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Serien-Duell: «Bones» schickt «Men» in die Bedeutungslosigkeit

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Auch der späte Abend eher in der Hand von RTL: Während «CSI: Vegas» noch recht solide Werte verbuchte, lag «Friends With Better Lives» weit im roten Bereich.

Sitcom-Overkill im Januar

Wer bislang bereits die Überpräsenz von «Men» und «The Big Bang Theory» beklagte, sollte im kommenden Monat ProSieben vornehmlich meiden: Ersteres Format wird dienstags gleich vier Sendeplätze am Abend belegen, die Nerds von Montag bis Mittwoch insgesamt sogar acht - und das vier Wochen lang. Erstausstrahlungen sind dabei Mangelware: Lediglich eine «TBBT»-Episode läuft in deutscher Erstausstrahlung.
Bei der Programmierung von US-Serien sendete das deutsche Publikum in den vergangenen Jahren den Sendern immer wieder das deutliche Signal, dass vor allem Konstanz geschätzt wird. Nach diesem Credo stellen RTL und ProSieben ihr Primetime-Angebot auf - inzwischen aber eher mit durchwachsenem Erfolg. Während die Kölner mit einer weiteren Doppelprogrammierung von «Bones - Die Knochenjägerin»  auf zufriedenstellende 15,2 und 13,4 Prozent der werberelevanten Zielgruppe zu verweisen hatten, blieben zwei «Two and a Half Men»-Episoden bei äußerst kritischen 8,5 und 9,1 Prozent stecken. Beim Gesamtpublikum taten sich noch größere Divergenzen auf: Die Krimi-Serie kam auf Reichweiten von 2,77 und 2,66 Millionen, die seit Jahren schon überpräsente Sitcom (siehe auch Infobox) mit 1,12 und 1,19 Millionen nicht einmal auf die Hälfte dieser Werte. RTL positionierte sich hier bereits bei mäßigen Marktanteilen von 8,8 und 8,4 Prozent, ProSieben versagte mit nur 3,6 und 3,7 Prozent komplett.

Da «Men»  nur halb so lang war wie «Bones» , hatten die Unterföhringer noch eine weitere Stunde zu füllen - was man wie gewohnt mit «2 Broke Girls»  tat. Nach dem schlechten Primetime-Auftakt rutschte der Privatsender immerhin kaum mehr tiefer in den roten Bereich: Nun waren noch 8,1 und 8,7 Prozent des Zielpublikums zu holen, im Normalfall kommt man auf etwa elfeinhalb Prozent. Alles in allem sahen 1,10 bzw. 1,14 Millionen die Serie, die damit einhergehenden 3,4 und 3,7 Prozent waren natürlich viel zu wenig für die Ansprüche des Senders.

Und dann war da noch der US-Flop «Friends with Better Lives» , der ab 22:15 Uhr in einer Vierfach-Programmierung über den Äther ging. Mit 7,0 bis 7,6 Prozent fielen die Zielgruppen-Werte der ersten drei Folgen katastrophal aus, lediglich die um 23:40 Uhr gestartete letzte Episode kam auf etwas bessere 9,1 Prozent. Insgesamt rangierte man zwischen 0,69 und 0,83 Millionen Comedy-Freunden. RTL ging mit zwei alten «CSI: Vegas»-Episoden weitaus erfolgreicher auf Zuschauerjagd: Durchschnittlich sahen 2,28 und 1,86 Millionen bis Mitternacht zu. Bei den 14- bis 49-Jährigen standen leicht unterdurchschnittliche 12,6 und 11,8 Prozent auf dem Papier, insgesamt wurde die Zweistelligkeit mit 8,6 und 9,8 Prozent knapp verfehlt.

© AGF in Zusammenarbeit mit der GfK/TV Scope/media control. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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