Vermischtes

Wo sich Hollywood und Casino-Kultur überschneiden

Glanz, Glamour, Nervenkitzel und ein Anflug von Unterwelt: Hollywood und das Filmpublikum lieben spannende Geschichten. Kein Wunder also, dass Streifen rund ums Casino und das Glückspiel zu den Dauerbrennern auf der Leinwand und dem Bildschirm gehören.

Der Hauch von Anrüchigkeit stammt in erster Linie aus den Anfängen von „Sin City“ Las Vegas. Die heute genauso für aufwendige Shows mit hochkarätigen Künstlern wie für ihre Casinoresorts bekannte Wüstenstadt in Nevada galt als Tummelplatz des Mobs. Bis heute gibt es in den gesamten USA nur wenige Städte, in denen Casinos erlaubt sind. Las Vegas gehört dazu.

Dass hier jegliche Form von Glücksspiel zum großen Geschäft wurde, ist Präsident Hoover und dem von ihm während der Weltwirtschaftskrise Mitte der 1930er Jahre beschlossenen Bau des nach ihm benannten Staudamms zu verdanken. Arbeiter mit Geld in der Tasche waren das ideale Glücksspielpublikum. Hinzu kam die Entfernung von den Gesetzgebern in Washington.

Nah dem Ende des 2. Weltkriegs entdeckte Mafioso Bugsy Siegel das Potenzial der Stadt. Das Geld für den Bau seines „Flamingo“, eines an den Luxus von Hollywood erinnernden Resorts, stammte zwar aus anrüchigen Quellen, aber das störte weder die Kunden noch die Stars, die auf den Bühnen auftraten. Siegels Vegas-Karriere endete mit seiner Ermordung 1947, doch seine Idee einer Mischung aus Glitzerwelt und Spaß für jeden Geldbeutel setzte sich durch.

Während die Stars von Film und Bühne sich in der Stadt amüsierten, inspirierte Las Vegas die Filmemacher auch für die Leinwand. Frank Sinatra, der Jahrzehnte lang Dauergast in der Stadt war, hatte 1941 sein Filmdebüt in der Komödie „Las Vegas Nights“. „The Las Vegas Story“ von 1952 mit Jane Russell zeigte hingegen die düsteren Seiten des Zockens.

Die Kombination von Gangster und Glücksspiel hat sich seit Jahrzehnten als gewinnendes Konzept für Hollywood erwiesen. Frank Sinatra und sein „Rat Pack“ begeisterten 1960 als „Frankie und seine Spießgesellen“ das Publikum. Frankie (oder im Original Danny Ocean) hat den genauso genialen wie gefährlichen Plan, fünf Casinos in Las Vegas auf einmal auszurauben.

Die Neuverfilmung der Idee unter dem Titel „Ocean‘s Eleven“ wurde 2001 zu einem Superhit mit George Clooney in der Titelrolle. Poker, Blackjack und Slots spielen dabei wichtige Nebenrollen, wenn Ocean und seine Kumpane ihren großen Coup vorbereiten.

Betrüger beim Zocken selbst übers Ohr zu hauen ist spätestens seit „The Sting – Der Clou“ von 1972 mit Paul Newman und Robert Redford ein weiteres beliebtes Thema im Film.

Während Las Vegas für zwielichtige Geschichten sorgt, liefern die europäischen Casinos Eleganz und Lebensstil als Kulisse im Film und im echten Leben, wobei die besten neuen Casino Spiele für erschwingliche Spannung sorgen. Wegbereiter war der fiktive Geheimagent und Casinofan James Bond.

Bonds Schöpfer, der Schotte und ehemalige Geheimdienstler Ian Fleming, war selbst ein leidenschaftlicher Anhänger von Casinospielen und Luxusleben. Seine genaue Kenntnis der Materie machte Bonds Szenen in den Spielpalästen rasch zu einem der Markenzeichen seiner Bücher und ab 1962 der Verfilmungen.

Schon Bonds allererster Leinwandauftritt fand in „James Bond jagt Dr No“ in einem privaten Spielclub in London statt. Hier fielen nicht nur die unsterblichen Worte „Bond. James Bond.“, als er sich dem ersten Bond-Girl der Filmgeschichte vorstellte. In wenigen Momenten wussten die Zuschauer, dass Bond Stil besaß, gern flirtete, Martini trank und auch beim Zocken stets einen kühlen Kopf behielt.

Von diesem ersten Auftritt an sind exklusive Casinos regelmäßig Schauplatz der Abenteuer von 007, von Monte Carlo bis in die Karibik.

Während Casinos immer wieder Thema in Hollywood-Filmen sind, so sind auch Filme ihrerseits Themen in den Spielbanken. Auf Leinwandabenteuern basierende Slots erweisen sich oftmals genauso als Hits wie umgekehrt. Die Bandbreite reicht dabei von Klassikern der Filmgeschichte bis zu modernen Fantasy- und Superheldenabenteuern.

„King Kong“ machte 1933 aus dem Riesengorilla, der sich in eine schöne Frau verliebt und mit ihr aufs Empire State Building flüchtet, eine unsterbliche Filmfigur. Mehrere Neuverfilmungen und ein gleichnamiger Slot lassen den Klassiker weiterleben.

„The Flintstones – Familie Feuerstein“ aus der Steinzeit begeisterten als Cartoon ab 1960 die Fernsehzuschauer. Die erste Live-Verfilmung gab es 1987. Vier weitere Filme folgten bis 2001. Im Online-Casino sind die Abenteuer von Fred und Wilma Feuerstein sowie ihren Freunden Betty und Barney Geröllheimer auf einem populären Slotautomaten zu erleben.
Aber auch Geschichten um Zorro, Lara Croft, Harry Potter, Rocky, aus Game of Thrones und anderen erfolgreich verfilmten Abenteuer sind in Form von 3- und 5-Walzenspielen zu erleben.

In den echten Filmen werden immer wieder die Schattenseiten der Branche gezeigt. Die wahre Geschichte von Molly Bloom, die als Gastgeberin von Pokerrunden anfing, nur um sich im Netz von Geldwäschern und Mafia zu verfangen und im Gefängnis zu landen, ist als „Mollys Spiel“ verfilmt worden. Bedenkliche Hinterzimmer Spiele mag es auch woanders als in den USA geben. Wenn es allerdings hierzulande um den Besuch in James Bonds geliebten Casinos oder Online-Casinos geht, hat der deutsche Gesetzgeber strenge Auflagen, damit die Zocker kein legales Risiko eingehen und sich auch nicht finanziell ruinieren können.

Das mag zwar nicht filmreif sein, aber die Mischung aus Glanz, Glamour, Nervenkitzel und ein Anflug von Unterwelt lässt sich am besten in fiktiver Form erleben.

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