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«37°» porträtiert Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye

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Die ZDF-Reihe erzählt die bewegende Lebensgeschichte der Kugelstoßerin, die nach schwierigen Jahren überraschend olympisches Gold gewann.

Als Yemisi Ogunleye im August 2024 bei den Olympischen Spielen in Paris den Wettkampfring betrat, gehörte sie nicht zu den großen Favoritinnen. Wenige Minuten später schrieb sie Sportgeschichte und gewann Gold für Deutschland. Die neue «37°»-Dokumentation „Das Gold ihres Lebens – Kugelstoßerin Yemisi“ blickt am 28. Juli hinter diesen außergewöhnlichen Erfolg und erzählt die Geschichte einer Frau, die weit mehr überwinden musste als sportliche Herausforderungen.

Regisseurin Tina Soliman begleitet die Athletin auf einer sehr persönlichen Reise durch ihr Leben. Dabei wird deutlich, dass der olympische Triumph nur ein Kapitel einer Geschichte ist, die von Zweifeln, Ausgrenzung und dem Kampf um Anerkennung geprägt war. Als Tochter einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters wuchs Ogunleye in der Pfalz auf und fühlte sich während ihrer Schulzeit oft ausgeschlossen. Mobbing und rassistische Anfeindungen hinterließen tiefe Spuren.

Die Dokumentation schildert, wie die spätere Spitzensportlerin in jungen Jahren zeitweise den Glauben an sich selbst verlor. Einen entscheidenden Wendepunkt markierte die Begegnung mit einer Jugendleiterin ihrer Kirchengemeinde. Dort fand sie nicht nur Unterstützung, sondern auch einen Glauben, der ihr bis heute Halt gibt. Dieser spirituelle Aspekt zieht sich wie ein roter Faden durch den Film und spielt auch in Ogunleyes eigener Wahrnehmung ihres sportlichen Erfolgs eine zentrale Rolle.

Besondere Aufmerksamkeit widmet die Dokumentation dem olympischen Finale von Paris. Nachdem Ogunleye bereits im Wettkampf gestürzt war, gelang ihr im letzten Versuch der entscheidende Stoß auf 20 Meter. Die Goldmedaille machte sie schlagartig zu einer der bekanntesten deutschen Leichtathletinnen. Für die Athletin steht dieser Moment jedoch auch symbolisch für ihren gesamten Lebensweg: immer wieder hinzufallen und erneut aufzustehen.

„Das Gold ihres Lebens“ versteht sich deshalb nicht nur als Sportlerporträt. Der Film erzählt von Identität, Zugehörigkeit, Glauben und innerer Stärke. Zugleich dokumentiert er einen weiteren Wendepunkt im Leben der Olympiasiegerin: Nach Abschluss der Dreharbeiten heiratete sie und trägt inzwischen den Namen Yemisi Mabry. Damit endet die Dokumentation mit einem neuen Kapitel in einer Lebensgeschichte, die bereits mehrfach überraschende Wendungen genommen hat.

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