Mit «Licht aus!» hätte Amazon eine psychisch-fordernde Show auf die Füße stellen können. Stattdessen ist sie einfach nur eine weitere belanglose Reality-Sendung ohne Mehrwert.
Bereits im Februar 2024 startete Bildergarten Entertainment die Produktion der neuen Amazon-Show «Licht aus!», die seit Kurzem beim deutschsprachigen Prime Video abgerufen werden kann. Als Moderator hat man sich Steven Gätjen ausgesucht, der unter anderem durch zahlreiche ProSieben-Shows führt. Mit an Bord holten die Verantwortlichen die Psychotherapeutin Sandra Sangsari, die das Geschehen kommentierte sollte.
Als zweite Mitspielerin hat sich Amazon die Zeit von Tochter Gloria(-Sophie) Burkandt, die als Model und Schauspielerin in New York lebt. Die Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder soll dem Format einen gewissen Neugierde-Faktor geben, jedoch ist Burkandt vor der Kamera eine richtige Schlaftablette. Tatsächlich hat die gebürtige Nürnbergerin erst einmal in einem Kurzfilm namens «Abgehoben» mitgewirkt. Auch bei ihr folgt das gleiche Spiel: Eine Begrüßung von Steven Gätjen, persönliche Gegenstände im ersten Dunkelraum erspielen und schließlich erst einmal vor sich hin probieren – und auf einmal finden Lombardi und Burkandt tatsächlich auch noch eine zweite Toilette.
Neben diesen Kandidaten sich auch die Comedians Timur Turga, Negah Amiri und Schauspieler Gedeon Burkhardt an Bord. Mit Turga hat man einen sehbehinderten Komiker an Bord, dessen Blindenstock sogar für die Aufzeichnung abgenommen wird. Leider möchte Bildergarten Entertainment die Trivialität der Fernsehshow nicht mit nützlichen Informationen verbinden. Es wäre viel interessanter gewesen, wenn sich die übrigen Teilnehmer mit diesem Blindenstock probieren könnten. Oder man vermittelt ihnen das Klacken mit dem Mund, um auf Schall zu reagieren. Stattdessen müssen die Teilnehmer für mehrere Tage einfach nur in der Dunkelheit sitzen.
Es ist bedauernswert, dass so ein ambitioniertes Projekt wie «Licht aus!» schlussendlich zur Trash-Show heruntergebrochen wurde. Statt sich mit der Psyche und den Auswirkungen zu beschäftigen, wird einfach nur ein dunkles «Big Brother» angeboten. Selbst der so erfahrene Steven Gätjen spult seine Moderation nur herunter, scheint sich mit den psychischen Gegebenheiten eines solchen Experiments wohl nicht auseinandergesetzt zu haben. «Licht aus!» wird wie viele andere Amazon-Projekte schnell in der Versenkung verschwinden. Schließlich ist das Projekt kein großer Wurf, sondern ein Massenprodukt aus Köln.

• Licht aus! • Deutschland sucht den Superstar • Abgehoben • Promi Big Brother • Big Brother
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Es gibt 11 Kommentare zum Artikel
09.11.2024 23:56 Uhr 9
Danke für die Rückmeldung und dafür, dass ihr euch die Zeit nehmt, auf Fehler hinzuweisen. Das zeigt, dass ihr unsere Inhalte aufmerksam verfolgt, und das schätze ich. Wir sind uns bewusst, dass wir uns in diesem Punkt verbessern müssen, und wir arbeiten daran, unsere Abläufe zu optimieren, um solche Fehler in Zukunft zu vermeiden. Kommentare und konstruktive Kritik sind willkommen – wir nehmen sie ernst und nutzen sie, um uns weiterzuentwickeln.
10.11.2024 11:42 Uhr 10
aber 3-4 Leute sind unnötige 2-3 Leute zu viel, die es eben nicht mitbekommen, daß sich schon jemand über email beschwert hat
es sollte schon ausreichen, wenn eine Person darauf aufmerksam macht
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klasse, find ich toll
wenn ihr wirklich das mal umsetzt, dann wird der
14.11.2024 16:16 Uhr 11
Sorry Fabian, aber dieses Statement kann ich leider absolut nicht für voll nehmen. Wenn ihr die Kritik wirklich registriert und auch ernst nehmt, warum tut sich dann seit JAHREN absolut gar nichts? Die Artikel werden immer schlimmer, teilweise hat man tatsächlich das Gefühl, dass sie von einem Übersetzungsprogramm automatisch übersetzt wurden oder eine KI den Unsinn verzapft hat. Seit Jahren kritisieren wir, teilweise vom Ton etwas drüber, da nehme ich mich nicht aus und habe ja Besserung gelobt, aber es hat sich NICHTS getan, ganz im Gegenteil, siehe aktuell der Artikel über "Euphoria". Besser recherchieren, Korrektur lesen und sich einfach einen ticken mehr Zeit nehmen, dann könnte es was werden. Aber dazu muss man eben auch gewillt sein und das scheint ihr und vor allem Du überhaupt nicht, denn leider sind gerade Deine Artikel diejenigen, die am, vorsichtig ausgedrückt, auffälligsten sind.