US-Fernsehen

Eine Milliarde für Spielbergs Traumschmiede

von  |  Quelle: Variety
Steven Spielberg sammelt von Partnerinvestoren angeblich eine Milliarde um DreamWorks wieder von Paramount zu lösen.

Regielegende Steven Spielberg, dessen «Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels» als bislang zweiterfolgreichster Film des Jahres hinter «Iron Man» die weltweiten Kinokassen klingeln lässt, hat ein womöglich kolossales Investmentprojekt am Laufen. Aus Branchenkreisen wurde bekannt, dass er sich in Gesprächen mit Investoren befindet, um die DreamWorks Studios von Paramount Pictures frei zu kaufen. Damit würde das Studio die Filme wieder besitzen, die es sonst nur produzierte.

Sollte sich DreamWorks tatsächlich von Paramount lösen, bräuchte die Filmfirma einen neuen Vertriebspartner für den weltweiten Verleih seiner Werke. Abgesehen von Paramount wären die Hauptanbieter dabei Universal, Disney und Fox. Lediglich Warner Bros. haben sich als großes Studio bislang aus der Gebotsschlacht herausgehalten. Disney könnte sich aus Personalgründen bereits ausschließen. Jeffrey Katzenberg hat die Animationsfilmabteilung von DreamWorks erst gegründet, nachdem er Disney im Streit verlassen und seinen früheren Arbeitgeber mit einer gewaltigen Klage einen hohen zweistelligen Millionenbetrag abgeknöpft hatte. Außerdem wäre DreamWorks Animation («Shrek», Bild) dann beim selben Verleiher wie sein größter Konkurrent: Pixar. Wenn Katzenberg bei einer neuen Partnerschaft also mitzureden hat, kann davon ausgegangen werden, dass Disney keine Rolle spielen wird.




Für Spielberg geht es bei dem Geschäft auch nicht primär um einen Verleiherwechsel, obwohl ein losgelöstes DreamWorks wohl nicht erneut so eng mit Paramount zusammen arbeiten würde. Wichtiger ist für den Regisseuer der veränderte Rechtsstatus: Wenn er die Zugehörigkeit zu Paramount aus dem Weg geräumt hat, kann er zukünftig wieder selbst Eigentümer seiner Filme sein. Bislang waren die bei DreamWorks unter Paramount produzierten Filme gemäß der Verträge immer das Eigentum der Firma Paramount. So hat Spielberg zwar «Transformers» produziert, doch der Film gehört dem Mutterkonzern, die Namensrechte ohnehin Marvel. Dieses Schema könnte sich ändern, falls Spielberg die immense Summe von einer Milliarden Dollar zusammen bekommt und dem Geschäft zugestimmt wird.

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