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Rezension: ‚Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben‘

von   |  5 Kommentare

Dr. Eckart von Hirschhausen hat einen neuen Bestseller verpasst, der seit Mai im Handel verfügbar ist.

Er ist der wohl bekannteste Arzt Deutschlands: Jetzt hat der Autor Dr. Eckart von Hirschhausen einen neuen Besteller geschrieben. Am 18. Mai 2021 erschien "Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben" mit dem passenden Untertitel "3 Krisen zum Preis von 2" bei der dtv Verlagsgesellschaft. Wie auch die anderen Werke des Kult-Mediziners eroberte das Buch zu der aktuellen Welt-Situation rasch den ersten Platz in den namhaften Bestseller-Listen.

Wer bei dem Titel ein reines Klima-Aktivismus-Buch erwartet, wird überrascht sein: Auf 528 Seiten geht Dr. von Hirschhausen der Frage nach, wie der Planet Erde - und damit die Menschheit, sich selbst noch retten kann. Dabei ist der Klimawandel nur der Ausgangspunkt für eine Reihe von Fragestellungen und Denkansätzen, die die großen Themen des aktuellen Zeitgeschehens miteinander in Beziehung setzen. Dabei wird die Pandemie mit ihren Auswirkungen auf unseren Umgang mit uns selbst genauso beleuchtet wie der Zusammenhang vom asiatischen Bauboom mit alternativer Nutztierhaltung.

Fragt man den Autor nach seiner Motivation für dieses Buch voller Fragen, Antworten, Lösungsvorschlägen und Gedankenspielen, wird er eine Begegnung mit der Schimpansenforscherin Jane Goodall nennen: sie warf die Frage auf, warum Menschen sich als intelligente Wesen bezeichnen und doch ihren eigenen Lebensraum zerstören. Ausgehend von dieser Unterhaltung begab sich Dr. Eckart von Hirschhausen auf eine Reise nach Antworten, das Buch bezeichnet er als seinen persönlichen Reisebericht zu der Erkenntnis, dass nicht die Erde vom Mensch gerettet werden muss - sondern der Mensch sich selbst retten sollte.

In der gewohnt humorvollen Weise gelingt es dem Autor, komplexe Zusammenhänge anschaulich und alltagsnah zu schildern. Grafiken, Fotos und spaßige Karikaturen lockern den Text dort auf, wo sein inhaltliches Gewicht demoralisieren könnte. Es ist ein Werk für Leser, die sich nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit ihrer Umwelt auseinandersetzen möchten und an praktischen Lösungen interessiert sind. Wer diese Buch liest, eignet sich nicht nur Hintergrundwissen an, sondern entdeckt Wege für den eigenen Umgang mit den Krisen unserer Zeit.

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Es gibt 5 Kommentare zum Artikel
Ja-Sager
20.07.2021 16:16 Uhr 1
"Dr. Eckart von Hirschhausen hat einen neuen Bestseller verpasst..."



....und dann will man ja eigentlich schon überhaupt nicht mehr weiterlesen
kauai
20.07.2021 20:24 Uhr 2
"der Mensch sollte sich selbst retten" Tja, das wird leider nicht passieren denn gegen die Wurzel allen Übels, die Überbevölkerung der Erde, wurde und wird weiterhin nichts unternommen. Glücklicherweise betrifft es mich nicht mehr, was in 40 Jahren auf diesem Planeten abgehen wird.
eis-fuchsi
20.07.2021 20:48 Uhr 3
seh ich genau so

da wird ein Rekord nachm anderen 'gefeiert', und wenn die Bevölkerung in ner Stadt ein Jahr mal schrumpft, dann ist es gleich ne

Katastrophe.....
Sentinel2003
20.07.2021 20:55 Uhr 4
Joar, der Mensch hat sich schon jetzt selbst zerstört! Und, ich habe es schon oft geschrieben, ich schätze mal, dass es so heiß auf dieser Erde wird, dass es die Menscheit in spätestens 500 bis 1000 Jahren nicht mehr geben wird....oder, der Mensch hat sich bis dahin so weiter entwickelt, dass der Mars bis dahin vollends besiedelt ist.
AlphaOrange
21.07.2021 09:31 Uhr 5
Der Mars ist nur leider nochmal um Welten lebensfeindlicher als eine Erde im totalen Klimakollaps.
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