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RTL: Keine weiteren Folgen von «Mensch Gottschalk»

von   |  3 Kommentare

Zwei Mal niedrige Quoten und der Wegfall des des SpiegelTV-Sendeplatzes am Sonntag ab 2018 waren ausschlaggebend für die nun getroffene Entscheidung.

2,09 Millionen Zuschauer bei der ersten Folge im Sommer 2016, sogar nur noch 1,6 Millionen bei der Fortsetzung im Jahr 2017 - beide Werte machten keine Werbung für eine dauerhafte Ausstrahlung des RTL-Experiments «Mensch Gottschalk». Die mehrstündige Liveshow am Sonntagabend kam auch bei den 14- bis 49-Jährigen auf keinen guten Wert: Neuneinhalb und acht Prozent wurden hier erzielt. Jetzt hat RTL bestätigt Medienberichte gegenüber Quotenmeter.de bestätigt, dass keine weiteren Ausgaben der Live-Sendung geplant sind.

Angelegt war das Format einst als Art Quartalsrückblick - somit sollte Gottschalk sogar vier Mal pro Jahr auf Sendung gehen und abendfüllend über mehrere Themen sprechen, die Deutschland bewegen. Doch dazu kam es nie. Nach dem Quotenflop im Sommer 2016 wurde eine Überarbeitung des Konzepts angekündigt; und eine Rückkehr erst 2017. Doch die Überarbeitungen hielten sich in Grenzen und die Begeisterung des Mainstream-Publikums noch mehr.

Dabei gefiel die Sendung einigen Kritikern: Quotenmeter.de-Autor Björn Sülter etwa setzte sich sogar in einem offenen Brief für weitere Folgen ein. “Thomas Gottschalk präsentierte sich spritzig und motiviert wie lange nicht, sein Humor zündete größtenteils, die Einspielfilme (produziert von SpiegelTV) zeigten hohe journalistische Qualität und die Gäste boten interessante und der zur Verfügung stehenden Zeit angemessene Einblicke in die jeweiligen Themen. Hinzu kamen ein gemütliches, überschaubares Studio, ein angenehmer Flow und ausreichend Abwechslung, “ schrieb er.

Offenbar waren nun aber nicht nur die niedrigen Zuschauerzahlen ein Beweggrund dafür, nicht weiterzumachen, sondern auch die neue Verteilung der Drittsendelizenzen am Sonntagabend - in diesem Jahr noch hat hier SpiegelTV einen sicheren Sendeplatz. Ab 2018 wird der Samstagvorabend unter anderem zu einem Drittsendeplatz (wir berichteten).

Für Thomas Gottschalk ist es das nächste Format, das mit ihm als Moderator nicht lange überlebt hat. Im Frühjahr etwa floppte auch die Sat.1-Kindershow «Little Big Stars». Von «Die 2» mal abgesehen, ist die Liste an Hits mit Gottschalk seit seinem Ende bei «Wetten, dass..?» somit recht überschaubar.

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Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
Gnutzhasi
19.10.2017 10:30 Uhr 1
Warum kapiert keiner, dass die Zeit eines Gottschalk abgelaufen ist. Was Kritiker "schön" finden, muß nicht unbedingt der Geschmack der Masse sein.
HalbTV
19.10.2017 17:53 Uhr 2
Es ist irgendwie ein seltsames Phänomen, was da jetzt mit Gottschalk passiert. Aber er ist nicht der Erste. Ähnlich erging es z.B. Kullenkampf oder Fuchsberger. Die Sendungen waren eigentlich gut, aber die Zuschauer blieben irgendwann aus. Hat dies nun was mit geänderten Erwartungen des Publikums zu tun oder hat man sich irgendwann an der Art eines Moderators satt gesehen.
Vittel
20.10.2017 00:26 Uhr 3
Das ist der Zeitgeist, der sich eben immer wieder ändert. Gottschalk hat halt prima den Zeitgeist der 80er und 90er getroffen. Mike Krüger hingegen hat es nur in den 80ern geschafft.



Harald Schmidt war in den 90ern und 00ern angesagt, der ist dieses Jahr gerade mal 60 geworden und seit ca. 10 Jahren schon nicht mehr wirklich gefragt.

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