Soap-Check

Achteinhalb Prozent waren damals zu wenig für «Anna und die Liebe»

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Soap-Check: Die Ausstrahlung der vierten Staffel unterbrach Sat.1 einst. Wieso «Newtopia» aus der «Audl»-Historie aber auch Mut schöpfen kann.

Weniger als 1,2 Millionen Fans verfolgten vergangenen Freitag die Sat.1-Realityshow «Newtopia». Einst gestartet vor mehr als 2,7 Millionen Zuschauern war dies ein neuer Tiefpunkt für das Format. Neben inhaltlichen Unzulänglichkeiten macht der Talpa-Produktion nun auch das warme Wetter zu schaffen, dass eher zum Grillen einlädt als zum Zuschauen beim Aufbau einer neuen Gesellschaft. Für Sat.1 sind die gemessenen 1,2 Millionen sicherlich zu wenig, allerdings darf man sich in Unterföhring durchaus auch auf die 1,6 Millionen Zuseher berufen, die kurz vorher ermittelt wurden.

An einstige Erfolge reicht «Newtopia» dennoch nicht heran. Da muss gar nicht der große Erfolg «Verliebt in Berlin» als Maßstab genommen werden. Die Telenovela rund um Lisa Plenske, bezaubernd gespielt von Alex Neldel, holte nicht selten mehr als vier Millionen Begeisterte für die Bildschirme. Viel mehr darf die letzte länger laufende Eigenproduktion von Sat.1, «Anna und die Liebe» als Messlatte dienen. Auch die Jeanette-Biedermann-Telenovela hatte jedoch Anlaufschwierigkeiten. Die erste Staffel kam in den ersten 50 Folgen nur auf 9,4 Prozent Marktanteil und rund 1,6 Millionen Gesamtzuschauer.

Damit lag man damals in etwa auf Augenhöhe mit dem jetzigen «Newtopia». Nach Kurskorrekturen und einem neuen Sendeplatz (18.30 Uhr) ging es für die Producers at work-Produktion im Jahr 2008 aber nach oben. Zwischenzeitlich schalteten dann plötzlich mehr als 14 Prozent der Werberelevanten ein, das Staffelfinale generierte gar mehr als 17 Prozent. 2,71 Millionen Menschen sahen einst die Hochzeit von Anna und ihrem Jonas. Im Schnitt schloss die tägliche Serie die 311 Folgen umfassende erste Staffel mit 1,80 Millionen Zuschauern und 11,5 Prozent Marktanteil ab.

Josephine Schmidt übernahm als Mia die Hauptrolle der zweiten Staffel und sorgte in den gezeigten 251 Folgen für noch bessere 12,3 Prozent Marktanteil. Die durchschnittlichen Reichweiten stiegen damals auf mehr als 1,9 Millionen Zuseher. Die gefragtesten Episoden der zweiten Staffel generierten gar 2,5 Millionen Fans. Danach war der große Zauber von «Audl» aber vorbei. Die Autoren vergräzten die Zuschauer mit der Wiederkehr von Jeanette Biedermann und dem Tod ihres Serien-Ehemanns Jonas, der danach für einige Zeit als Geist durch den Sat.1-Vorabend spukte. Mit durchschnittlich 10,1 Prozent bei den Umworbenen blieben die 238 Episoden der dritten Runde aber immerhin im zweistelligen Bereich.

Erst als auch die vierte Staffel, die die damals von «Alles was zählt» bekannte Maria Wedig in der Rolle einer (ehemaligen) Gefängnisinsassin zum tragenden Gesicht machte, nicht funktionierte, zog der Sender die Reißleine. 74 Folgen der vierten Staffel durften ihre Premiere in Sat.1 feiern, die letzte am 27. Januar 2012. Gerade einmal noch 6,4 Prozent der Werberelevanten sahen zu. Die Gesamtreichweite lag an diesem Tag bei knapp 1,6 Millionen Zuschauern. Die Folgen der vierten Staffel erreichten einen Durchschnitt von 8,4 Prozent in der klassischen Zielgruppe.

Davon ist «Newtopia» zwar nicht ganz viel, aber immerhin ein bisschen entfernt. Viel Luft nach unten hat die Sat.1-Realityshow aus dem Hause Talpa aber nicht mehr, wie «Anna und die Liebe» anschaulich zeigt.

