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Servus TV: Totgesagte leben länger?

von   |  2 Kommentare

Einem Fernsehsender, der kurz vor dem Aus stand, wachsen Flügel: Servus TV will massiv ins Programm investieren und im deutschen Markt an Bedeutung gewinnen.

Der Vorabend als Beschleunigungsfaktor

Als Wachstumstriebfeder für den anvisierten Quotenschub bei Servus TV soll ein neuer Vorabend dienen, der aus «Servus Am Abend» (montags bis freitags, 18.10 Uhr) und «Quizmaster» (montags bis freitags, 19.35 Uhr) sowie zwei Ausgaben «Servus Journal» (täglich, 18 und 19.20 Uhr) besteht. Zur Frühstücksfernsehenzeit wird auch das einst aufgegebene, doch eine treue Fanbase habende «Servus am Morgen» wiederbelebt.
Wie Phönix aus der Asche. Oder, um noch dicker aufzutragen: Red Bull verleiht Flüüüügel. Der zum Medienimperium der Energy-Brause gehörende Privatsender Servus TV stand kurz vor dem Aus, die Nachrufe auf den Kanal waren quasi schon bereit für die Veröffentlichung. Nun die Kehrwende: Wie 'W&V' berichtet, möchte Dietrich Mateschitz intensiv in den Sender investieren, um sein Programm auszubauen und am deutschen TV-Markt an Relevanz zu gewinnen. Dazu werden diverse neue Eigenproduktionen aus den Bereichen Fiction und Dokumentationen verwirklicht.

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt, der auch aus Konzernsicht nicht unbedeutend sein wird: Zahlreiche Sportevents, die vom Süßgetränkehersteller gesponsert werden und exklusiv bei Servus TV laufen. Allein in den kommenden Monaten sollen eine Begegnung zwischen RB Leipzig und den Glasgow Rangers, der Servus Alpenpokal und die Red Bull Air Race World Championship Zuschauer anlocken. Darüber hinaus soll ein Ausbau der Berichterstattung über die Salzburger Festspiele dem ganzen Sportfokus ein Gegengewicht geben.

Ab diesem Monat wird darüber hinaus der Dienstag fest zum Filmabend ernannt, die als Aushängeschild dienenden Talkshows «Talk im Hangar 7» und «Sport und Talk aus dem Hangar 7» werden indes demnächst einen früheren Programmslot erhalten und so prominenter platziert. Tonal will sich Servus TV noch stärker als niveauvollere Alternative zu den großen deutschen Privatsendern positionieren.

Matthias Nieswandt, Country Manager Sales Deutschland für Servus TV, wird dazu bei 'W&V' zitiert: „Servus TV hat sich klar als Qualitätsfernsehen aus dem Alpenraum mit Relevanz für ganz Deutschland positioniert und steht für positive Programmumfelder und hohe Werbewirkung. Von Beginn an konnte der Sender in der Vermarktung viele Stammkunden und Agenturen gewinnen, die uns mittlerweile über Jahre die Treue halten und die einzigartige Qualitätspositionierung sehr zu schätzen wissen.“ Weiter heißt es: „Wir wollen außerdem zeigen, dass es in unserem Geschäft nicht nur um die quantitativen Betrachtungen geht. Unser Anspruch ist es, auch die qualitativen Aspekte im Zuschauer- und Werbemarkt wieder in den Vordergrund zu stellen.“

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Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
profizocker
05.01.2017 17:00 Uhr 1
Ich würd es ja mal mit US-Serien versuchen, aber nicht schon zur Mittagszeit. Das funkitoniert doch überall.
Burpie
05.01.2017 19:13 Uhr 2
So ein Schwachsinn. Mittlerweile zappe ich bei Servus nur noch durch. Ürsprünglich mal ganz gut, auch wg. HD, aber das dauernde Hin und Her ist nervig. Letztes Jahr schon abgeschaltet, dann nur Schmalspur, dann angeblich nur für Ö, jetzt wieder "Vollgas" - das brauche ich nicht. Und die Samstagsabendfilme sind für mich schon lange kein Magnet mehr...
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