US-Fernsehen

In den USA: MTV wird wieder musikalischer

von   |  1 Kommentar

Upfronts 2016: MTV will sich schrittweise wieder seinen Wurzeln nähern. Dennoch bleibt der Sender auch sehr aktiv im Bereich der fiktionalen Serien und Reality-Shows.

Entscheidung vertagt

Die MTV-Upfronts gehen in die Verlängerung: Laut Atkins, der erst im Herbst 2015 den MTV-Senderchefposten übernommen hat, konzentrierte er sich bislang darauf, neue Strategien zu entwickeln und neue Formate zu finden. Entscheidungen über die Zukunft von «Teen Wolf» über die bereits bestätigte, nächste Staffel hinaus und über «Faking It» sowie «Awkward» werde er erst demnächst fällen.
Das „M“ in „MTV“ soll wieder für Musik stehen: Wie Sean Atkins, Senderchef des US-amerikanischen MTV, in einem Interview mit ‚The Hollywood Reporter‘ erläuterte, ist es sein Vorhaben, die Bedeutung von Musik für seinen Kanal wieder zu erhöhen. Künftig werde „Musik als Muse“ des Senders fungieren. Als Zielgruppe visiert Atkins die 12- bis 34-Jährigen an, mit Schwerpunkt auf die 18- bis 24-Jährigen. Und noch eine Abstufung nimmt der Senderchef vor: MTV werde „mit der Stimme eines 21-Jährigen“ auf seine Zuschauer zugehen und auf College-Erfahrungen und die Themen Jobsuche und Umzug blicken.

Dokusoaps werden bei Atkins derweil keine übergeordnete Bedeutung haben, weil seiner Auffassung nach das Interesse seiner Zielgruppe an diesen Formaten nachgelassen habe. Daher werden keine Reihen im Stil von «Teen Mom» nachwachsen und nur die noch bestehenden Marken beibehalten. Im Bereich non-fiktionaler Programme reicht MTV stattdessen vermehrt Talent-, Wettbewerbs- und Musiksendungen nach. Unter anderem ist die Survivalshow «Stranded with a Million Bucks» geplant.

Frisch betitelt

An der fiktionalen Serienfront warten derweil neue Titel für die bereits angekündigten neuen Formate; Aus der Dramedy «Little Darlings» über zwei Frauen, die nachts auf ihrem Campus heimlich ihre Geschlechtsgenossinnen beschützen, wird «Sweet/Vicious». Aus der zuvor titellosen Comedyserie mit Nicole Byer als Chaotin, die bei ihrer Schwester einzieht, wird «Loosely Exactly Nicole». Und aus der ebenfalls unbetitelten Serie über zwei Frauen, die einen App-basierten Marihuana-Lieferdienst betreiben, wird «Mary + Jane».
Zehn Teilnehmer werden darin ausschließlich mit ihrer Kleidung und einer Millionen US-Dollar auf einer Insel ausgesetzt, wo sie 40 Tage aushalten müssen. Hilfsmittel können erworben werden, jedoch nur zu überteuerten Preisen. Am Ende teilen sich die Kandidaten das übrig gebliebene Geld. Darüber hinaus steuert «Shark Tank»- und «The Voice»-Macher Mark Burnett eine noch titellose Sendung zu, in der neue Rap-Talente entdeckt werden sollen. Zudem kehrt das in den USA eingestellte «MTV Unplugged» mit neuen Akustikkonzerten auf die Mattscheiben zurück, während «Wonderland» die erste US-Show von MTV seit 20 Jahren wird, in der diverse Interpreten Live-Auftritte absolvieren.

Mit «Going-off» erhalten zudem Nachwuchstänzer die Chance, sich als Backgroundtänzer großer Stars zu bewerben, in «Acting Out» werden derweil Situationen aus Stand-Up-Programmen nachgestellt. Darüber hinaus wird «The Almost Impossible Game Show» (das Original der «Crash Games») adaptiert. Zu guter Letzt steuert MTV mit «The Investigation» einen Eintrag ins boomende Real-Crime-Genre bei.

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Blue7
25.04.2016 11:55 Uhr 1
naja alles Serien

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