Hingeschaut

«The Mentalist»: Staffelfinale hielt Niveau nicht

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Am Sonntag ging die erste Staffel von «The Mentalist» zu Ende. Fabian Riedner sah die Folge "Der Lauf der Welt".

Mit Staffelpremieren und –finales ist das immer so eine Sache: Die US-Fernsehstationen geben für diese Episoden gewöhnlich mehr Geld aus und lassen die Handlungen der gesamten Staffel darin einfließen. Am Sonntag wurde die letzte Episode der ersten «The Mentalist»-Staffel in Sat.1 gesendet, diese konnte die Qualität der früheren Folgennicht halten, sondern enttäuschte.

Das Team um Patrick Jane war auf den Spuren des Serienkillers Red John, der schon der Familie von Jane das Leben nahm. Nun wurde das California Bureau of Investigation, kurz CBI, mit dem Fall von Emma Plaskett betraut. Ein recht junges Mädchen wurde eiskalt und grausam ermordet, ihre Schwester gilt seither als vermisst. Als Krönung der ersten Minuten wird die Handschrift des Serienkillers nicht irgendwo an den Tatort, sondern in die Luft gemalt. Der Aha-Effekt war vorhanden, jedoch war dies das Außergewöhnliche.

«The Mentalist» bediente sich in der Episode wieder den typischen kalifornischen Landschaftsaufnahmen, dazu ein paar Ermittlungen im Büro. Doch dieses Mal haben ganz klar zwei Dinge gefehlt: Die Kommunikation im Team, denn es standen lediglich Agent Teresa Lisbon und Mentalist Patrick Jane im Vordergrund. Der heimliche Star des Formats, Agent Kimball Cho, tauchte bewusst noch nicht einmal auf. Dabei war er immer für die Verhöre zuständig, verzog stets die Miene und teilte nicht ein Lächeln aus.

Serienerfinder und ausführender Produzent Bruno Heller war für das Drehbuch verantwortlich. Jedoch war an der Episode nicht alles schlecht, wenn man mal davon absieht, dass Rosalins Haus das exakte ist, wie es schon das von den «Gilmore Girls» war. Zwischendurch fanden dort die Darsteller von «Terminator: The Sarah Connor Chronicles» Unterschlupf. Wie dem auch sei: Die Auflösung war erneut gut gelungen, für ein Staffelfinale allerdings viel zu wenig.

Der Nebenplot um den Serienmörder Red John wurde kein Stück weiter gesponnen, die Verantwortlichen haben lediglich den Sohn von Red Johns Partner eingeführt, der in der finalen Szene sogar noch stirbt. Wer die Episode nicht gesehen hat, wird die Auflösung keineswegs vermissen. Vielleicht ist «The Mentalist» mittlerweile auch eine so gute Serie, dass das Format kaum noch steigerungsfähig ist? Ganz rund war das Finale nicht, doch bereits in einigen Monaten haben Patrick Jane & Co. erneut die Chance, die Zuschauer zu unterhalten.

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