Quotencheck

«Late Night Berlin»

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Seit diesem Jahr geht die Late-Night-Show mit Klaas Heufer-Umlauf am Dienstag auf Sendung. Wie wirkte sich das auf die Quoten aus?

Seit 2013 war Klaas Heufer-Umlauf – damals noch zusammen mit seinem Moderationspartner Joachim Winterscheidt im Rahmen von «Circus HalliGalli» – ein fester Bestandteil des Montagabends bei ProSieben. Dieses Jahr rüttelte man erstmals an diesem Konzept und verfrachtete das Late-Night-Format «Late Night Berlin» auf den Dienstag, um so „unseren starken Dienstag perfekt“ zu machen, wie es damals von Senderchef Daniel Rosemann hieß. Klaas sollte durch den Vorlauf der ProSieben-Shows wie «The Masked Singer», «Jenke.Crime.» oder «Joko & Klaas gegen ProSieben» quotentechnisch angetrieben werden. Konnte dies gelingen?

Die erste Ausgabe des Jahres gab es am 16. Februar zu sehen. Wie die weiteren fünf Folgen hatte sie «The Masked Singer» und «red.» als Vorlauf. Dementsprechend gut waren auch die Zahlen. Mitte Februar blieben ab 23: 30 Uhr 0,51 Millionen Zuschauer ab drei Jahren dran. Davon stammten 0,35 Millionen aus der Zielgruppe, woraus sich sehr gute 12,8 Prozent Marktanteil ergaben. Insgesamt belegte man gute 4,9 Prozent des Marktes. Dieses Niveau wurde auch in den folgenden Wochen gehalten, auf dem Gesamtmarkt legte man sogar noch weiter zu. Am 9. März kratzt man sogar an der Sechs-Prozent-Marke und kam mit 0,67 Millionen Sehern auf 5,9 Prozent. An diesem Tag lief es auch bei den 14- bis 49-Jährigen fabelhaft, es wurden 13,1 Prozent ausgewiesen.

Am Finaltag der maskierten Musiksendung, 24. März, ging man allerdings erst um Mitternacht auf Sendung, was die Zielgruppenquote etwas drückte. An diesem Tag wurden zehn Prozent ermittelt. Insgesamt hielt man sich bei 5,1 Prozent konstant gut. Die Reichweiten beliefen sich auf 0,44 Millionen beziehungsweise 0,24 Millionen Jüngere. In der Phase während «The Masked Singer» schaffte «LNB» somit durchschnittliche Werte von 0,56 Millionen Sehern, davon 0,36 Millionen aus der umworbenen Gruppe, und Sehbeteiligungen von 5,2 respektive 12,1 Prozent.

Ab dem 30. März war Klaas dann sein eigener Lead-In, denn vor seiner Late-Night-Sendung lief «Joko & Klaas gegen ProSieben». Die Quoten waren dadurch zunächst weiterhin toll. 0,47 Millionen schalteten Ende März ein, was zu 4,4 Prozent insgesamt und 12,7 Prozent bei den werberelevanten führte. Danach waren die Zahlen etwas wechselhaft und eine Woche später sank die Quote in der Zielgruppe auf 8,7 Prozent. Die Gesamtreichweite blieb mit 0,48 Millionen allerdings stabil. Eine Woche später blieben 100.000 Zuschauer mehr wach, was prompt zu einem Anstieg auf 11,2 Prozent führte. Die letzten beiden Folgen im April sorgten dann für Sehbeteiligungen in der Zielgruppe von 10,8 und 9,8 Prozent. Die Reichweiten hielten sich um die halbe Million.

Ab Mai stand bei ProSieben in der Primetime dann «Jenke. Crime.» auf dem Plan, das zwar gut performte, aber nicht mit den beiden Vorgängern mithalten konnte. Entsprechend gingen auch die Quoten von «Late Night Berlin» nach unten, das ab Mai ab 22:15 Uhr auf Sendung ging, statt wie bisher nach 23 Uhr. Im Zeitraum der Jenke-Ausstrahlungen hielt man zwar die Gesamtreichweite mit durchschnittlich 0,53 Millionen recht konstant, doch die Quoten fielen mit 2,9 Prozent insgesamt und 8,5 Prozent bei der für die Werbewirtschaft wichtigen Zuseherschaft ausbaufähig aus.

Im Juni zeigte man dann noch zwei Sonderepisoden von «LNB». Das «Summer Best-Of» fiel aber genauso durch wie das «Musik-Spezial» am 8. Juni. Nur 0,23 beziehungsweise 0,35 Millionen schalteten ein. Dies reichte nur zu 1,8 und 2,3 Prozent auf dem Gesamtmarkt. In der Zielgruppe sorgten 0,18 und 0,24 Millionen für miese 5,4 und 5,9 Prozent. Damit ergibt sich für die siebte Staffel von «Late Night Berlin» im Schnitt eine Gesamtreichweite von 0,51 Millionen Zuschauern, wovon 0,36 Millionen aus der Zielgruppe kamen. Die Marktanteile fielen mit 3,9 Prozent insgesamt und 10,1 Prozent ordentlich aus. Im Vergleich zum Frühjahr 2020 zeigte man sich nur in der Zielgruppe verbessert. Damals erreichte man nur 9,0 Prozent im Mittel.

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