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Lange Wahlnacht: Das Erste dominiert, «Frühstücksfernsehen» hat gegen Konkurrenz wenig Chancen

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Über gute Werte freuen können sich die Nachrichtensender N24 und n-tv, die insgesamt in etwa gleichauf lagen. N24 hatte morgens aber das jüngere Publikum.

Es war eine der aufregendsten Wahlnächte überhaupt. Mittwochmorgen kurz vor 8.30 Uhr deutscher Zeit wird auch offiziell bestätigt, dass Donald Trump die notwendige Anzahl von mindestens 270 Wahlmännern zusammen hat. Hinter ihm, den Amerikanern und der restlichen Welt lag somit ein fast achtstündiger Wahl-Analysen-Marathon. Um kurz vor neun Uhr, ebenfalls deutscher Zeit, spricht Trump vor rund 300 seiner Anhänger und zahlreichen Pressevertretern erstmals als gewählter künftiger Präsident zu Welt. Zu diesem Zeitpunkt übertragen in Deutschland gleich mehrere Kanäle live.

N24 und n-tv etwa waren beide schon seit der Nacht ununterbrochen auf Sendung und erzielten mit dem US-Wahlkrimi exzellente Reichweiten. So generierte N24 zwischen 7.45 Uhr und 9.15 Uhr im Schnitt 0,23 Millionen Zuschauer und starke 3,1 Prozent Marktanteil. n-tv kam ab 8.10 Uhr in etwa auf 0,24 Millionen Zuschauer insgesamt und vergleichbare 3,3 Prozent. Auffallend: Bei den jungen Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren waren die Analysen und Bilder von N24 deutlich beliebter: Hier generierte der Berliner Nachrichtensender am Morgen 5,3 Prozent Marktanteil (0,14 Millionen), während der in Köln ansässige Kanal n-tv bei 3,1 Prozent (0,09 Millionen) lag.

Sat.1 hatte sein «Frühstücksfernsehen»  in Erwartung eines Endergebnisses ab fünf Uhr schon um 4.55 Uhr beginnen lassen – und machte die US-Wahl innerhalb der 305 Minuten langen Sendung zum zentralen Thema. Damit generierte der Privatsender im Schnitt 0,43 Millionen Zuschauer, schnitt aber deutlich schwächer ab als an normalen Tagen. Das ließ sich ziemlich gut an den Zahlen der klassischen Zielgruppe ablesen, wo man nicht wie üblich im zweistelligen Bereich lag, sondern mit 7,8 Prozent irgendwie verhungerte. Anders gesagt: An Tagen wie diesen schätzen die Leute dann doch eher die Infos von ARD und ZDF. Auch RTL hatte seine Morgensendung «Guten Morgen Deutschland»  ausgeweitet. Peter Kloeppel und Christof Lang informierten bereits ab vier Uhr morgens und sogar länger als geplant, nämlich bis etwa halb zehn – die somit fünfeinhalbstündige Nachrichtensendung generierte 0,39 Millionen Zuschauer und 7,6 Prozent Marktanteil insgesamt. Bei den von der RTL-Gruppe als besonders wichtig erachteten 14- bis 59-Jährigen wurden aber nur einstellige Werte gemessen: 9,3 Prozent.

Stark gefragt waren zudem auch die Programme von ARD und ZDF. Beide Sender waren mit ihren Live-Sondersendungen die ganze Nacht über On Air. So erreichte das ZDF mit seiner Live-Sendung zwischen drei Uhr nachts und sieben Uhr morgens im Schnitt rund 440.000 Zuschauer, was einer Quote von 11,3 Prozent entsprach. Das bis 10.30 Uhr verlängerte «Morgenmagazin»  schaffte es dann auf 1,19 Millionen Zuschauer (17,6%).

Im Ersten kam die Wahlsondersendung der Nacht, die bis neun Uhr ging, auf 1,07 Millionen Zuschauer und starke 21,7 Prozent. Auch das über drei Stunden lange «Tagesschau Extra»  wusste am Vormittag noch zu überzeugen. Hier lagen die Quoten im Gesamtmarkt bei starken 18,2 Prozent Marktanteil.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
Kurz-URL: qmde.de/89280
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