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Daniel Rosemann verlässt ProSiebenSat.1

von   |  8 Kommentare

Der bisherige Kabel Eins-Chef Marc Rasmus wird Sat.1 übernehmen, SVP Content Development-Chef Hannes Hiller kümmert sich um ProSieben.

In den vergangenen Jahren konnte Daniel Rosemann den Marktanteilsverlust von ProSieben und Sat.1 nicht stoppen. Im August hat der Sender RTL Up sogar zu ProSieben aufgeschlossen. Die bisherige Mission von Daniel Rosemann war zuletzt nicht mehr von Erfolg gekrönt, auch bei Sat.1 konnte der Medienmanager mit Projekten wie «Volles Haus!» & Co. keine Erfolge verbuchen. Rosemann und die Seven.One Entertainment Group gehen nun getrennte Wege.

ProSiebenSat.1-Geschäftsführer Bert Habets wird zusätzlich Geschäftsführer der Seven.One Entertainment Group. Die Geschäftsführung besteht dann aus Henrik Pabst, Chief Content Officer (CCO), und Stefan Endriß, Chief Financial Officer (CFO). Bert Habets ist innerhalb der Seven.One Entertainment Group für die Ressorts Sales, Platforms & Growth, Marketing und das Geschäft in Österreich mit der ProSiebenSat.1 PULS 4 GmbH verantwortlich. Henrik Pabst ist für das gesamte Content-Portfolio über alle Sender und Plattformen hinweg sowie für das Entertainment-Geschäft in der Schweiz verantwortlich. Ziel dieser Bündelung ist die Optimierung der crossmedialen Ausspielung von Inhalten über alle Kanäle und Plattformen des Unternehmens sowie die Förderung des Zusammenspiels aller Marken. Als dritter Geschäftsführer und CFO der Seven.One Entertainment Group und ihrer Tochtergesellschaften verantwortet Dr. Stefan Endriß weiterhin die Bereiche Finanzen und Controlling.

Alle digitalen Plattformen - und damit auch künftig Joyn - verantwortet Katharina Frömsdorf. Die Änderungen treten zum 1. November in Kraft. Marc Rasmus, bisher Senderchef von Kabel Eins, wird künftig für SAT.1 verantwortlich sein, sein Stellvertreter Felix von Mengden wird die Leitung von Kabel Eins übernehmen. Hannes Hiller, SVP Content Development ProSieben & SAT.1, wird neuer Senderchef von ProSieben. sixx-Chefin Ellen Koch verantwortet künftig die auf weibliche Zielgruppen ausgerichteten Sender sixx und Sat.1 sowie die auf männliche Zielgruppen positionierten Sender ProSieben Maxx und Kabel Eins Doku.

Bert Habets: „In den vergangenen zwölf Monaten habe ich Daniel Rosemann als außergewöhnlichen Fernsehfachmann erlebt, der ein sehr feines Gespür und eine große Liebe für das Programmmachen hat. Als Chef von ProSieben und SAT.1 hat er in den vergangenen Jahren beide Sender neu positioniert und starke Künstler zu uns geholt. Ich bedanke mich für unsere sehr gute Zusammenarbeit und wünsche ihm für seine persönliche Zukunft nur das Beste. Gleichzeitig freue ich mich besonders, dass wir die Positionen aller Senderchefs erfolgreich mit tollen internen Kolleg:innen nachbesetzen können. Wir werden gemeinsam mit diesem sehr erfahrenen Management-Team das Kerngeschäft von ProSiebenSat.1 vorantreiben, um insbesondere unser Wachstum bei Joyn zu befeuern.“

Henrik Pabst: „Ich danke Daniel für die langjährige ausgezeichnete Zusammenarbeit und die vielen fantastischen Projekte, die wir gemeinsam gestemmt haben. Gleichzeitig ist es der konsequente Schritt, die für Content & Reach maßgeblichen Bereiche unter einem Dach zusammenzubringen. Ich bin davon überzeugt, dass die engere Verzahnung uns dabei unterstützt, um die digitale Transformation unseres Geschäfts weiter voranzutreiben. Dabei wird das perfekte Zusammenspiel zwischen unseren Sendern und Joyn zentral sein, um maßgeblich zu wachsen.“

