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Quotenhit in Frankreich: Findet «Erica» bald ein Zuhause im deutschen TV?

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Julie De Bona und Patrick Saab gehen ab Anfang März wieder auf Verbrecherjagd. Der Fernsehsender TF1 hat sechs neue Geschichten angekündigt.

Der französische Privatsender TF1 hat im vergangenen Jahr die Serie «Erica» gestartet, in der eine Schriftstellerin namens Erica (Julie De Bona) und ein Polizeikapitän (Grégory Fitoussi) Verbrecher jagen. Obwohl sich der Plot zunächst wie die US-amerikanische Serie «Castle» aus der Feder von Andrew W. Marlowe anhört, hat die französische Serie eine andere Vorlage.

Die Serie «Erica» basiert auf den Romanen der schwedischen Autorin Camilla Läckberg, die der schwedische Sender Sveriges Television gemeinsam mit dem ZDF bereits in «Camilla Läckberg – Mord in Fjällbacka» verfilmte. Obwohl es in Deutschland nur sechs 90-Minüter gab, haben die Franzosen ein bisschen mehr Blut geleckt. In Deutschland erreichte die erste Staffel am Sonntagabend bis zu drei Millionen Fernsehzuschauer, und auch bei den 14- bis 49-Jährigen liefen die Verfilmungen in den überwiegenden Fällen gut. Das Staffelfinale holte Mitte März 2014 3,01 Millionen Zuschauer, die bis 23.30 Uhr wach blieben.

Nach der Produktion der schwedisch-deutschen Serie hat Autorin Läckberg vier weitere Romane verfasst, die sich für eine Verfilmung lohnten. In Frankreich war Martin Rea für die Umsetzung verantwortlich. Erneut war dies ein Projekt von TF1 und dem französischen Sender La Une. Aufgrund von Terminproblemen lief die Erstausstrahlung allerdings zunächst in der französischsprachigen Schweiz beim Fernsehsender RTS1, allerdings liegen hier keine Einschaltquoten vor. Das passiert in der Pilotfolge, die auf dem Roman "Die Eisprinzessin schläft" basiert: Unterwegs in ihre Heimatstadt, um mit ihrer Schwester den Nachlass ihres Vaters zu regeln, trifft die Krimiautorin Erica Faure ihre Jugendfreundin Alexandra, die sie zum Abendessen einlädt. Als Erica am Abend bei Alexandra ankommt, findet sie diese jedoch tot in der Badewanne vor. Ihre Handgelenke sind aufgeschnitten und sie hält eine Rasierklinge in der Hand. Da Polizeihauptmann Patrick Saab – ihrer Meinung nach etwas zu voreilig – zu dem Schluss kommt, dass es sich um Selbstmord handelte, beschließt Erica, sich an den Ermittlungen zu beteiligen.

Die erste Episode debütierte am 6. Januar 2025 mit 4,140 Millionen Fernsehzuschauern und einem Marktanteil von 21,3 Prozent, bei den Frauen bis 50 Jahren wurden 29,3 Prozent eingefahren. Zwischen 22.10 und 23.10 Uhr blieben 3,510 Millionen Menschen wach, der Marktanteil stieg auf 23,0 Prozent bei allen sowie 31,1 Prozent bei den Frauen – die Marktführung war sicher. Sieben Tage später erzielte die dritte Folge 4,140 Millionen, während die Geschichte Nummer vier 3,360 Millionen Zuschauer erreichte. Es wurden 21,0 und 23,3 Prozent eingefahren, bei den für die Werbung relevanten Frauen waren es 25,2 und 26,2 Prozent. Die beiden letzten Folgen wurden auf den 20. Januar terminiert und sicherten sich 3,930 und 3,510 Millionen Zuschauer, damit fuhr man weiterhin die Marktführung ein. Die Marktanteile lagen bei 20,0 und 21,6 Prozent, bei den jungen Frauen verbuchte die Serie jeweils 23,3 Prozent. Am 5. März 2026 startet die neue Staffel, die allerdings vom Montag auf den Donnerstag wechselt.

Im französischsprachigen Teil von Belgien erreichte «Erica» am Sonntag, den 5. Januar 2025, ab 20.50 Uhr 0,368 Millionen Fernsehzuschauer. Eine Woche später erreichten die Folgen drei und vier bereits 0,408 Millionen Zuseher. Der finale Part verbuchte 0,390 Millionen Zuschauer. Jede einzelne Ausstrahlung der Serie landete auf der Pole Position, weshalb sich auch La Une auf eine Fortsetzung einließ. In Deutschland hat «Erica» noch keinen Sendeplatz gefunden, allerdings wird es im Frühjahr bereits insgesamt zwölf Episoden geben. Diese könnten durchaus wieder zum ZDF passen, aber auch der NDR sucht nach einem «HIP»-Ersatz.

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