Quotencheck

«Lost»

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Die vierte Staffel der US-Serie war hierzulande die mit Abstand erfolgloseste – zweistellige Marktanteile waren diesmal Fehlanzeige.

Ob man bei ProSieben in letzter Zeit mal an die Anfänge von «Lost» vor vier Jahren gedacht hat? Mit knapp vier Millionen Zuschauern startete die US-Serie einst, der Marktanteil lag in der Zielgruppe bei 20 Prozent. Davon ist die Serie von J.J. Abrams mittlerweile – drei Staffeln später – weit entfernt.



Der Abwärtstrend der Einschaltquoten machte sich bereits in den vergangenen Staffeln bemerkbar, doch die vierte Auflage von «Lost» unterbot noch einmal alles. Schon der Auftakt verlief am 12. Januar auf dem Sendeplatz um 22:15 Uhr mit 1,30 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 9,4 Prozent in der wichtigen Zielgruppe alles andere als gut. Was zu diesem Zeitpunkt noch keiner wissen konnte: Damit fuhr ProSieben zugleich die höchsten Reichweiten der Staffel ein.

Mit anderen Worten: In den folgenden Wochen schnitt «Lost» beim deutschen Publikum noch schlechter ab, zum Teil sogar deutlich. Leicht bekam es die US-Serie zu Beginn keinesfalls, musste sie doch gegen das quotenstarke RTL-Dschungelcamp antreten. So stand in Woche zwei gerade mal noch ein Marktanteil von 6,8 Prozent beim jungen Publikum auf der Uhr – lediglich 740.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren schalteten ein. Insgesamt waren an diesem Abend 960.000 Menschen dabei.



Auf ähnlichem Niveau lag die Serie dann auch in den darauffolgenden Wochen. Richtig miserabel wurde es jedoch am 12. Februar: Gerade mal noch 780.000 Zuschauer konnten sich an diesem Abend für «Lost» begeistern. Der Gesamt-Marktanteil bei katastrophalen 3,3 Prozent. So schlecht wie an diesem Abend sah es für den US-Hit noch nie aus. Gleiches galt für die Zielgruppe, wo 650.000 Werberelevante am Ende für nur 6,5 Prozent Marktanteil sorgten.
Wer allerdings dachte, dass damit bereits das untere Ende der Fahnenstange erreicht gewesen sei, musste sich eines Besseren belehren lassen. Auch im weiteren Verlauf verharrte «Lost» unterhalb der Marke von sieben Prozent. Anfang März schalteten sogar nur noch 6,2 Prozent der Werberelevanten ein, ehe sieben Tage später mit 5,7 Prozent ein weiterer Tiefpunkt erreicht wurde. Erneut belief sich die Gesamt-Reichweite auf 780.000 Zuschauer, der Marktanteil fiel hier mit 3,4 Prozent völlig inakzeptabel aus.

Dennoch hielt ProSieben tapfer an seinem Aushängeschild fest – und wurde dank eines stärkeren Vorprogramms belohnt, wenn auch nur auf sehr magerem Niveau. Die letzten Folgen der fünften Staffel näherten sich wieder der Millionen-Hürde, die Marktanteile stiegen zuletzt auf bis zu 7,9 Prozent in der wichtigen Zielgruppe an. Dennoch: Über den großen Misserfolg kann das natürlich nicht hinwegtäuschen. Ein Hoffnungsschimmer war bis zum Schluss nicht in Sicht. Die Doppelfolge zum Finale erreichte genau so viele Menschen wie zuletzt, nur die Marktanteile fielen mit 5,6 und 9,5 Prozent ein kleines bisschen besser aus.

Das Fazit fällt daher trotzdem mies aus: Auf nur 950.000 Zuschauer kam «Lost» seit Anfang Januar im Schnitt. Das entsprach einem Marktanteil von 4,0 Prozent beim Gesamtpublikum. In der Zielgruppe lief es mit durchschnittlich 740.000 Werberelevanten sowie 7,2 Prozent Marktanteil kaum besser. Damit wurde sogar die vorherige Staffel noch einmal deutlich unterboten. Zum Vergleich: Staffel drei holte immerhin noch 9,0 Prozent.

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