Daniel Rosemann: „ProSieben und SAT.1 nach 15 sehr intensiven Jahren zu verlassen, ist definitiv die größte und schwerste Entscheidung, die ich in meinem Leben bislang getroffen habe. Aber für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Ich gehe mit großer Dankbarkeit für alles, was ich mit meinen Teams in den vergangenen Jahren gestalten konnte. Es war und ist ein großes Geschenk, Programme wie «The Masked Singer», «Wer stiehlt mir die Show?», das «1%-Quiz», «Uncovered», «Joko & Klaas gegen ProSieben», «Jenke» oder «The Voice of Germany» zu entdecken, mit Ideen, Liebe und Leben zu füllen. Es war eine wunderbare Aufgabe, sieben Jahre ProSieben und zwei Jahre SAT.1 zu fühlen und zu denken. Zum Abschied sage ich Danke an alle Künstlerinnen und Künstler, allen Produzentinnen und Produzenten, an alle Kolleginnen und Kollegen, die meine Arbeit für ProSieben und SAT.1 in den vergangenen Jahren zum vielleicht besten Job der Welt für mich gemacht haben. Danke euch.“


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Es gibt 8 Kommentare zum Artikel
EPFAN
19.10.2023 13:26 Uhr 1
Irgendwie schade um Rosemann. Fabian hingegen hat sein Ziel erreicht. 😆
Familie Tschiep
19.10.2023 14:42 Uhr 2
Na ja. Wenn Rosemann erfolgreich gewesen wäre, dann hätte kein Journalist ihn niederschreiben können. Ob ein Programm erfolgreich ist, entscheidet das Publikum, ich glaube nicht, dass es sich von Seiten quotenmeter oder dwdl sich von einer Sendung abschrecken lässt, wenn es etwas gucken.



Und ja, auch sat 1 muss innovativ sein, auch Frauen zwischen 40 und 65 lassen sich auf neue Programmformate ein, wenn diese etwas Neues haben, nur muss die Innovation anders aussehen als bei Pro Sieben. Für viele Sendestrecken braucht es neues Programm, weil vieles altes nicht mehr funktioniert.

Gefragt, gejagt war damals vor 10 Jahren viel innovativer, selbst wenn es auf den ersten Blick so klassisch aussah. Das Genre ist nicht so entscheidend, wichtig, dass man etwas Neues hinzufügt.
Sentinel2003
21.10.2023 11:49 Uhr 3
Manchmal habe ich das Gefühl, dass sämtliche privat Sender Programme NUR für das weibliche Publikum machen.... :relieved:
Familie Tschiep
21.10.2023 14:32 Uhr 4
Fiction und Entertainment ist tendenziell eher ein Frauenprogramm. Für ein Männerprogramm müsste man viel Sport zeigen, Nachrichtensender sind auch eher männerlastig.
silvio.martin
21.10.2023 14:52 Uhr 5


Genau das habe ich auch beim lesen gedacht. Der persönliche Intimfeind ist endlich weg. Es war ja in den Artikeln nicht zu übersehen, dass eine starke Abneigung zur gesamten SAT1/ProSieben Gruppe und zu Roseman im besonderen bestand. Das hatte ich aber auch schon einmal als fragwürdig bezeichnet, wenn man seine persönliche Meinung so extrem stark in die Artikel einfließen lässt.
AlphaOrange
21.10.2023 20:38 Uhr 6
Ich bezweifle stark, dass Fabian eine ausreichende Relevanz hat, überhaupt irgendwen effektiv niederschreiben zu können.

Aber wenn's ihn freut, dann .. wieauchimmer.
Fabian
22.10.2023 10:16 Uhr 7
Herr Rosemann hat leider völlig falsche Programme eingekauft. Mir geht's weder besser, noch schlechter, seitdem er angekündigte, das Unternehmen zu verlassen. Es geht doch um eines: Das privatfinanzierte Fernsehen muss relevante Programme haben, das bedeutet auch, dass man Fernsehen produziert. Das funktioniert aber nicht, wenn man - wie im August - fast nur noch Wiederholungen zeigt. Es gibt Möglichkeiten günstige Programme zu produzieren, das zeigt ja auch ZDFkultur.
silvio.martin
22.10.2023 14:14 Uhr 8
Fabian, darum geht es aber tatsächlich gar nicht. Das das Programm größtenteils unattraktiv ist und nicht funktioniert, da denke ich sind wir uns alle einig. Nur hast Du im speziellen in so ziemlich jedem Artikel über SAT1/ProSieben Deine persönliche Meinung, manchmal sogar Abneigung so deutlich zur Geltung gebracht, dass die Neutralität oder journalistische Distanz nicht mehr gegeben war. Und das sollte man beherzigen wenn man in dem Bereich tätig ist und ehrlich gesagt, hat es einfach irgendwann ungemein genervt. Und in dieser Form hast Du dich zb. über die RTL Gruppe kaum geäußert, obwohl dort auch mittlerweile ein Großteil des Programms nicht zufriedenstellend läuft oder seltsame Entscheidungen getroffen werden.

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