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Biografie: Lob von Reich-Ranicki

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Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki ist mit der Verfilmung seiner Autobiografie sehr zufrieden. Grosses Lob erhielten die beiden Hauptdarsteller vom Literaturpapst.

Grosses Lob zollte der 88-Jährige in einem in der Tageszeitung "Die Welt" veröffentlichten Gespräch mit Axel-Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner vor allem den beiden Hauptdarstellern Matthias Schweighöfer und Katharina Schüttler: "Dass die beiden Hauptrollen von diesem Schweighöfer und der Schüttler so fabelhaft gespielt würden, damit habe ich nicht gerechnet."

Der Film, der wie die Ranicki-Biographie «Mein Leben» heisst und nach der Erstausstrahlung in Arte am Karfreitagabend noch einmal in der ARD gesendet wurde, beschränkt sich auf einen Ausschnitt im Leben des Literaturkritikers: Von seiner Kindheit in Polen Ende der 20er und der Jugend im Berlin der 30er Jahre, vom Überlebenskampf im Warschauer Ghetto bis zur Rückkehr nach Deutschland 1958.



In Warschau lernte Reich-Ranicki nach eigenen Angaben eine Psychologin lieben: Er habe sie kennengelernt, als seine Frau Teofila schizophrene Schübe gehabt habe und in eine geschlossene Anstalt gekommen sei: "Und als meine Frau dann wieder zu mir zurückkam, konnte ich mich nicht mehr von meiner neuen Liebe trennen." Sechs bis sieben Jahre habe diese Liebe fortbestanden, von der seine Frau zu jeder Zeit unterrichtet gewesen sei.

Seine Angst vor dem Tod umschrieb der 88-Jährige so: "Davor, dass ich nicht mehr auf dieser Erde bin, dass ich nicht mehr existent bin. Dass ich nicht mehr lesen kann, was im nächsten 'Spiegel' steht." Am meisten habe er aber Angst, dass das alles hier so schnell zu Ende gehe: "Manchmal gehe ich abends schlafen und frage mich, ob ich am nächsten Morgen noch aufwachen werde. Und dann wache ich auf, sehe nach links und rechts, und denke: Ach, ich bin noch da."

Mehr zum Thema... Mein Leben Ranicki
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