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Die Gewinner des Bayerischen Filmpreises 2020

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Statt einer feierlichen Gala zeigt der Bayerische Rundfunk am heutigen Abend eine Fernsehproduktion, in der Moderator Christoph Süß die Preisträger auf der Bühne im TV-Studio begrüßt.

Keine prunkvolle Gala im Prinzregententheater wird es anlässlich des diesjährigen Bayerischen Filmpreises geben, der zudem nicht wie üblich Anfang des Jahres vergeben wird, sondern erst am heutigen Mittwoch, 28. April. Der Bayerische Rundfunk hat dafür eine Fernsehsendung produziert, die am Abend um 22:00 Uhr ausgestrahlt wird. In der Sendung begrüßt Moderator Christoph Süß die Gäste und Preisträger, die heute Nachmittag bekannt gegeben wurden, bei sich auf der Bühne. Im Vorfeld der vorproduzierten Sendung stand bereits fest, dass Martina Gedeck den Ehrenpreis in diesem Jahr erhalten werde.

Lobende Worte fand Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, der ihr den Preis überreichte: „Martina Gedeck ist eine herausragende Schauspielerin. Ich bin ein großer Bewunderer und Fan von ihr. Besonders beeindruckt hat sie mich in «Das Leben der Anderen» und in «Der Baader Meinhof Komplex». Martina Gedeck zeigt in ihren Rollen eine faszinierende Wandelbarkeit. Sie ist für mich die deutsche Meryl Streep.“ Bayerns Staatsministerin für Digitales Judith Gerlach, die den Produzentenpreis an Tobias Walker und Philipp Worm für deren Film «Schachnovelle» überreichte, zeigte sich froh, dass die Verleihung doch noch stattfinden konnte: „Gerade in dieser schwierigen Corona-Zeit ist es mir besonders wichtig, den Bayerischen Filmpreis zu vergeben – wenn auch unter etwas anderen Rahmenbedingungen. Das ist ein wichtiges Signal und ein Dankeschön an die großartige deutsche und vor allem bayerische Filmbranche, die es derzeit schwer hat. Egal ob nachdenklich stimmendes Drama oder fröhliche Komödie – die ausgezeichneten Filme können uns in eine andere Welt entführen, uns Anregungen geben oder einfach auch nur zum Lachen bringen. Nie war das wichtiger als heute. Dafür herzlichen Dank an alle Preisträgerinnen und Preisträger!“

Da wegen der Kinoschließungen für 2020 kein Jahres-Gewinner in der Kategorie Publikumspreis ausgemacht werden konnte, haben in diesem Jahr «kinokino», das Filmmagazin des Bayerischen Rundfunks, und der Radiosender Bayern 1 haben in diesem Jahr den „Publikumsfilm des Jahrzehnts" des Bayerischen Filmpreises gesucht. Zur Wahl standen die Publikumspreis-Gewinner der vergangenen zehn Jahre. Bis zum 31. März 2021 haben sich fast 25.000 Zuschauer an der Online-Abstimmung beteiligt. Gewonnen hat die Kinokomödie «Leberkäsjunkie» . Platz drei belegte ein weiterer Film der Reihe: «Sauerkrautkoma» . Der zweite Platz ging an «Stromberg – Der Film».

Die Gewinner im Überblick:


Produzentenpreis: Tobias Walker und Philipp Worm für «Schachnovelle»
Preis für die beste Regie: Julia von Heinz für «Und morgen die ganze Welt» und an Tim Fehlbaum für «Tides» (geteilte Sieger)
Nachwuchsregiepreis: Leonie Krippendorff für «Kokon»
Preis als bester Darsteller: Oliver Masucci für seine Rollen in «Schachnovelle» und «Enfant Terrible»
Preis als beste Darstellerin: Nilam Farooq für ihre Rolle in «Contra»
Preis für den besten Nachwuchsdarsteller: Farba Dieng und Julius Nitschkoff für ihre Rollen in «Toubab»
Preis für die beste Nachwuchsdarstellerin: Lena Urzendowsky für ihre Rolle in «Kokon»
Drehbuchpreis: Michael Bully Herbig, Marcus H. Rosenmüller und Ulrich Limmer für den Film «Der Boandlkramer und die ewige Liebe»
Preis für die beste Bildgestaltung: Markus Förderer für den Film «Tides»
Preis für den besten Kinder- und Jugendfilm: Christian Becker für «Jim Knopf und die Wilde 13»
Dokumentarfilmpreis: Bettina Böhler für «Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien»
Preis für den besten Animationsfilm: Dirk Beinhold für «Die Heinzels – Rückkehr der Heinzelmännchen»
Sonderpreis: Trixter Gmbh für «Die Känguru-Chroniken»
Publikumspreis: «Leberkäsjunkies»
Ehrenpreis: Martina Gedeck

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