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64. Deutscher Filmpreis: Die Gewinner

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Am Freitag wurde zum 64. Mal der Deutsche Filmpreis verliehen. Als bester Film wurde das Historiendrama «Die andere Heimat» ausgezeichnet. Der Favorit «Das finstere Tal» erhielt mit sieben goldenen LOLAs die meisten Preise.

Im Berliner Tempodrom wurden am Freitag erneut die besten heimischen Spiel- und Dokumentarfilme des Jahres mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Die jährlich von der Deutschen Filmakademie verliehenen Preise stellen mit Prämien in einer Gesamtsumme von fast drei Millionen Euro nicht nur die höchstdotierte Kulturauszeichnung des Landes dar, sondern gelten auch als begehrteste Ehrung für deutsche Produktionen.

Als großer Favorit des Abends ging der Western «Das finstere Tal» von Regisseur Andreas Prochaska ins Rennen um die goldenen LOLAs. Von den insgesamt neun Nominierungen verwandelten sich letztlich ganze sieben in Auszeichnungen, wovon eine an Tobias Moretti als bester Nebendarsteller ging. In den Hauptkategorien tat sich allerdings Edgar Reitz' Historiendrama «Die andere Heimat» als großer Gewinner des Abends hervor. So konnte er mit drei Siegen bei sechs Nominierungen seine Mitstreiter nicht nur in der Regie- und der Drehbuch-Kategorie ausstechen, sondern auch die goldene LOLA für den besten Film gewinnen. «Das finstere Tal» wurde im Wettbewerb um den besten Film indessen mit der LOLA in Silber bedacht, während die deutsch-norwegische Koproduktion «Zwei Leben» die LOLA in Bronze bekam.

Die Trophäe für den besten Hauptdarsteller erhielt Altstar Dieter Hallervorden für das Sport- und Rentnerdrama «Sein letztes Rennen». Beste Hauptdarstellerin wurde Jördis Triebel mit ihrer Leistung im Ost-West-Drama «Westen». Die Komödie «Fack ju Göhte» von Regisseur und Autor Bora Dagtekin ging in allen vier Kategorien, in denen sie nominiert war, zwar leer aus, konnte jedoch die Sonder-LOLA für den besucherstärksten Film des Jahres mit nach Hause nehmen. Mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk wurde der Regisseur, Produzent und Autor Helmut Dietl bedacht, dem die Auszeichnung von Komiker Michael "Bully" Herbig überreicht wurde. Durch den glanzvollen Abend führte der Schauspieler Jan-Josef Liefers.

Alle Gewinner im Überblick:

Bester Film:
- «Die andere Heimat» (Gold)
- «Fack ju Göhte»
- «Das finstere Tal» (Silber)
- «Finsterworld»
- «Love Steaks»
- «Zwei Leben» (Bronze)

Bester Dokumentarfilm:
- «Alphabet»
- «Beltracchi - Die Kunst der Fälschung»
- «Master of the Univese»

Bester Kinderfilm:
- «Bibi & Tina»
- «Ostwind»
- «Sputnik»

Beste Schauspielerin:
- Carla Juri für «Feuchtgebiete»
- Juliane Köhler für «Zwei Leben»
- Jördis Triebel für «Westen»

Bester Schauspieler:
- Sascha Alexander Gersak für «5 Jahre Leben»
- Dieter Hallervorden für «Sein letztes Rennen»
- Hanno Koffler für «Freier Fall»

Beste Nebendarstellerin:
- Jella Haase für «Fack ju Göhte»
- Sandra Hüller für «Finsterworld»
- Katja Riemann für «Fack ju Göhte»

Bester Nebendarsteller:
- Michael Maertens für «Finsterworld»
- Tobias Moretti für «Das finstere Tal»
- Kida Khodr Ramadan für «Ummah - Unter Freunden»

Beste Regie:
- Katrin Gebbe für «Tore tanzt»
- Andreas Prochaska für «Das finstere Tal»
- Edgar Reitz für «Die andere Heimat»

Bestes Drehbuch:
- Bora Dagtekin für «Fack ju Göhte»
- Frauke Finsterwalder und Christian Kracht für «Finsterworld»
- Edgar Reitz und Gert Heidenreich für «Die andere Heimat»

Beste Tongestaltung:
- Michael Kranz, Stefan Busch und Roland Winke für «3096 Tage»
- Guido Zettier, Max Thomas Meindl und Benjamin Rosenkind für «Der Medicus»
- Dietmar Zuson, Christof Ebhardt und Tschangis Chahrokh für «Das finstere Tal»

Bestes Maskenbild:
- Helene Lang und Roman Braunhofer für «Das finstere Tal»
- Kitty Kratschke und Juliane Hübner für «Lauf Junge lauf»
- Heike Merker für «Der Medicus»

Bestes Kostümbild:
- Esther Amuser für «Die andere Heimat»
- Natascha Curtius-Noss für «Das finstere Tal»
- Thomas Oláh für «Der Medicus»

Bestes Szenenbild:
- Claus Rudolf Amler für «Das finstere Tal»
- Toni Gerg und Hucky Hornberger für «Die andere Heimat»
- Udo Kramer für «Der Medicus»

Bester Schnitt:
- Anne Fabini für «Houston»
- Hansjörg Weißbrich für «Zwei Leben»
- Andreas Wodraschke für «Feuchtgebiete»

Beste Kamera und Bildgestaltung:
- Michael Bertl für «Mr. Morgan's Last Love»
- Hagen Bogdanski für «Der Medicus»
- Daniel Gottschalk für «Lauf Junge lauf»
- Thomas W. Kiennast für «Das finstere Tal»
- Gernot Roll «Die andere Heimat»

Beste Filmmusik:
- Annette Focks für «Ostwind»
- Johannes Lehniger und Peter Folk für «Tore tanzt»
- Michaela Melián für «Finsterworld»
- Matthias Weber für «Das finstere Tal»

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