Primetime-Check

Samstag, 13. Februar 2021

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Öffentlich-rechtlicher Quiz-gegen-Krimi-Vergleich, großer Film-Vergleich und RTL und Kabel Eins machen den Seriensieg unter sich aus. Wie lieft die Primetime am Samstagabend?

Im Ersten lief um 20:15 Uhr das große «Wer weiß denn sowas XXL»-Quiz, wie gewohnt geleitet von Kai Pflaume. Im Durchschnitt schalteten das Rate-Spektakel 6,45 Millionen Gesamtzuschauer sowie 1,32 Millionen aus der jünger definierten Zuschauerschaft der 14- bis 49-Jährigen ein. Dies brachte dem Ersten Deutschen Fernsehen einen Gesamtmarktanteil von 21,1 Prozent und 16,9 Prozent des Zielgruppenmarktes. Letzten Samstag beglückte das ZDF mit «Kommissarin Lucas: Nürnberg» die Frankenmetropole mit einem Kriminalfall, diese Woche war dann die Landeshauptstadt an der Reihe. Mit 7,19 Millionen Zuschauern erreichte das ZDF und «München Mord: Der Letzte seiner Art» einen beachtlichen Zuschauerschnitt am Samstagabend. In der Zielgruppe kam der Film auf gute 0,84 Millionen Rezipienten und belegte so 10,3 Prozent des entsprechenden Marktes, im Gesamten erreichte das Programm knallharte 21,6 Prozent Marktanteil. Erneut setzt sich also das ZDF gegenüber dem Ersten in der Primetime deutlich durch, wobei sich das Erste über den Etappen-Sieg in der Zielgruppe freuen darf.

RTL ging in eine weitere Folge «Deutschland sucht den Superstar» und mit dem Bohlen-Format ist man mittlerweile in den „Recalls“ angekommen. Verglichen mit den Castings änderte sich das Interesse kaum merkbar und so schalteten 3,46 Millionen Zuschauer zur Primetime ein, davon 1,33 Millionen aus der jüngeren Zielgruppe. Somit belegt «DSDS» 10,9 Prozent vom Gesamtmarkt und ganze 16,5 Prozent am Zielgruppenmarkt.

ProSieben setzte, wie auch Sat.1, RTL ZWEI und VOX, auf einen Spielfilm an diesem Samstagabend. Mit der Komödie «22 Jump Street» ging der Münchner Sender ordentlich baden und erspielte sich lediglich 0,67 Millionen Gesamtzuschauer und blockierte somit nur 2,1 Prozent des Gesamtmarktes. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kam der Streifen auf 0,5 Millionen Zuschauer und somit immerhin 6,2 Prozent Marktanteil. Auf Sat.1 gab es mit Independence Day einen regelrechten Klassiker des Sci-Fi-Spektrums. Mit dem Kult-Faktor positionierte man sich klar vor den ProSieben-Kollegen, denn es schalteten 1,76 Millionen Zuschauer ein. Auch in der Zielgruppe war das Ergebnis mit 0,59 Millionen Zuschauern ebenfalls besser als bei der roten Sieben, jedoch auch nicht berauschend. In Marktanteilen gesprochen belegte Sat.1 mit der Primetime 5,7 Prozent am Gesamtmarkt und 7,5 Prozent am Zielgruppenmarkt.

Ebenfalls in diese Kategorie konnte sich RTL ZWEI und der laufende Film «(500) Days of Summer» einordnen lassen. Hier schalteten im Vergleich zu Sat.1 und «Independence Day» sichtlich weniger Interessierte ein und so landete man bei 0,45 Millionen Zuschauern ab 3 Jahren und einem Marktanteil von nur 1,4 Prozent. In der Zielgruppe konnte dieses Ergebnis kaum aufgebügelt werden, denn es waren hier lediglich 0,17 Millionen Zuschauer vertreten, damit konnte sich RTL ZWEI mit nur 2,1 Prozent auf dem Zielgruppenmarkt präsentieren.

Bei Kabel Eins schalteten 0,82 bis 0,83 Millionen Zuschauer für «Hawaii Five-O» in Doppelfolge ein. In der Zielgruppe waren es davon dann 0,278 und 0,274 Millionen Zuschauer. Die Anteile von 2,5 und 2,6 Prozent gesamt, sowie 3,4 und 3,3 Prozent in der Zielgruppe dürften kein Freudenfest beim Sender auslösen können. Besser als für Kabel Eins und den Film auf RTL ZWEI lief es da noch bei VOX mit dem Film «The Da Vinci Code: Sakrileg». Die Dan Brown-Buch-Verfilmung brachte VOX 1,22 Millionen Zuschauern im Gesamten und somit 3,9 Prozent Marktanteil. In der Zielgruppe positionierte man sich zwischen «Independence Day» und 22 Jump Street und konnte so 0,56 Millionen Zuschauer erreichen, also einen Marktanteil von 7,1 Prozent.

© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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