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Fernsehfriedhof

Der Fernsehfriedhof: «Comeback – Die große Chance»

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Quotenmeter.de erinnert an all die Fernsehformate, die längst im Schleier der Vergessenheit untergegangen sind. Folge 28: Arabella und schiefe Stimmen.

Liebe Fernsehgemeinde, heute gedenken wir einer weiteren Show, in der B-Promis fast alles für etwas Aufmerksamkeit taten.

«Comeback – Die große Chance» wurde am 09. Februar 2004 auf ProSieben geboren und war die Antwort des Senders auf den großen Erfolg von «Deutschland sucht den Superstar» und «Ich bin ein Star, holt mich hier raus!». In der Show kämpften Künstler, deren musikalische Erfolge schon lang zurücklagen, um eine Rückkehr an die Chartspitze. In großen Mottoshows mussten sie sich dabei Woche für Woche vor dem Publikum und einer Jury behaupten. Als Preis winkte dem Sieger die Aufnahme eines neuen Albums mit einem Top-Produzenten und eine Deutschland-Tournee.

Um diesen Preis kämpften das 80er-Pop-Sternchen C.C. Catch („Heartbreak Hotel“), Dancefloor-Wunder Haddaway („What Is Love“), der Smokie-Sänger Chris Norman („Midnight Lady“), Gangster-Rapper Coolio („Gangsta’s Paradise“), der britische Interpret Limahl („Neverending Story“), die schwedische Emilia („Big Big World“), NDW-Veteran Markus („Ich will Spaß“), Caught-In-The-Act-Mitlglied Benjamin Boyce („Love Is Everywhere“) und Ex-Tic Tac Toe-Sängerin Jazzy („Verpiss Dich“). In der ersten Ausgabe bangten zudem Jürgen Drews („Ein Bett im Kornfeld“), Gunther Gabriel („Komm unter meine Decke“) und die Weather Girls („It’s Raining Men“) um einen Einzug in die Show. Die künstlerischen Darbietungen der Wettbewerber waren jedoch zum Teil kaum auszuhalten, da in der Show live gesungen werden musste. Einen kleinen Skandal lieferte obendrei Rapper Coolio als er auf die Jury losging, die ihn zuvor kritisierte.

Moderiert wurde die teilweise sehr peinliche Show von Talklady Arabella Kiesbauer, die zuvor bei «Starmania» in Österreich Erfahrungen bei Konzepten dieser Art sammeln konnte. Die Jury um Produzent Harold Faltermeyer und der damaligen MTV-Moderatorin Anastasia wurde wöchentlich durch einen Gastjuror wie Joey Kelly oder Uwe Fahrenkroog-Petersen ergänzt. Die zweistündigen Episoden strahlte ProSieben montags um 20.15 Uhr live mit oft weniger als 10 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe aus.

«Comeback – Die große Chance» wurde am 05. April 2004 beerdigt und erreichte ein Alter von zehn Folgen. Die Show hinterließ den Sieger Chris Norman, der nach der Sendung trotz eines Albums und einer Tour letztlich nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen konnte.

Möge die Show in Frieden ruhen!

Die nächste Ausgabe des Fernsehfriedhofs widmet sich dem chaotischen Frühstücksfernsehen von ProSieben.

Kurz-URL: qmde.de/33798
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