Was sonst noch war:


In der «GZSZ»-Folge 5.818 am 28. August 2015 wird Ramona Dempsey das letzte Mal als Nele Lehmann zusammen mit ihren Freunden bei «Gute Zeiten, schlechte Zeiten» zu sehen sein. Seit Folge 5.306 am 12.08.2013 war die Schauspielerin dabei. Ihr «GZSZ»-Charakter kam nach Berlin und wollte dort ihre große Liebe finden. Sie startet zunächst im Laden von Emily (Anne Menden), um dort als Friseurin zu arbeiten und in der Großstadt anzukommen. Das endet jedoch nicht gut. Die beiden verkrachen sich.

Nach einigen unglücklichen Versuchen und Affären, wie mit Dominik (Raúl Richter), kommt sie mit Mesut (gespielt von Mustafa Alin) zusammen. Doch wird sie auch glücklich mit ihm oder warum verlässt Nele Berlin?

Ramona Dempsey zu ihrem Ausstieg: "Es hat mir sehr große Freude bereitet, Nele Lehmann 2 Jahre lang verkörpern zu dürfen. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrungen, denn in dieser Zeit habe ich unglaublich viel gelernt und mich schauspielerisch weiterentwickelt. Nun blicke ich freudig gespannt auf die Zukunft. Es ist an der Zeit, mich neuen Herausforderungen zu stellen und andere Rollen wie Projekte zu verwirklichen. Für mich ist jetzt der richtige Augenblick für Veränderung und Weiterentwicklung.“ Damian Lott, der Producer der RTL-Daily, erklärt: „Ramona Dempsey will sich neuen Herausforderungen und Projekten annehmen und hat deshalb den Wunsch geäußert, die Serie nach fast zwei Jahren verlassen zu wollen. Ramona hat mit ihrer professionellen und lebensfrohen Art der Figur Nele ein ganz besonderes Profil verliehen und sie zu einem ganz außergewöhnlichen Charakter von GZSZ gemacht. Eine Rückkehr ist natürlich immer möglich, was wir auch an dem Wiedereinstieg von Felix von Jascheroff, Isabell Horn und aktuell Anne Brendler sehen. Hier muss natürlich die Geschichte und Konstellation passen.“

So geht es weiter:


Ein neuer Fall in der Sachsenklinik: Tom Wolter ist mit schweren Bauchschmerzen zusammen gebrochen und wird von seinem Freund Marc Scholz in der neuen Folge von «In aller Freundschaft» in die Sachsenklinik gebracht. Dr. Philipp Brentano stellt ein lebensbedrohliches Leberkarzinom fest. Er zieht Dr. Roland Heilmann zu Rate, doch auch er teilt Brentanos Meinung, dass der Krebs inoperabel ist. Tom Wolter kommt auf die Spenderorgan-Liste. Dr. Lea Peters hingegen ist der Ansicht, dass Toms Leber möglicherweise mithilfe einer 3D-computergestützen Operation gerettet werden könnte. Für Philipp ist das Risiko viel zu hoch, doch Lea schafft es, Dr. Heilmann von ihrer Idee zu überzeugen. Das trägt nicht zu einer Verbesserung des Verhältnisses zwischen Brentano und Lea bei. Währenddessen lehnt Tom das Angebot seines Freundes Marc, ihm einen Teil seiner Leber zu spenden, ab. Er fürchtet, dass ihre Beziehung nicht tief genug ist und Marc diesen Schritt schon bald bereuen würde, zumal Marc offensichtlich ein Problem damit hat, zu seiner Homosexualität zu stehen. Da Toms Aussichten für eine rechtzeitige Transplantation sehr schlecht sind, kann sich Lea gegen Brentano durchsetzen.

Der Ableger der Dienstagsserie, «In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte» widmet sich in der mittlerweile 15. Folge am Donnerstagvorabend dem Vorhaben von Hauptfigur Dr. Niklas Ahrend (Roy Peter Link, einst Jonas in «Anna und die Liebe»), der zusammen mit Ben Ahlbeck herausfinden möchte, was das Nierenversagen seines Patienten Marcel Witte ausgelöst hat, der nach einem Autounfall eingeliefert und notoperiert wird. Weder Marcels Frau Katja noch sein Freund Hendrik Knoll, die ebenfalls mit im Wagen saßen, können den Ärzten einen Hinweis auf eine mögliche Vorerkrankung liefern. Niklas ahnt nicht, dass Marcel und Hendrik ihm eine wichtige Information verschweigen. Zusammen mit Dr. Matteo Moreau versucht Assistenzärztin Dr. Theresa Koshka, Katja Witte zu helfen. Neben einigen leichten Verletzungen hat Katja auch eine schwere Fußverletzung davongetragen. Dr. Moreau entscheidet sich, den Bruch ohne Operation zu behandeln.

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