
In Saarlouis im Südwesten und in Eisenhüttenstadt im Osten Deutschlands stehen die Zeichen auf Umbruch. An Saar und Oder sorgt die Stahlindustrie nicht nur für Arbeitsplätze, sondern stiftet auch Zusammenhalt. In den 1980er Jahren, noch vor der Wiedervereinigung, haben die beiden Städte die erste deutsch-deutsche Städtepartnerschaft gegründet, was damals weltweit ein Politikum war. Seitdem haben beide Regionen schöne, aber auch harte Zeiten durchlebt. Die Krisen der deutschen Stahlindustrie waren und sind hier unmittelbar erfahrbar.
Diesmal geht es ums Überleben der Standorte. Um gegen den Billigstahl aus aller Welt zu bestehen, soll die Industrie auf eine klimafreundlichere Produktion umgestellt werden. Dieser Prozess wird von der Dillinger Hütte bei Saarlouis und dem Stahlwerk in Eisenhüttenstadt jedoch unterschiedlich angegangen. Doch für beide Partnerregionen geht es um ihre Industrie, ihre Zukunft und ihre Identität. Was macht das mit den Menschen – den Jungen wie den Erfahrenen –, die diesen Umbruch gestalten und durchleben müssen?
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