Wochenquotencheck

«Punkt»-Schwäche nach acht: «Deutschland am Morgen» muss Abfall stoppen

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Alles in allem besteht in Konkurrenz zum (meist) führenden Sat.1 durchaus noch Luft nach oben.

Mit «Deutschland am Morgen» startet am Montag, den 4. Mai das neue Nachrichtenmagazin bei RTL und ntv. Ab dann sollen die Zuschauerinnen und Zuschauer auf beiden Sendern von Montag bis Freitag jeweils von 6 bis 9 Uhr in den Tag begleitet werden. Doch wie hoch sind denn eigentlich die Erfolgsaussichten mit Blick auf den derzeitigen Quotenstand der bisherigen «Punkt»-Schiene?

Bereits der Montag sorgte hier für einen ordentlichen Einstieg - zumindest bei «Punkt 6»: Die 0,06 Millionen Frühaufsteher*innen, die aus der Zielgruppe stammten, sorgten für einen immerhin passablen Marktanteil von überdurchschnittlichen 12,3 Prozent. Insgesamt belief sich das Interesse auf 0,17 Millionen Zuschauende und einen annehmbaren Wert von 7,5 Prozent. «Punkt 7» in der Folgestunde fiel bei den 14-49-Jährigen dann allerdings schon in die Einstelligkeit: Höchstens noch mäßige 9,5 durch 0,05 Millionen kamen zustande. Insgesamt hielt man sich konstant auf 7,5 Prozent ob 0,20 Millionen. Richtig runtergedonnert ist das Interesse aber schließlich in der dritten Stunde mit «Punkt 8», für das bloß ganz geringe 4,0 Zielgruppen-Prozent anhand 0,02 Millionen aufkamen. Auch am Gesamtmarkt waren in Anbetracht 5,2 Prozent und 0,17 Millionen Verluste zu verzeichnen.

Im weiteren Verlauf konnte zumindest «Punkt 6» das vernünftige Startniveau am Dienstag halten: Denn es ging auf sehr ähnliche 12,5 Prozent, weil sich die Zielgruppen-Reichweite auf 0,05 Millionen belief. Bei allen Zuschauenden ging es leicht nach unten auf 6,5 Prozent wegen 0,15 Millionen. Seine (ausbaufähige) Vortagesperformance reproduzierte weitestgehend zudem «Punkt 7»: 9,3 Prozent bei 0,04 Millionen der Leute bis 49 zeigte der Tacho. Bezüglich der Über-50-Jährigen hielt die zweite Stunde die Resultate der ersten erneut. Wenngleich der Abriss von «Punkt 8» marktanteilsmäßig an diesem Tag nicht ganz so krass ausfiel wie montags, ließen 5,0 Prozent durch 0,03 Millionen Jüngere dennoch zu Wünschen übrig.

Erfreulicher Weise brachte der Mittwochmorgen für «Punkt 6» einen Anteils-Anstieg, weil beständige 0,06 Millionen Frühaufsteher*innen an diesem Tag eine gute Relation in Höhe 13,7 Prozent möglich machten. Bei den über 50-Jährigen verlief es in Anbetracht 0,14 Millionen und 6,3 Prozent kaum anders als 24 Stunden vorher. Dass an diesem Morgen in Puncto Prozent-Anteile mehr rauszuholen war, stellte sich auch nochmal bei «Punkt 7» heraus, wo die gehaltenen 0,06 Millionen für deutlich verbesserte 11,6 Prozent langten, die das Magazin erstmal in der Woche in die Zweistelligkeit brachten. Etwas optimierte Marktwerte zwar gleichfalls für «Punkt 8», mit 6,9 Prozent (0,04 Millionen 14-49-Jährige) allerdings in deutlich begrenzterer Form. Kaum Bewegung übrigens bei den Älteren: 0,19 Millionen zu 5,4 Prozent.

Am Donnerstag setzte sich das Zielgruppen-Phänomen weiter fort - beständige Reichweiten, gesteigerte Prozent-Relationen: Genau gesagt eine Prozentzahl vitaler 14,5 Prozent durch konstante 0,06 Millionen können RTL klar zufrieden machen. Vollkommen anders das Bild bei «Punkt 7»: Dort sackten die Ergebnisse wegen dürftiger 5,7 Prozent bei 0,03 Millionen merklich ab. Nicht viel besser das Resultat bezüglich «Punkt 8» wegen 6,8 Prozent und 0,03 Millionen Jüngere. Mit Blick auf die Älteren herrschte Gleichförmigkeit im Vergleich zum Vortag.

Etwas ungewöhnlicher das Anteils-Feld am Freitag: Die Dimensionen von «Punkt 6» plumpsten auf überraschend niedrige 6,1 Zielgruppen-Prozent wegen lediglich 0,03 Millionen. Insgesamt waren die Verhältnisse mit 0,19 Millionen zu 8,7 Prozent ein Stück freundlicher. «Punkt 7» war der Vorgänger-Sendung ausnahmsweise mal deutlich überlegen im Anteil ob gute 13,8 Prozent anhand 0,08 Millionen Leute bis 49. Am Gesamtmarkt verblieben respektable 9,2 Prozent, weil 0,28 Millionen zuschalteten. «Punkt 8» leitete jedoch wieder einen Schlingerkurs ein, der nur zu blassen 5,8 Prozent (0,03 Millionen) führte. Die Gesamtzuschauerschaft ließ sich zu durchwachsenen 6,6 Prozent sprich 0,24 Millionen halten.

Weitet man die Betrachtung von «Punkt 6» auf die Vorwochen und Vormonate aus, sind teilweise Ausschläge zwischen 15 bis 20 Prozent im moderaten Reichweiten-Bereich bis 0,08 Millionen 14-49-Jährige zu beobachten. Insgesamt sporadische Vorstöße in Zweistelligkeit mit Beteiligungen über 0,20 Millionen, oft aber einstellige Zahlen. Leicht schwächer aber in Reichweite noch «Punkt 7», wo man mit der Zehn-Prozent-Schwelle tanzt (vereinzelt bis zu 15 Prozent) - hier auch eine Range zwischen 0,05 und 0,09 Millionen. Deutlich seltener sind zweistellige Ausflüge in der zweiten Stunde beim Gesamtpublikum, welches meist zwischen 0,17 und 0,20 Millionen verbleibt - nur manchmal besorgen bis 0,25 Millionen Zahlen in der Zweistelligkeit.

Während die ersten zwei Punkt-Stunden zumindest bei den 14-49-Jährigen oftmals durchaus intakte Anteile aufweisen, fällt «Punkt 8» schon deutlicher in magerere Zonen mit teils nurmehr fünf Prozent und partiell sogar unter 0,05 Millionen. Auch wenn es in den Wintermonaten mit um die 0,10 Millionen und etwas häufigeren Ausflügen in die Zweistelligkeit ein Stück besser lief, baut die dritte Morning-Stunde bei RTL offenkundig zu stark ab. Für die neue Schiene «Deutschland am Morgen» ist es also vielleicht die größte Challenge, dem entgegenzuwirken. Alles in allem besteht in Konkurrenz zum (meist) führenden Sat.1 durchaus noch Luft nach oben.

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