Die Kritiker

«Inspector Barnaby: Ein Toter, den niemand vermisst»

von

Story


Fuchsjagd in Upper Marshwood. Vor dem Donnern der Hufe und den jaulenden Hunden flüchtet sich ein Landstreicher in den Wald. Er stolpert und stürzt in ein Erdloch. Am nächsten Tag wird er erschlagen aufgefunden. Barnaby erfährt im Urlaub, dass Superintendent Ron Pringle den Fall bearbeitet, seinen letzten vor der Pensionierung. Ron verhaftet einen jungen Wilderer aus dem Dorf. Zu Unrecht, glaubt Barnaby, zumal ein weiterer Mord geschieht und Ron selbst bei einem Reitunfall zu Tode kommt. Barnaby ist überzeugt, dies sei der dritte Mord ein- und desselben Täters.

Darsteller


John Nettles («Bergerac») ist Inspector Tom Barnaby
Daniel Casey («Our Friends in the North») ist Sergeant Gavin Troy
Jane Wymark («A Landing on the Sun») ist Joyce Barnaby
Laura Howard («Queen’s Park Story») ist Cully Barnaby
Dominic Mafham («Godforsaken») ist Grahame Tranter
James Bolam («When the Boat Comes In») ist Ron Pringle
Diane Fletcher («The Final Cut») ist Marcia Tranter
Richard Johnson («Der Junge im gestreiften Pyjama») ist James Fitzroy
Jennifer Hilary («North Sea Hijack») ist Sarah Fitzroy

Kritik


Seit über einer Dekade ermittelt Detective Chief Inspector Tom Barnaby bereits im fiktionalen Bezirk Midsomer – doch während in Großbritannien schon die zwölfte Staffel über die Bildschirme flimmert, werden in Deutschland noch Folgen aus den Anfängen synchronisiert und in loser Reihenfolge ausgestrahlt. So geschehen auch mit der Episode «Ein Toter, den niemand vermisst» aus der zehn Jahre alten dritten Staffel. Dass allein ist natürlich kein Ausschlusskriterium für wahre Freunde britischer Serien im Allgemeinen und Inspector Barnaby im Besonderen, allerdings weist das Genre von Haus aus einige Probleme auf.

Denn anders als im hochaktuellen und gesellschaftskritischen «Tatort» oder in rasanten und augenzwinkernden US-Serien wie «Life» entwickelt sich die Handlung nur sehr schleppend. Zwar werden in einem Wald bereits am Anfang der Episode nacheinander zwei Leichen gefunden und sogar ein Täter ist schon ermittelt – dass Barnaby diesen allerdings für unschuldig hält, wird schnell klar. Und so beginnt eine quälend lange und vor sich hinplätschernde Ermittlung mit teils seltsam unlogischen und verwirrenden Handlungsverläufen; die eigentlich ereignisreiche Auflösung kommt viel zu spät. Und auch wenn die Folge bereits zehn Jahre alt ist, darf man mangelnde Aktualität vorwerfen. Denn der immerhin im ausgehenden 20. Jahrhundert spielende Fall wirkt schrecklich altbacken und bieder, Dialoge und Kleidung zum Teil künstlich.

Zwar leistet der Barnaby-Cast gute Schauspielarbeit, doch die gesamte Handlung ist in sich nicht stimmig. Wahre Liebhaber der Serie und eingefleischte Krimizuschauer werden möglicherweise auf ihre Kosten kommen, alle anderen Zuschauer müssen diesen Krimi nicht gesehen haben.

Das ZDF zeigt «Inspector Barnaby – Ein Toter, den niemand vermisst» am 10. Januar 2010 um 22:00 Uhr.

Kurz-URL: qmde.de/39448
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