Blockbuster-Battle

Filmcheck: «Love and other Drugs – Nebenwirkung inklusive»

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Oscar-Gewinnerin Anne Hathaway verdreht Oscar-Anwärter Jake Gyllenhaal den Kopf. Springt das deutsche Fernsehpublikum auf diese Romanze an?

Ende 2010 in die Kinos entlassen, stellte die tragikomische Liebesgeschichte «Love and other Drugs – Nebenwirkung inklusive» eine der heimlichen Oscarhoffnungen dar, die 20th Century Fox zu Beginn dieses Jahrzehnts hegte. Aber Edward Zwicks 30 Millionen Dollar teure Regiearbeit hielt den Erwartungen nicht stand: Durchwachsene Kritiken und mäßige US-Einnahmen (32,37 Mio. Dollar) machten aus dem vermeintlichen Prestigeprojekt rasch eine Bleiente. Zumindest bei den Golden Globes erhielt «Love and other Drugs – Nebenwirkung inklusive» aber etwas Anerkennung: Anne Hathaway und Jake Gyllenhaal wurden als beste Hauptdarstellerin respektive als bester Hauptdarsteller einer Filmkomödie nominiert.

In den deutschen Kinos schnitt der mit einer FSK ab zwölf Jahren gekennzeichnete Film angesichts der verhältnismäßig großen Werbekampagne eher mager ab. Ab Januar 2011 lösten 572.088 Filmfreunde eine Eintrittskarte für die Scott-Stuber-Produktion. Damit landete sie auf Rang 58 der Jahrescharts, also hinter dem Horrorfilm «Final Destination 5» und dem 3D-Schlachtengemälde «Krieg der Götter».

Im deutschen Free-TV schlug sich Edward Zwicks lose Adaption des Sachbuchs „Hard Sell“ bei ihrer Erstausstrahlung dennoch akzeptabel: Am Montag, den 20. Mai 2013, zeigte ProSieben die Hollywood-Produktion um 20.15 Uhr. 1,77 Millionen Werberelevante schalteten ein, um dem Pharmavertreter Jamie dabei zuzusehen, wie er die Potenzpille Viagra Mitte der Neunziger ununterbrochen an den Mann bringt, und sich während seiner Verkaufstouren in die selbstbewusste, aber bindungsscheue Künstlerin Maggie verliebt. Somit waren Zwicks Rückkehr ins Romantikfach klar über dem Senderschnitt liegende 13,7 Prozent Marktanteil gewiss.

Beim Gesamtpublikum positionierte sich «Love and other Drugs – Nebenwirkung inklusive» nur hauchdünn über dem Senderschnitt. 2,13 Millionen Fernsehende kamen einer Sehbeteiligung von 6,5 Prozent gleich. Am 4. Dezember, also erneut an einem Montagabend, generierte der Film wiederum 6,0 Prozent Marktanteil. Die Reichweite belief sich auf 1,82 Millionen, darunter befanden sich 1,40 Millionen Werberelevante. Dies mündete in einen leicht überdurchschnittlichen Marktanteil von 11,8 Prozent.

Wer Jake Gyllenhaal aktuell im Kino sehen will, ist mit dem Medienthriller «Nightcrawler» sehr gut bedient, Anne-Hathaway-Fans dagegen sollten sich «Interstellar» nicht entgehen lassen. Alternativ: «Love and other Drugs – Nebenwirkung inklusive» ist am 27. November 2014 um 20.15 Uhr bei ProSieben zu sehen.

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