommt ein weiterer Test, den die Kandidaten gemeinsam mit 75 Prozent bestehen müssen. In der vierten Runde kommt es zu einem Duell zwischen den Teammitgliedern, wobei der Mitbewerber zunächst verdeckt auftritt und die Stimme des Vorgängers übertönen muss. In der Duettphase im fünften Teil singen die verbleibenden Teilnehmer gemeinsam und versuchen, den Vorhang zu heben. Schließlich qualifizieren sich vier Kandidaten für das Finale, das am Ende einer gewinnen wird.

Im vergangenen Jahr gewann Yuval Rafael die israelische Show, ehe sie in die Schweiz fuhr. Die Nachwuchskünstlerin, die den 7. Oktober überlebte, musste sich zwischen dem 10. November 2024 und dem 22. Januar 2025 in insgesamt 33 Shows beweisen. Die Premiere der Staffel verfolgten 0,52 Millionen Fernsehzuschauer, die Show verbuchte 20,3 Prozent Marktanteil. Zwischenzeitlich – vor allem im Dezember – gab es Ermüdungserscheinungen. Im Januar zogen die Reichweiten wieder auf mehr als 500.000 Zuschauer an. Das Semifinale erreichte 0,65 Millionen, die vorletzte Show 0,42 Millionen. Die Show, in der das Lied ausgewählt wurde, kam nur auf 17,1 Prozent. Das Finale verbuchte 0,77 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil lag mit 27,7 Prozent erneut auf einem Spitzenwert.



Im Vorfeld der 13. Staffel von «Rising Star» gab es Kritik an dem Juror Ran Danker, der von der Show ausgeschlossen werden sollte. Der Fernsehsender gab nach, es wurden zahlreiche Gastjuroren eingeladen. Die Premiere im November 2025 erreichte 0,43 Millionen Zuschauer und kam auf 17 Prozent Marktanteil. Bereits Ende November wurden nur 0,34 Millionen Zuseher verbucht. Im Januar wurden deutlich bessere Werte erzielt. Wie schon im Vorjahr verbuchte das Semifinale mit 0,57 Millionen Zusehenden den zweitbesten Wert, die Liedauswahl danach enttäuschte mit 0,37 Millionen. Das Finale, das Noam Baten gewann, erreichte am 20. Januar 0,69 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil lag bei 24,0 Prozent. Im Durchschnitt sahen 0,44 Millionen Zuschauer die neue Staffel, die auf 16,9 Prozent Marktanteil kam. Im Vorjahr wurden noch 0,50 Millionen und 19,5 Prozent verbucht.

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