Blockbuster-Battle

Filmcheck: «Das Bourne Ultimatum»

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Der dritte Teil der Filmreihe rund um den von Matt Damon verkörperten Agenten ist beim deutschen Fernsehpublikum überraschend unpopulär.

2007 war das Jahr der dritten Teile: Neben «Shrek der Dritte», «Spider-Man 3» und «Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt» stand unter anderem auch der Agententhriller «Das Bourne Ultimatum» auf den Programmplänen zahlloser Kinos. Bei einem Budget von 110 Millionen Dollar generierte der Blockbuster weltweit ein stattliches Ergebnis in der Höhe von 442,82 Millionen. In den USA stellte der Streifen den Rekord für den besten Auguststart aller Zeiten hin (erst «Guardians of the Galaxy» konnte Bournes 69,28 Mio. überbieten) und räumte zudem immenses Kritikerlob ein. Bei den Academy Awards sackte Paul Greengrass' erfolgreiche Regiearbeit zudem drei Oscars ein – und zwar in den Kategorien „Bester Schnitt“, „Bester Ton“ und „Bester Tonschnitt“.

In Deutschland lockte «Das Bourne Ultimatum» insgesamt 1,67 Millionen Filmliebhaber in die hiesigen Lichtspielhäuser, was damals einen guten 14. Rang in den Kino-Jahrescharts bedeutete. Interessanterweise wurde der Film von einem weiteren Projekt mit Matt Damon geschlagen, nämlich von «Ocean's 13». Dessen ungeachtet ist die Free-TV-Historie des Agentenfilms wenig berauschend.

Die Erstausstrahlung im frei empfangbaren Fernsehen verlief wohlgemerkt stattlich. Am 15. November 2009 sicherte sich RTL zur besten Sendezeit am für den Privatsender heutzutage schwierigen Sonntagabend mit 3,40 Millionen Werberelevanten den Tagessieg in der Zielgruppe. Tolle 21,7 Prozent Marktanteil waren der Lohn dessen, insgesamt wurden 4,96 Millionen Zuschauer und sehr gute 13,9 Prozent gezählt. Ein Jahr später fuhr auch das ZDF mit «Das Bourne Ultimatum» wunderbar: Am 27. Dezember 2010 standen ab 22.15 Uhr 3,19 Millionen Gesamtzuschauer und 1,35 Millionen 14- bis 49-Jährige auf dem Papier. Dies resultierte in sehr gute 14,0 und bombastische 13,0 Prozent Marktanteil.

Am Montag, den 9. April 2012, scheiterte RTL jedoch, es den Mainzer Kollegen gleichzutun. Ab 20.15 Uhr zappten nur 2,79 Millionen Actionfreunde ab drei Jahren und 1,78 Millionen Umworbene ein. Somit erzielte «Das Bourne Ultimatum» bloß miese 8,0 und überschaubare 12,5 Prozent Marktanteil. Am 14. Juli 2013 fuhr der Film am Sonntagabend zur Hauptsendezeit noch miesere Zahlen ein: 1,92 respektive 1,24 Millionen TV-Nutzer sorgten für 6,5 und 10,9 Prozent.

2013 wanderte Matt Damons dritter Einsatz als Jason Bourne dann zu RTL II, wo ebenfalls nur Werte unter Senderschnitt zu Buche standen. Am 15. November erreichte «Das Bourne Ultimatum» ab 20.15 Uhr 1,21 Millionen Filminteressenten, darunter 0,68 Millionen Jüngere. Mit 3,8 und 5,7 Prozent wurden akzeptable Zahlen eingeholt. Am 30. Mai 2014 lief es auf demselben Sendeplatz etwas besser. Mit 4,4 Prozent Marktanteil bei allen Konsumenten wurde der Senderschnitt überboten. Bei den Jüngeren bedeuteten 5,8 Prozent dagegen keine nennenswerte Steigerung.

«Das Bourne Ultimatum» ist am 12. Dezember um 20.15 Uhr bei RTL II zu sehen.

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