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Apple-Keynote 2019: Alles Neue im Überblick

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Am Montagabend deutscher Zeit stellte der IT-Gigant Apple auf seiner ersten Keynote des Jahres neue Produkte vor und konzentrierte sich dabei vor allem auf Service-Angebote. Neue Hardware-Produkte wurden erwartungsgemäß nicht vorgestellt.

Die Keynote begann wie ein Film, mit Intro-Einspieler, Credits, passenden Animationen und Musik. Dann betrat Apple-CEO Tim Cook die Bühne und stellte zunächst die Eigenschaften des Apple-Services heraus, der ganz besonders im Vordergrund stehen sollte. Einfache Handhabung, Detailbewusstsein, Privatsphäre und Nutzungssicherheit, sowie Kuration durch Experten, Personalisierung und die Möglichkeit alles mit der Familie zu teilen. All diese Eigenschaften sollen auch die neuen Angebote des Konzerns beinhalten.

Apple News+


Die erste Schlagzeile des kalifornischen Morgens lautete ‚Apple News+'. Apple-Nutzer kennen bereits die App ‚Apple News‘. Diese bietet dem User Top-Schlagzeilen jeden Tag, die von Experten ausgesucht werden. In den USA und Kanada wird die Erweiterung an den Markt gehen und Magazine und Artikel aus Tageszeitungen enthalten. Über 300 Zeitschriften sind im Abonnement enthalten, die die gesamte Bandbreite an Interessen abdecken sollen. Zu den bekanntesten Titeln gehören unter anderem ‚Vanity Fair‘, ‚Rolling Stone‘, ‚GQ‘ und ‚People‘. Zusätzlich sind in der monatlichen Gebühr von 9,99 Dollar Tageszeitungen wie ‚Los Angeles Times‘ und ‚The Wall Street Journal‘ enthalten. Der erste Monat ist kostenlos.

Der Start in Europa soll im Herbst in Großbritannien erfolgen, wann der Service nach Deutschland kommt, wurde nicht bekannt. Die Aufmachung der Zeitschriften verspricht aber schon einiges. Neben bewegten Coverfotos der Magazine, kann man vom Inhaltsverzeichnis direkt zu den gewünschten Artikeln der jeweiligen Zeitschrift springen. Dem Nutzer werden zudem passende Artikel vorgeschlagen, die zum Leseverhalten passen beziehungsweise den Interessen entsprechen. Die Texte können sowohl online als auch offline gelesen werden und alle neuen Veröffentlichungen werden direkt auf das Gerät geladen.

Apple plant Erweiterung von ApplePay und stellt die AppleCard vor


Das bargeldlose Bezahlen soll in diesem Jahr noch weiter ausgebaut werden. Cook gab an, dass der Konzern im Plan liege, im Jahr 2019 über 10 Milliarden Transaktionen via ApplePay abzuwickeln. Ende 2019 soll der Bezahlservice des kalifornischen Unternehmens in mehr als 40 Ländern weltweit genutzt werden können. In den USA wird es demnächst möglich sein in Portland, Chicago und New York City für den Nahverkehr per App zu zahlen.

Dem aber nicht genug, hinzu kommt der neue Service ‚Apple Card‘, der die Kreditkarte auf Dauer ersetzen soll. Dafür tat sich Apple mit Goldman Sachs und MasterCard zusammen und erweitert die Wallet-App auf dem iPhone. In wenigen Minuten ist man bereit, die neuen Funktionen zu nutzen. Sie hilft dabei, Transaktionen übersichtlich darzustellen, den Kreditstatus im Blick zu halten und den Kundendienst schnell und einfach zu kontaktieren. Zusätzlich kann man via ‚Daily Cash‘, dem Bonusprogramm der Kreditkarte, bares Geld sparen. Für jede Ausgabe, die man mit dem neuen Angebot zahlt, erhält man zwei Prozent wieder zurück, drei Prozent sind es sogar für Apple-Produkte. Neben der App-Funktion steht auch eine physische Karte bereit, die verwendet werden kann, wenn ApplePay nicht akzeptiert wird. Die Daten der Karte sind in einem speziellen Sicherheits-Chip gespeichert und lassen sich in der Wallet-App abrufen.

AppleArcade kommt im Herbst 2019


Auch für Entertainment-Angebote war in diesem Abend gesorgt. Der neue Spiele-Abo-Service im App Store wurde vorgestellt. ‚AppleArcade‘ bietet neben den 300.000 gebotenen Spielen über 100 neue Spiele ohne Werbeunterbrechungen an. Das Angebot startet im Herbst in über 150 Ländern, was das Ganze kosten soll, wurde jedoch nicht bekannt.

Die Spiele sind sowohl online als auch offline spielbar und lassen einen beliebigen Wechsel zwischen iPhone, iPad, Mac und Apple TV zu. Man kann auf dem einen Gerät aufhören und auf einem anderen Gerät dort weiterspielen, wo man das Spiel zuletzt beendet hat.

Apple TV App wurde runderneuert


Mit großen Schritten näherte sich die Keynote dem eigentlichen Highlight des Abends, zunächst stand aber noch die runderneuerte Apple-TV App im Fokus. Diese bündelt von nun an alle iTunes-Filme, diverse Kabeldienste wie HBO und Showtime, sowie Streaming-Angebote wie Hulu und Prime Video. Der Aufbau der App erinnert stark an bereits bekannte Streaming-Plattformen wie Netflix. Mit dabei sind Empfehlungen und die Rubrik ‚Up Next‘, in der man angefangene Formate fortsetzen kann.

Ähnlich wie bei Netflix gibt es auch eine Rubrik mit eigens für Kinder ausgewählten Inhalten. Ungewöhnlich für Apple: die App, die ab Mai verfügbar ist, wird auch auf Smart TVs, sowie Roku und Amazon Fire TV nutzbar sein. Ab Herbst kann man das ganze dann auch auf dem Mac verwenden.

Hollywood-Stars präsentieren Formate für AppleTV+


Der Moment, auf den alle gewartet hatten, kam tatsächlich noch. In großem Stil stellte der IT-Gigant seinen neuen Dienst ‚Apple TV+‘ vor. Mit dabei waren Hollywoods bekannteste Gesichter und stellten ihre Serien höchstpersönlich vor. Steven Spielberg machte den Anfang und verkündete die Wiederauflage seiner vielseitigen Serie «Amazing Stories». Reese Witherspoon und Jennifer Aniston werden die Zuschauer mit «The Morning Show» zusammen mit Steve Carell belustigen, während Jason Mamoa und Alfre Woodard für «See» warben. Kumail Nanjiani taucht in seiner Show «Little America» in Geschichten von Migranten in den USA ein. Auch für die Kleinen wird es eine Apple-Eigenproduktion geben. Bibo aus der «Sesamstraße»  präsentierte für die Jüngsten das Lernfernsehen-Format «Helpsters». JJ Abrams und Sara Bareilles stellten «Little Voices» vor, wobei die Sängerin direkt den Titelsong zum Besten gab. Den Abschluss machte Oprah Winfrey, die zwei Dokumentationen ankündigte. «Toxic labor» befasst sich mit dem aktuellen Thema der #metoo-Debatte rund um Belästigung am Arbeitsplatz, die andere ist eine Dokureihe und handelt von seelischer Gesundheit.

Der Service wird im Herbst auf den Markt kommen und in über 100 Ländern verfügbar sein, somit wohl auch in Deutschland. Was das neue Abonnement kosten soll, wurde nicht bekannt.

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