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«Charité»

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Nach mehr als drei Jahren kehrte die Dramaserie mit sechs neuen Folgen zurück. Doch Das Erste konnte nicht mehr so ganz an die Resultate der vergangenen Staffeln anknüpfen.

Seit 2017 strahlt das Erste die Dramaserie «Charité» aus, welche die Geschichte von Ärzten, Schwestern und Patienten im weltberühmten Berliner Krankenhaus vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und ökonomischer Umbrüche erzählt. Während die erste Staffel ab 1888 spielte, blickte die zweite Staffel während des Zweiten Weltkriegs auf das Krankenhaus. In der dritten Staffel wurde die Situation zur Zeit des Kalten Krieges beleuchtet. Für die aktuelle vierte Staffel kam es zu einem Perspektivenwechsel, denn nun schaute man in die Zukunft auf das Jahr 2049, wo die Auswirkungen des Klimawandels zur größten Herausforderung für das Personal werden. Als weitere Neuerung erfolgte die Erstausstrahlung der sechs neusten Episoden nicht wie gewohnt im Ersten, sondern bei arte. Am 4. April liefen hier alle sechs Ausgaben ab 20.15 Uhr hintereinander. Das Erste übertrug die Folgen dann vom 9. bis zum 11. April.

Der Auftakt für die neue Staffel lief am Dienstag, den 9. April, zur Primetime. Auf dem Gesamtmarkt wurde zu Beginn direkt das stärkste Ergebnis der Staffel verbucht. Bei 2,88 Millionen Fernsehenden kam somit ein solider Marktanteil von 11,1 Prozent Marktanteil zustande. Die 0,43 Millionen Jüngeren eröffneten die Ausstrahlung ebenfalls erfolgreich mit knapp überdurchschnittlichen 8,3 Prozent. Direkt im Anschluss wurde die zweite Episode gezeigt, welche noch 2,55 Millionen Interessenten vor dem Bildschirm hielt. Somit war weiterhin ein passables Resultat von 10,6 Prozent möglich. Mit erneut 0,43 Millionen Neugierigen sowie 8,3 Prozent Marktanteil blieb das Ergebnis in der jüngeren Gruppe konstant.

Einen Tag später machte der Sender zur Primetime wieder für die Dramaserie Platz. Mit 2,17 Millionen Zuschauern stieg man jedoch direkt deutlich geschwächter in die Ausstrahlung ein. Der Sender musste sich folglich mit einem annehmbaren Marktanteil von 9,1 Prozent zufriedengeben. Die 0,35 Millionen 14- bis 49-Jährigen waren nun mit soliden 7,6 Prozent Marktanteil unter den Senderschnitt gerutscht. Ab 21.05 Uhr folgte die zweite Folge des Abends, mit welcher man erstmals unter die 2-Millionen-Marke rutschte. Mit den verbleibenden 1,94 Millionen Zusehenden war noch ein mäßiges Resultat von 8,3 Prozent möglich. Bei den 0,28 Millionen Jüngeren sank die Quote auf akzeptable 5,7 Prozent.

Der letzte Ausstrahlungstag war schließlich der Donnerstag. An diesem Abend wurden selbst zur Primetime nicht mehr als 1,49 Millionen Interessenten zum Einschalten bewegt. Dies hatte einen niedrigen Marktanteil von 6,2 Prozent zur Folge. Auch die 0,19 Millionen 14- bis 49-Jährigen waren nun auf ernüchternde 4,0 Prozent abgerutscht. Das Staffelfinale lief schließlich nur noch vor einem Publikum von 1,32 Millionen Menschen. Mehr als magere 5,4 Prozent Marktanteil waren nun nicht mehr möglich. Die 0,12 Millionen Jüngeren waren ebenfalls auf den Staffeltiefstwert von mickrigen 2,2 Prozent abgerutscht. Damit wurden an diesem Tag nicht nur ein Negativrekord für diese Staffel, sondern für die gesamte Serie aufgestellt.

Im Schnitt überzeugte die vierte Staffel der Dramaserie noch 2,06 Millionen Fernsehzuschauer. Dies hatte einen mäßigen Marktanteil von 8,5 Prozent zur Folge. Die 0,30 Millionen jüngeren Neugierigen landeten bei annehmbaren 6,0 Prozent. Im Vergleich: Die allererste Episode hatte im März 2017 8,32 Millionen Interessenten zum Einschalten bewegt und hervorragende 25,9 Prozent Marktanteil eingefahren. Auch die jüngere Gruppe war mit 1,54 Millionen Menschen vertreten gewesen. Diese Werte sind nun meilenweit entfernt. Doch auch schon der Abstand zur dritten Staffel, die Anfang 2021 gezeigt wurde, ist enorm. Damals ergatterten durchschnittlich 5,36 Millionen Zusehende 16,1 Prozent Marktanteil. Die 0,76 Millionen 14- bis 49-Jährigen erzielten 8,2 Prozent. In diesem Jahr lief die Premiere zwar erstmals zuvor schon bei arte, doch auch diese Tatsache wird den enormen Rückgang nicht ausgleichen können.

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