Wirtschaft

Netflix-Strafe lässt Warner Bros. Discovery in die Verlustzone rutschen

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Die Quartalszahlen von Warner Bros. Discovery sind ohne den Netflix-Deal weiterhin gut, vor allem das TV-Geschäft läuft weiterhin gut.

Das Unternehmen Warner Bros. Discovery hat am Mittwoch die aktuellen Quartalszahlen vorgelegt. Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 8,893 Milliarden US-Dollar; im Vorjahresquartal waren es 8,979 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen verbesserte sich von 2,105 auf 2,203 Milliarden US-Dollar. Der Nettoverlust hingegen stieg von 0,453 auf 2,916 Milliarden US-Dollar. Letzterer ist so hoch, da das Unternehmen 2,8 Milliarden US-Dollar für die geplatzte Netflix-Übernahme zahlen musste. Die Abschreibungen verkleinerten sich von 1,547 auf 1,226 Milliarden US-Dollar, während die Zinsen für die Schulden von 468 auf 581 Millionen US-Dollar stiegen. Der Warner-Bros.-Teil des Unternehmens ist seit einem Jahr schuldenfrei, weshalb auch die Übernahme von Netflix vereinbart wurde. Inzwischen ist nur noch die Discovery-Seite verschuldet.

Der Umsatz im Streaming-Bereich verbesserte sich von 2,656 auf 2,887 Milliarden US-Dollar und der Gewinn stieg von 339 auf 438 Millionen US-Dollar. Innerhalb eines Jahres konnte Warner Bros. Discovery die Zahlen von HBO Max um 29 Prozent verbessern. Die Werbeumsätze stiegen von 237 auf 284 Millionen US-Dollar und die Distributionserlöse von 2,329 auf 2,533 Milliarden US-Dollar.

Im Bereich des Studiobetriebs verbesserte sich der Umsatz um 35 Prozent auf 3,125 Milliarden US-Dollar. In den Monaten Januar, Februar und März 2025 fuhr das Unternehmen 2,314 Milliarden US-Dollar ein. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen stieg von 259 auf 775 Millionen US-Dollar. Der TV-Content wuchs um 58 Prozent und die Kinosparte verbesserte sich um 21 Prozent. Im Bereich der Videospiele wurde der Umsatz um 30 Prozent erhöht.

Die weltweiten Fernsehsender sind für Warner Bros. Discovery nach wie vor von großer Bedeutung. Obwohl der Umsatz von 4,774 auf 4,377 Milliarden US-Dollar sank, war der Gewinn mit 1,634 Milliarden US-Dollar im Konzernvergleich weiterhin sehr hoch. Im Vorjahresquartal wurden 1,793 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Der Distributionsumsatz fiel von 2,558 auf 2,373 Milliarden US-Dollar und der Umsatz im Bereich Werbung schrumpfte von 1,758 auf 1,570 Milliarden US-Dollar. Der Content-Bereich schrumpfte von 380 auf 346 Millionen US-Dollar. Warner Bros. Discovery teilte mit, dass die Werbung unter dem Abgang der NBA leidet, wenngleich das Unternehmen bereits Milliarden dafür abgeschrieben hat. Auf der anderen Seite konnte der neue Rechteinhaber NBC die Reichweiten mit Basketball nicht so weit steigern, dass sich die Übertragungen rentieren würden.

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