In den USA wird von HBO Max der einstige TheCW-Hit «Gossip Girl» wieder aufgelegt. Auch Kristen Bell ist wieder dabei. Warum die Serie dennoch nicht funktioniert.
Einen Hit wieder aufzulegen, ist nie einfach. Und «Gossip Girl», das von 2007 bis 2012 beim kleineren amerikanischen Fernsehsender TheCW lief und dessen Ausstrahlung in Deutschland auf den Sendern ProSieben und sixx erfolgte, hat das Genre der Teenager-Schul-Soap schließlich geprägt. Schon diese Gegenüberstellung lässt allerdings einen Unterschied in der Breitenwirkung erkennen: Denn während in den USA immerhin bei so ziemlich jeder Folge ein Millionenpublikum zusah, war man in Deutschland zumindest während der Anfangszeit mit den Zuschauerzahlen eher unzufrieden.
Das nun fast ein Jahrzehnt nach dem Staffelfinale der Ursprungsserie nachzubauen, würde rasch ungemütlich. In den USA hat sich in der Zwischenzeit schließlich ein erstaunlicher Wandel vollzogen, Serien mit fast ausschließlich weißen Hauptdarstellern werden jenseits des Atlantiks zunehmend zum No-Go, und ein so verklärter Umgang mit der Oberschicht wie zu Zeiten von «Gossip Girl» oder noch älteren Sendungen wie «O. C. California» ist heute auch nicht mehr wirklich vorstellbar. Zu sehr ist ins allgemeine Gewissen vorgedrungen, dass die Abschottung der Reichen und das unermüdliche Zusammenraffen des oberen einen Prozents der Gesellschaft maßgeblich für die Verelendung des unteren Drittels verantwortlich ist. 

• Gossip Girl • O. C. California
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