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Erwartet schwacher Start für «sonntags.live»

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Kein berauschender Sonntag für RTL: Zahlreiche Neustarts führen zu 14,7 Prozent Tagesmarktanteil bei den Umworbenen. Wie es für den «VIP Bus» und «Vermisst» lief…

Unsere Kritik zu «sonntags.live»

Insgesamt ist «sonntags.live» ein durchaus löbliches Projekt von RTL, das ohne die ganz große Sensationsgier auskommt und zu Großteilen auch auf einem öffentlich-rechtlichen Sender vorstellbar ist. Die Verantwortlichen bemühen sich unverkennbar um einen vielfältigen und ausgewogenen Themenmix, schaffen es zumindest bei der Premiere allerdings noch nicht, gleichzeitig eine wohlige Atmosphäre zu kreieren. Elementare Erkenntnisse oder fundierte Gespräche mit Substanz sollte man hierbei allerdings nicht erwarten.
Manuel Nunez Sanchez
Seit Sonntag hat RTL einen neuen Ablauf am siebten Tag der Woche – mit gleich drei neuen (oder wiederkehrenden) Formaten starteten die Kölner in den Advent. Dabei stach sicherlich das neue Live-Magazin «sonntags.live» heraus, das zum einen wohl dem «Doppelpass» einen Teil der Zuschauer abspenstig machen soll, zum anderen aber auch auf das Publikum des erfolgreichen «Fernsehgartens» im ZDF (aktuell in Winterpause) abzielt. Die Erwartungen seitens der Macher wurden schon vor dem Start gedämpft, man verwies darauf, dass die Quoten auf dem Sendeplatz am Sonntag um zwölf Uhr bisher recht niedrig waren. Und so verlief der Start auch alles andere als stark:

Die von Ann-Kathrin Schröder und Wolfram Kons moderierte Live-Sendung aus dem RTL-Sendezentrum erreichte gesamt nur schwache 6,9 Prozent Marktanteil und 950.000 Zuschauer ab drei Jahren. In der für den Sender nun besonders wichtigen Altersklasse der 14- bis 59-Jährigen kam das neue Format auf nur 8,1 Prozent Marktanteil, blieb also hinter den Erwartungen zurück. Die Macher müssen nun dafür sorgen, dass diese Werte in den kommenden Wochen Stück für Stück ansteigen werden.

Wie erwartet erwies sich auch der ab 16.45 Uhr gezeigte «VIP Bus» als nicht wirklich stark. Ob man das der Produktion von ITV Studios Germany alleine zum Vorwurf machen kann, ist aber fraglich, denn schlechter als das direkte Umfeld schnitt die Reality-Show nicht ab. Die Reisegruppe rund um Olivia Jones begeisterte 10,9 Prozent der 14- bis 49-Jährigen; gesamt schalteten 1,64 Millionen Menschen ab drei Jahren ein.

Ab 19.05 Uhr begann dann die neue Staffel von «Vermisst» - genau eine Woche übrigens nachdem Sat.1 seine «Bitte melde dich»-Runde mit Julia Leischik zu Ende gebracht hat. Mit 4,60 Millionen Zuschauern glückte die Suche nach Verschwundenen, insgesamt kam die Produktion auf 15,8 Prozent Marktanteil, beim jungen Publikum wurden sogar 16,3 Prozent gemessen. Luft nach oben besteht aber noch: Die fünf letzten Folgen der vorherigen Staffel kamen allesamt auf mehr als fünf Millionen Zuschauer.

Das Fazit des neuen RTL-Sonntags: Luft nach oben besteht noch – mit 14,7 Prozent Tagesmarktanteil in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen war man aber immerhin mit Abstand Tagessieger vor ProSieben (11,1%) und Sat.1 (10,1%).

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/67681
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