Hingeschaut

Zelte nie beim bösen Wolf!

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So war der achte Staffelstart von «Morden im Norden».

Zehnjähriges feiert «Morden im Norden» in diesen Wochen. Staffel acht der Vorabend-Krimiserie aus Lübeck startete mit der 113. Folge. "Wolf" lief am Montagabend. Quotenmeter schaute mit tierischer Lust zu.

Ein 17-jähriges Heim-Mädchen liegt tot im Wald, ein gleichaltriger Junge wird parallel vermisst. Beide Heranwachsende trafen sich zuvor und konsumierten beim Zelten Drogen. Er, natürlich höchst tatverdächtig, wird dann auf einem Hochsitz gefunden und erzählt die Geschichte, sie wären vor einem Wolf geflohen. Ja, der Wolf. Ist nun auch schon in Lübeck...

Jedenfalls beginnen so unterhaltsame, aber nicht wirklich gerade mörderspannende knapp 47 Minuten. Mit den eher spröden Kommissaren Kiesewetter (Sven Martinek) und Englen (Ingo Naujoks). Keine halbe Stunde haben sie Zeit für die Aufklärung, was wirklich passierte. "Dieses Monster hat Mia umgebracht", sagt er, Emil.

Ein bisschen «Blair Witch Project» im Ersten am Vorabend. Die Tote hat Kratzspuren und Fell vom Wolf am Körper. Aber halt auch allerlei blödes Zeug eingeschmissen. Der Fuchs stiehlt die Gans und der Wolf jagt Menschen, damit die auf der Flucht von einer Astspitze aufgegabelt werden. Natürlich ist das nicht die Lösung des Falls...

Jemand im (echten) Wolfspelz war´s. Der die beiden erschrecken wollte. Ein verschmähter und heimlich verliebter Schulkollege, der das Zelten im Wald, die Turtelei, stören wollte. Da kommt nur einer in Frage. Und trotzdem muss der Krimi noch zehn Minuten überbrücken.

Und warum? Weil alles doch ganz anders ablief? War´s - warum auch immer - der Vater vom Schulkollegen? Hat der auch Rotkäppchen auf dem Gewissen? Ne, der Sohn hat´s natürlich getan, beide werden aber am Ende fast noch erschossen. "Kleines, feiges Arschloch", hatte die Getötete ihn nachts nach dem Erschrecken genannt. Dann das Schubsen auf den Ast. Und somit war´s so halt doch ein Tötungsdelikt. Wir schalten um zur «Tagesschau»!

Wer´s nicht mehr weiß: Der überaus kreative Serientitel «Morden im Norden» ergab sich erst ab Staffel vier: Vorher hatte es den Beititel "Heiter bis tödlich". Vorschlag für das Erste: Warum nicht auch "Killen beim Grillen", "Töten mit Flöten" oder "Erschießen beim Gießen" zu dauerhaften Crime-Serien machen? Könnte zumindest lustiger werden als der eher etwas biedere Lübeck-Krimi, oder?

Bis 10. Juli 2022 ist die erste Folge der neuen Staffel in der ARD-Mediathek zu sehen. 15 weitere Folgen der achten Staffel laufen nun jeden Montag im Vorabendprogramm ab 18.50 Uhr. Staffel neun mit dann 12 weiteren Folgen ist längst beschlossen und größtenteils abgedreht.

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